-zeichen Butschky
Pathmos (1677)
einführung x 4
b; Leser
fachwörter 38;
de la Motte Guion das leben, vorber. 113
a; Gottsched
beiträge (1732) 2, 29; von den orthographischen unterscheidungszeichen
sprachkunst (1748) 55;
allg. d. bibl. 9, 2, 7; Göthe IV 38, 183
W.;
gespräche 4, 184
B.; Krünitz 199, 629
ff.;
die tiefsten bemerkungen über die sprache lieszen sich an die u. knüpfen Hebbel 11, 76
W. 77) unterscheiden III 1
entsprechend: die sinnen entstehen durch die natur mit der bewegung in der u. der kräfte J. Böhme (1620) 2, 15; sie essen von diesem allem ohne complimente und zärtlicher u.
discourse d. mahlern 2, 141; die u. von vorstellung und darstellung
M. Mendelssohn 1, 91; was macht das kleine rothe meer für u.! Herder 13, 39
S. 88)
auszeichnung (unterscheiden III 3;
nl. wb. 10, 1454
anm.): welches bei einem desgleichen groszen befehlshaber eine besondere u. war Kleemann
reisen (1771) 96; Merkel
die Letten (1797) 40; ich habe nichts gethan, diese u. zu verdienen Klinger 5, 184; Sonnenfels 2, 3.
veraltet. 99) unterscheiden III 4
entsprechend. 9@aa)
handlung, thätigkeit des unterscheidens: das ir derkennt die underschidung der reinen und des unreinen
erste d. bib. 3, 396, 53; die underscheidung der geist (
discretio spirituum 1. Cor. 12, 10) 2, 92, 8;
so noch heute mit erweiterung des biblischen sinnes die u. der geister; so bleybts nu, das diese unterscheydunge soll geschehen ym essen und trincken Luther 18, 177
W.; und wenn iemand über etwas ihm einen zweifel erregte, wuste er durch spitzige unterscheidungen seine sätze ... meisterlich herum zu drehen Lohenstein
Arm. 1, 455
b; sich in spitzfindige unterscheidungen einlassen Solger
nachgel. schr. 2, 25; diese u. der fälle ist unumgänglich Wolf
v. d. menschen thun u. lassen (1720) 93; ob ... gleich über die poesie der morgenländer mit mancher u. gesprochen werden musz (
obgleich man dabei manche unterschiede machen musz) ... Herder 16, 17
S.;
in der morphologie Göthe II 6, 73
W.; unterscheidungen vornehmen Fichte 3, 27; Schopenhauer 1, 218
Gr.; bei associationsvorgängen Windelband
gesch. d. n. philos. 1
2, 258;
juristische: handwb. d. staatswiss. 5
2, 292;
synonyme: auch dieses hat zu mehrerer deutlichkeit in u. der wörter anlasz gegeben Gottsched
sprachkunst (1748) 56; unterscheidungen gleichgeltender wörter Kinderling (1795) 99; Weigand
syn. 1
2, VI. ein ausnehmender meister in unterscheidungen Herder 15, 230
S.; die persönlichen unterscheidungen Ranke 8, 20. 9@bb)
unterscheidungsfähigkeit, -vermögen, -kraft, vernunft, urtheil: daz hirne ist geteilt in die cameren, die eine camere pfliget des wistuomes (
verstand), die andere der gehugede (
gedächtnis), die dritte der underscheidunge (
vernunft)
Lucidarius 29, 24
H.; mnd. Lübben - Walther 432
b; nach den sprüchen der altväter ist die schwerste tugend und die höchste geistesgabe
δοκιμάζειν, prüfende u. Herder 16, 310
S.; dasz er noch nicht einmal so viel u. hatte, zu sehen ... Lichtenberg
briefe (1901) 1, 123; die jahre der u. das unterscheidungsjahr,
oder -alter,
annus discretionis Campe
verd. wb. (1813) 112
b; Meyer
conv. lex. 2
5, 238
b;
engl. years (
age)
of discretion Murray 3, 1, 435
b, 6
b: butter und honig ... wird er genieszen, bis er die jahre der u. erreicht hat (
Jesaias 7, 15) Jung-Stilling 3, 430
Gr.; vgl. die vernünftigen jahre
th. 4, 2, 2234; was soll ich erst von knaben sagen, die noch keine u. haben, und dennoch mit beneficien überhäuft sind?
M. I. Schmidt
gesch. d. Deutschen (1778
ff) 4, 568; das verlangen des kindes nach u. wuchs mit jedem tage Göthe 23, 138
W. 9@cc)
unterschied: auch die Samaritan schreyben die 5 búcher Moysi mit also vil buochstaben, iedoch haben sy underscheydunge an der gestalt und an den virgeln
erste d. bibel 5, 1, 15; die bein des leibs nemen underscheidung nach der zal und forme der matery Gersdorf
wundarznei (1517) 2
a; auch nach dem grad der farben (
sind die metalle) nicht gleich, sondern in aller u. von einandern Paracelsus (1616) 2, 35 A
H.; die u., die du da machtest zwischen einer realität an sich und einer für uns ... muszt du mir erst demonstrieren Fichte 2, 343; die u. der präsentation und der wahl Savigny
gesch. d. röm. rechts 1, 20; träge klötze, die sich vor ansehen und reichthum, vor allen unterscheidungen der menschen sklavisch beugen Klinger 3, 36;
vgl. standesunterscheidungen Ranke 38, 91; überall musz man sich hüten, bei den farben zu zarte unterscheidungen und bestimmungen zu machen Göthe
gespräche 7, 73
B.; Ritter
erdkunde 3, 231;
vgl. unterscheidungszoll unter e; übrigens wird u.
heute näher aufs verbum bezogen als unterschied (
so schon in einigen der obigen beispiele);
z. b. in die anfangsgründe der grammatik drangen dialektische unterscheidungen ein Ranke 1, 161; H. v. Barth
Kalkalpen 286; Treitschke
hist. u. polit. aufsätze 2
5, 547; ist ein avantageur vom offizierkorps gewählt und eingetreten, so schlieszt die kameradschaft jede weitere u. aus Moltke
ges. schr. 7, 81. 9@dd)
unterscheidendes merkmal, zeichen u. ä.; mnd. wb. 5, 34
a, 1: dorumb die gantz zierung des tabernackels durch besundre gestalt ist ein underscheidung der gegenwertigen kirchen und der zuokúnftigen
erste d. bibel 5, 7, 15; Hippocrates erklärt solche underscheidung der landsart vil eygentlicher Ryff
spiegel d. gesundheit (1544) 8
b; dasz die accente der ältesten spracben nicht accente unsrer art, sondern höhere, notenähnliche unterscheidungen waren, ist ausgemacht Herder 12, 31
S. nimm an, dasz aller unterscheidung bar, sie mir erschien als königin der weiber Grillparzer 3, 186
S. 9@ee)
zusammensetzungen zahlreich; z. b.