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unschmackhaft

nhd. bis GWB · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

unschmackhaft adj. adv.

Bd. 24, Sp. 1339
unschmackhaft, adj. adv., gth. v. schmackhaft 1. mhd. unsmachaft. vgl.ungeschmack, -haft. a) ohne allen geschmack, fade, schal, abgestanden; vgl. ungeschmack 2: stecke ich dann die spitze der zunge ins wasser, so findet man es u. Hegel 7, 1, 395; bildlich u. übertragen: es giebt gemeine (gedanken), die so klar wie wasser, und auch eben so u. sind Ramler einleitung (1758) 4, 75; das alter ..., des lebens unschmackhaften rest Lessing 1, 142; F. Raimund 2, 342; Laube 10, 77. b) 'u. heiszt am gewöhnlichsten so viel als nicht wohlschmeckend, ohne grade übelschmeckend zu sein' Heynatz antibarb. 2, 528, doch auch 'schlecht schmeckend, ungenieszbar': vom brot Hiob 12 470 Karsten, fleisch Sebiz feldbau 117, obst Stieler 1871, brühen Hippel lebensläufe 1, 201 u. s. w. comparativ: Zinck ökon. lex 1001; superl.: Rabener 1, 201. bildlich u. übertragen: man ... kocht einerlei wortkohl immer u. wieder Herder 6, 345; sauerteig, der so lang, so trüb und u. gährte 5, 586; die unschmackhafte arznei der wahrheit Gervinus gesch. d. d. dichtung 3, 360; in verbindung mit bed. a: da unschuldige (vergnügungen) ... für sie zu matt und u. sind E. v. Kleist (1771) 2, 149; freuden Göthe 19, 70 W.; unterhaltungen 20, 229 W.; manche unschmackhafte stunde Herder 8, 480; Göthe IV 4, 288 W. c) ungeschmack 3 c entsprechend, vielfach in mischung mit 3 b: das chaos der abstracten und unschmackhaften grammatikalischen regeln Gottsched das neueste 9, 613; G. Freytag 18, 279; lob Lessing 5, 112; ein immer anhaltendes lächeln wird u. 2, 91, 30; 10, 94; das unschmackhafte zeug der ägyptischen mythologie Herder 6, 335; so schien uns jenes buch u., ja abgeschmackt Göthe 28, 69 W.; bilder Wackenroder werke 2, 14 v. d. L.; die gotischen kirchen und monumente sind überladen und u. Platen tagebuch 2, 804. 'für geschmacklos möchte ich es so wenig als für rebütant oder wiederstehend gebrauchen' Heynatz antibarb. 2, 528. abgeschmackt (mit dem begriff des widrigen) stärker als u. Weigand syn. 3, 881; eine unschmackhafte unterhaltung ist noch erträglich, während eine abgeschmackte unausstehlich wird ebda. d) seltener von personen, an denen oder an deren leistungen man keinen geschmack findet: so kann man kühnlich behaupten, dasz der schauspieler u. werden würde, wenn er beständig natürlich spielen wollte Lessing 6, 144; bald wurden Cicero und Xenophon ... von Hoffmann so u. gefunden, dasz ... Hippel erinnerungen an Hoffmann bei H. v. Müller 1, 15. —
2479 Zeichen · 70 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Unschmackhaft

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Unschmackhaft , -er, -este, adj. et adv. der Gegensatz von schmackhaft, keinen Geschmack habend, was nicht durch den Ges…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    unschmackhaft

    Goethe-Wörterbuch

    unschmackhaft [bisher nicht publizierter Wortartikel]

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit unschmackhaft

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von unschmackhaft 3 Analysen

un- + schmackhaft

unschmackhaft leitet sich vom Lemma schmackhaft ab mit Präfix un-.

Alternativen: un-+schmack+-haft unschmack+-haft

unschmackhaft‑ als Erstglied (1 von 1)

unschmackhaftig

DWB

unschmack·haftig

unschmackhaftig , adj. , gth. v. schmackhaftig: unser gerechtigkait ist ... als ain ... arm, ellend, mager kalbflaisch, das u. ist Keisersbe…

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APA
Cotta, M. (2026). „unschmackhaft". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/unschmackhaft/dwb?formid=U09709
MLA
Cotta, Marcel. „unschmackhaft". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/unschmackhaft/dwb?formid=U09709. Abgerufen 19. May 2026.
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Cotta, Marcel. „unschmackhaft". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/unschmackhaft/dwb?formid=U09709.
BibTeX
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