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untüchtig

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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

untüchtig adj.

Bd. 24, Sp. 1968
untüchtig, adj. : adv., gth. v. tüchtig (s. d.). mhd. untühtic; mnd. unduchtich; mnl. onduchtich; nl. (veraltet) onduchtig; n. udygtig. frühnhd. oft ohne umlaut (vgl. ackermann a. B. 31, 17 B.), z. b. Luther 34, 1, 325 W.; 30, 2, 606 W.; 15, 560 W.; J. Agricola sprichw. (1534) c 7b. undüchtig Geszner-Herold-Forer thierb. (1563) 3, 33; J. Keszler sabbata 153; Fischart Garg. 448 ndr.; Albertinus hirnschleifer (1664) 31; zeitkürzer (1603) 12; Lucifers königreich 224 L.; Buchholtz Herkuliskus 710; Hondorf salzwerk zu Halle (1670) 78. untichtig S. Hüttel chron. d. st. Trautenau 137; undichtig Fr. A. v. Brandis ehrenkränzel (1678) 192; österr. weisth. 11, 143. untöchtig Fischer schwäb. wb. 6, 261. Luthers u. wird im Basler bibelglossar durch ungeschickt, unnütz erklärt; Kluge v. Luther bis Lessing 91. für incapabel Kinderling (1795) 278; Campe verd. wb. (1813) 368b. 11) von persönlichem. a) untauglich, unfähig, ungeeignet mit näheren bestimmungen (zu, in; selten an, für, mit, unter; inf. mit zu; veraltet u. mit genitiv): es sind menschen, die da haben eyn verruckten sinn, untüchtig tzum glauben Luther 8, 505 W.; sampt ... anderen zum kriege untüchtigen gesinde Barth weiberspiegel (1565) 04b; u. zur reisz und zur wehr Rollenhagen froschmeuseler (1595) G g 4a; wer verzagt und nicht hertzhaftig ist, der ist undüchtig zu allen dingen Albertinus zeitkürzer (1607) 12; zur regierung, zum reich, zu des hofs betrug, zum gefechte, dienste, zu jeder art von thätigkeit u. s. w. u. Fischart binenkorb (1588) 228a; Stumpf Schweizerchron. 71a; Weckherlin 2, 92 F.; Ziegler Banise 143; Nicolai Nothanker 2, 43; Göthe IV 19, 160 W.; von Heynatz antibarb. 2, 538 gegen Adelung vertheidigt. u. in: deszhalb in allen handlungen u. geachtet Stumpf Schweizerchron. 415b; J. Arndt ketzerhistorie (1699) 3a. an: ich wurde ... am verstand u. und stumpf Grimmelshausen 4, 516 Keller. für: deswegen sind sie (kinder) ... nicht ... u. für den höchsten begriff Bettine Günderode 1, 69. mit: der was ein man ..., u. mit seiner rechten hand Züricher bibel (1531) richter 3 B. unter: s. Bernhart ... ward u. unter die leute sch. w. klugreden (1548) 55a. mit inf. und zu: er sei ... zu reisen u. Achatius chron. Sleidani (1557) 105a; Chr. Weise d. d. klügsten leute (1675) 178; ich bin ... u. zu arbeiten Gottschedin br. 3, 39 R. veraltet und alterthümelnd (wie unfähig u. dgl.): so sagen ihr, ich sey u. desz nammens eines artzts Paracelsus 1, 143 B (1616) H.; u. des sprunges Rückert Rostem u. Suhrab (1838) 107a; zur musica wurden nur verwendet, die des reiterdienstes u. Scheffel 1 (1907), 266. b) geschlechtlich wie unfähig 2 d: das sind, die man impotentes heyst, die von natur untuchtig sind, sich zu samen und zu mehren Luther 10, 2, 278; 15, 560 W.; die yhenigen, so auch den weibern u. sind zur frucht ..., yhe untüchtiger, yhe mehr und lieber sie umb die weiber sind 18, 270 W.; ainen untüchtigen mann überkommen Nas eins u. hundert (1567) 1, 88a; von frigidis und untüchtigen Nigrinus v. zäuberern (1592) 62; papist. inquisition 517; welche sich von wegen der abgötterey undüchtig machen und schneiden lassen Albertinus Lucifers königreich 224 L.; u. werden Grimmelshausen vogelnest 2, 448 Keller; die ... zu der empfängnisz untüchtigen gebährmutter Prätorius anthropodemus plut. (1666) 2, 173; zum ehestand u. Amaranthes frauenzimmerlex. 1213; K. L. v. Haller restauration d. staatswiss. 51, 144; zur fortpflanzung ihres geschlechts u. J. G. Forster 4, 365, zum beischlaf Krünitz 200, 200. c) kraftlos, schwächlich, kränklich; Unger-Khull 609a; mnl. wb. 5, 482: ich byn untuochtig gleich wie eyn alter mensch Luther 18, 483 W.: so werden ... undüchtige und unvermügliche, kranke leut auszgetrieben Kirchhof militaris disciplina (1602) 49; bin ja nicht mehr ein kind; trawrt ihr mit ewren alten, die schon untüchtig sind Königsberger dichterkreis 28 ndr.; veraltet. im engern sinne: des mittags essen sie (athleten) wenig, um nicht nachher ... u. zu seyn Vieth leibesübungen (1793) 1, 93. ohne trieb und kraft zur arbeit: indem ich dadurch (durch sorgen) u. werde J. G. Forster 7, 84; Schleiermachers tod hat mich sehr u. gemacht fürst Pückler briefw. 1, 242; gestern hörte ich Lucia ... das macht mir die sehnsucht nach dir so rege, dasz ich ganz traurig und u. bin Bismarck br. an s. braut u. gattin 338. d) rechtssprachlich der allgemeinen ehre und achtung verlustig, unredlich, unzuverlässig; Unger-Khull 609a: welcher den gericht in arrestieren oder auf ein andere weisz nit gehorsamb ..., wofern es ein gemainer mann wehre, ist er umb 16 fl. wandelbahr und für einen undichtigen mann zu halten (1670) österr. weisth. 11, 143, 24; und so sie (eine witwe) irer ehre so vergessen were und sich zum andern mal veranderte, von den andern frawen wie untuchtig wurde gehalten ire tagk Grunau preusz. chron. 2, 8; wann jemand im alten testament den euszerlichen tempel verunreinigte, der ward unter dem volke für u. geachtet Butschky kanzlei 745; vielleicht ist von hieraus die bed. verdächtig (obers. wb. 2, 602a) zu verstehen; veraltet. disqualificiert: später ist er ... dreimal ins unterhaus gewählt und dreimal für u. erklärt worden Justi Winckelmann 2, 2, 297. im weiteren sinne unredlich: schlecht einer sein gesicht under sich, halten sie den gemeinlich für u. Wickram 2, 205 B.; undüchtige, gottlose und verachte personen kirchenordnung f. Braunschweig (1569) 70; halte keine gemeinschaft mit dem untüchtigen pöbel pers. baumgarten 9, 16 Olearius; veraltet. e) wenig angesehen, verachtet (eng an bed. d anschlieszend): gleich wie man einen handwercksman, der seines handwercks recht und gebrauch nicht weis, auszwirfet und für u. helt Luther 30, 1, 129 W.; die untüchtigen, furwurffen aschenprodel 10, 1, 1, 496 W.; alszo das er sich seyner ehre nit vormesse oder erhebe uber den aller untuchtigisten, vorachtisten, menschen v. d. g. werken 29 ndr.; veraltet. f) im geistlichen sinne böse, verrucht sündhaft: sie sind alle abgewichen und alle sampt u. worden, da ist nicht, der gutes thu, auch nicht einer Römer 3, 12; H. Sachs 18, 219, 23 G.; got selb vom himel schawet auf aller menschen kind, ob im auch jemand trawet und wer nach im gesinnt: da warens all untüchtig B. Waldis psalter (1553) 19b; du ... solt zu mir reden, auf dasz ich vielleicht nit sterbe und zu nicht und u. werde J. Arndt nachfolge Christi (1631) 65. veraltet. g) allgemein untauglich: und als geschickt der obgenannt fürst gewesen ist, als u. ist sein vetter ... L. Suntheim in d. würtemb. vierteljahrsschr. 1884, 128; Thersites ... durch sein unart des leibs anzeyge, wie er auch in seiner seel unertig und untuchtig gewesen sey J. Agricola sprichw. (1534) c 7b; im innern Deutschlands wird der bauer unter steigendem druck, welchen der adel und eine entartete kirche auf ihn ausüben, schwächer, untüchtiger, roher G. Freytag 18, 72; wenn D. nicht als offizier ebenso u. gewesen wäre wie als staatsmann Mommsen m. gesch. 2, 44; für den ochsenbuben ist alles gut, insonderheit wenn er noch so klein und u. ist, als ich es war Rosegger schr. (1895) 8, 307. untüchtige odder bOesse regenten Luther 6, 72 W.; einen untüchtigen gott, heiligen 19, 415 W.; 30, 2, 189 W.; leute, ehleute, lehrer, redner, advokaten, rathgeber u. s. w. Dürer befestigung d. stett (1527) E 3a; Fischart ehzuchtb. 186, 15 H.; Rätel Curäi chron. (1607) 433; Morhof unterricht v. d. d. spr. (1682) 2, 393; Happel akad. roman (1690) 230; Herder 17, 331 S. von soldaten B. Waldis Esopus 2, 27 K.; Grimmelshausen Simpl. 125 Kögel; Lessing 8, 34 M. sprichwörtlich: ferrum natare doces, du wilt einen untüchtigen lehren nomenclator hamburg. (1634) 573; einen untüchtigen mit tugend wollen belegen ist ebenso viel als auf eine kugel nüsse legen A. Olearius pers. rosenthal 1, 5. Pansner schimpfwb. 74a. unartig Woeste westf. 280b; gröblich, undüchtig Fischart Garg. 448 ndr. nu ist ein onmechtiger, untuchtiger curtisan ausz dir worden Hutten 2, 216 B.; dessen zunge gar dick und rau, bedeut einen verschlagenen, boszhaften, vortheilhaften, losen, untüchtigen, heimtückischen menschen Albertus Magnus von d. geheimnissen derer weiber (1678) 517; untüchtiges geschmeisz von bettelnden studenten Lichtwer recht d. vernunft (1762) 78. 22) von thieren in den bedd. und verbindungen von 1: sonst werden sie (heringe) u. zu genieszen Rauw cosmographia (1599) 205; störche, ... u. zum fliegen Prätorius winterflucht (1678) 272; es ist gut, einer untüchtigen hennen die federn ... auszuropfen pers. baumgarten 2, 23 Olearius; nicht fehlerfrei: was aber schnOede und u. war (vom vieh), das verbanneten sie 1. Sam. 15, 9; literaturbriefe 11 (1761), 123; unbrauchbar: zu solchem alten, untüchtigen viehe rechnet man auch die winterfälligen kühe viehbüchlein 32; kraftlos: die pferde sind uns vorhin erlegen und u. b. d. liebe (1587) 106b; schwächlich: so bleiben sie (junge hunde des ersten wurfs) doch u. Heppe lehrprinz (1751) 394; verachtet: man helt dich (fliege) untüchtig und unedel B. Waldis Esopus 1, 61 Kurz. veraltet. 33) von concreten gegenständen aller art. die bedd. verschieben sich z. th. a) mit näheren bestimmungen: also das es (erdreich) ... zum ackerbaw u. wirt Ambach v. zusaufen D 4b; sonst werde das holtz u. zum bauwen Nigrinus v. zäuberern (1592) 138; meine bey mir gehabte speisen waren ... zum genusz u. worden Grimmelshausen vogelnest 2, 488 Keller; ob sie diese kleider so lange ... trügen ..., bisz sie ... zum längeren gebrauch u. wären Lohenstein Arm. 2, 19b; L. ... liesz das eisen ... glüend in eszig löschen und härten, wodurch es zu jedem andern gebrauche u. wurde Schiller 9, 147 G. mit inf.: das sie (die schrift) matt und u. wird, wider den teuffel ... zu streiten Luther 28, 397 W.; 6, 311 W.; Neumark palmbaum (1668) 359; so wurde diese (die vernunft) für u. erklärt, im reiche der wahren wissenschaft den zepter zu führen F. H. Jacobi 2, 12. seltene verbb.: dardurch auch besagter kreisz vom reiche gleichsam abgerissen oder je demselben u. gemacht worden Ensz fama Austriaca (1627) 19a; dort siehest du ... die äuszerlich ansehnsprächtigen, aber dem nutzen nach untüchtige tulipanen Neumark lustwald (1657) 1, 5. zusammensetzung: bankuntüchtiges fleisch. b) ohne nähere bestimmungen: wan das saltz ertaubt und u. wird Karsthans 101; offenbar, dasz das versaltzen erdtrich verworfen und zu allen dingen u. geachtet M. Herr feldbau (1551) 36a; geringe und untüchtige saltzige erden Ercker beschr. aller mineral. ertzt (1580) 126b; die untüchtige uberflüssigkeit und schlacken Thurneiszer magna alchymia (1583) 131; undüchtige körbe (die zu grosz oder zu klein) Hondorf saltzwerk zu Halle (1670) 78; das er (kalk) u. wird Hohberg georgica (1682) 1, 23; veraltet. untüchtiges holz, zum salzärz nit tauglich (1509) Lori bergrecht 136; es ist ein faul aasz, unkrefftig und u. Paracelsus (1616) 2, 312 A H.; rautenbletter ... macht das gifft u. Bock kräuterb. (1539) 1, xvi y; untüchtige ware Luther 30, 2, 606 W.; Cober cabinetprediger 1, 286; v. Fleming soldat (1726) 170, seide A. Olearius reisebeschr. (1696) 27, untichtig mel Hüttel chron. d. st. Trautenau 137, untüchtig getreid Rädlein (1711) 997b, ohntüchtige, geringe tücher Hönn betrugslex. (1721) 427; ob an reinischen gulden oder andern sorten was untüchtiges einschleichen solte acta publ. 1, 21 P.; veraltet. geschlechtlich: die ruthe (des hermaphroditen) war u. allg. d. bibl. anh. 25/37, 2940. kraftlos, schwach: untüchtige schultern Rückert 10, 210. untüchtige waffen, mauern, geschütze, schiffe, schilder, befestigungen u. dgl. Luther 23, 66 W.; 6, 411 W.; Chemnitz schwed. krieg 1, 298; 2, 201; Xylander Polybius (1574) 488; Marperger kaufmannmagazin (1708) 103; Schnabel insel Felsenburg 453 dld.; Niebuhr m. gesch. 3, 553; Ranke s. w. 3, 143. zusammensetzung: seeuntüchtig. verächtlich, gering, bescheiden: ackermann a. B. 31, 17 B.; meyn untuchtigs buchlin, seyner l. f. g. zugeschrieben Luther 6, 202 W.; veraltet. nicht beweisend: so ist doch das glöslin an yhm selbs auch u. Luther 26, 484 W.; die bücher der heiligen werden verfälscht oder für u. gehalten Albertinus hirnschleifer (1664) 174; untüchtige stellen Löscher abgewiesener Demas (1713) 115; veraltet. unnütz, leichtfertig: die zung singt lieder grob, untüchtig H. Sachs 3, 363, 24 K.; eltern, die ihre kinder unzüchtige oder doch zum wenigsten untüchtige lieder ... lehren theatr. diabolorum (1569) 352a; veraltet. 44) von abstractis. a) mit näheren bestimmungen: da sie das euszerliche wort so lestern als u. zum glauben Luther 26, 436 W.; demnach het er entschlossen, dieses ... zur regierung untüchtigs leben abzulegen Schütz hist. rerum Pruss. (1592) 1, 5b; dieses müssen sich diejenigen merken, die alle neuere sprachen für barbarisch und u. halten, gelehrte sachen vorzutragen Gottsched das neueste 3, 654; eine vor sich selbst untüchtige materie Breitinger crit. dichtkunst (1740) 1, 357; veraltet. b) ohne nähere bestimmungen: untüchtige (impotente) liebe Steub drei sommer in Tirol 2, 206; unüblich. rechtlich ungültig: wo das (vermächtnisse ohne genehmigung des landesfürsten) beschähe, sol daszelb u. und craftlos sein (1523) österr. weisth. 10, 44; des bapstes procesz (würde) ... u. erfunden S. Franck chron. Germ. (1538) 197b; bau, spruch Schade satiren 2, 206; Grunau preusz. chron. 3, 5; zum bapst ..., welcher den bund cassiret und für u. und unrecht erkant Hennenberger landtafel (1595) 308; und ward das ander gelübde zu nichte und u. Bütner epitome hist. (1596) 287b; antiquare ..., abschaffen als ein altes, untüchtigs ding B. Faber (1587) 63a; nichtig Sattler phraseologey (1631) 285; eine sache u. machen Rädlein (1711) 997b; veraltet. dann ungültig überhaupt, unrichtig, hinfällig, unbegründet u. dgl.: was von meinen lebsen auszgeet, das mach ich nit u. B. v. Chiemsee 80; dieszer glaub Luthers ist untuchtig Luther 8, 274 W.; ein kindischer, untuchtiger grund 19, 457 W.; das der kinder tauffe u. were 26, 167 W.; wie die gantze schrifft ... die werck furwirft als untuchtig 10, 1, 1, 397 W.; voller untüchtigen und unergründten rationibus Paracelsus (1616) 2, 420 H.; ein undüchtige und böse folge J. Marbach v. mirackeln u. wunderzeichen (1571) vorrede 4b; alles, was wir thun, ist richtig, ganz untüchtig Zesen verm. Helikon (1656) 2, 103; untüchtige recepta Paracelsus (1616) 1, 257 B H.; das fundament (der verträge) sei u. Ranke s. w. 2, 184; sonst veraltet. ungewöhnlich: es wären derselben (silbergroschen) in gar untüchtigem preisz etliche tausent von L. nach L. kommen acta publ. 4, 13 P. jejuna oratio, ein schlächte ... red, lAer, u., mangelhaft, ungeblümt Frisius 643b; veraltet. nutzlos, eitel, ungereimt, untauglich: untüchtige frag B. v. Chiemsee 111; untuchtige fabeln Luther 6, 231 W.; die fraw ist fromb, ehrbar und züchtig, mein kuplerey wird seyn untüchtig H. Sachs 17, 118, 21 G.; so sind all unser krafft gar u. Huberinus form zu predigen (1557) 15a; ihr wolt alle gleich und eines standts sein, das ist doch u. und ungereimbt Schlusser peurisch krieg (1573) 22; dies prunkende, untüchtige gelärm Fouqué alts. bildersaal 2, 288; ein untüchtiger, dermalen ganz unausführbarer behelf Dahlmann franz. revol. (1845) 275; veraltet. verachtet: in einer armen, verachten, nerrischen, untuchtigen gestalt 29, 502 W.; veraltet. ruchlos: wider böser leut untüchtigs fürnemmen Fabricius auszug bewerter historien (1599) 735; der gotlosen untuchtige art Schede psalmen 11 ndr.; verwahrlose dein leben nicht mit untüchtigen wercken pers. baumgarten 9, 5 Olearius; veraltet.
15640 Zeichen · 491 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Untüchtig

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Untüchtig , -er, -ste, adj. et adv. der Gegensatz von tüchtig, in der zweyten weitern Bedeutung, die zu einer Sache erfo…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    untüchtig

    Goethe-Wörterbuch

    untüchtig [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    untüchtig

    Rheinisches Wb.

    un-tüchtig: nichtsnutzig; dat es en und.ən Jongen Gummb , Monsch , Jül .

  4. Spezial
    untüchtig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    un|tüch|tig adj. inabl (-i, -a), da püch, da nia.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit untuechtig

3 Bildungen · 3 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von untuechtig 3 Analysen

un- + tuechtig

untuechtig leitet sich vom Lemma tuechtig ab mit Präfix un-.

Alternativen: un-+tuecht+-ig untucht+-ig

Zerlegung von untuechtig 2 Komponenten

untuch+tig

untuechtig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

untuechtig‑ als Erstglied (3 von 3)

untüchtigkeit

DWB

untuechtig·keit

untüchtigkeit , f. , mangel der tüchtigkeit und ihr gth. ; mnd. unduchticheit ( discolia Diefenbach n. gl. 173 a ); mnl. onduchticheit; dän.…