Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
urgrund m.
urgrund , m. , grund mit ur- C 4 a und c, oft beide bedd. des präfixes verschmelzend. mhd. urgründe, n. ( plur. ?), ist nur einmal belegt. wie urgeist wurde u. vom rationalismus der aufklärung abgelehnt; Adelung bezeichnet u. als ein urgeist ähnliches, auch nur bei den ' mystikern ' gangbares wort. an der neueren entwicklung des grundbegriffes ( s. grund) nimmt u. bescheidenen antheil. 1 1) der älteste gebrauch, mhd. urgründe, rührt an die ausgangsvorstellung von grund ( s. d. I D und E 6), etwa durch ' bodenlose unerschöpflichkeit ' zu umschreiben: swaz ê ieman hât geklagt oder von klage her …