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unpasz

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

unpasz m.

Bd. 24, Sp. 1224
unpasz, m., gth. v. pasz 6. mnl. nl. onpas; importunitas, intempestivitas Kilian. nur in der verbindung zu u.; wie pasz 6 b α: zu u. (unpäszlich) sein Wiesbaden; untupaas Schmidt-Petersen 150b. wie pasz 6 b γ α α: wies eben zu pasz oder u. kam Gutzkow 3, 217; mit einem zu u. (in streitigkeiten) kommen Schmidt westerw. 284. nicht recht schriftsprachlich. davon unpasz, adj. adv.; etwas jünger als unpäszlich, -keit, die ins 16. jh. reichen. das gth. pasz Staub-Tobler 4, 1657; Adelung 3, 664; Schottel 1373. nl. onpas; bei uns bes. in nd. und md. ma. verbreitet, schriftsprachlich von unpäszlich (s. d.) überflügelt. im 17./18. jh. (Stieler, Kramer, Frisch, Gottsched) von basz melius th. 1, 1153 abgeleitet, mit dem es sich in der ma. (unbâs unwohl Staub-Tobler 4, 1654, unbasz unzufrieden Schmeller 1, 287) auch berührt, aber unbasz (Jan Rebhu weltkucher 2, 32; Reuter Schlamp. krankheit 125 ndr.; Rabener 3, 212; Lessing 6, 356) von Adelung beseitigt (nachzügler k. Müller in Göthes gespr. 5, 280; Th. Huber Holland 293; H. v. Schmid gesch. a. Bayern 17); zusammenhänge mit batten (th. 1, 1158, Weigand-Hirt 1, 166, Liesenberg 132), ahd. unpata lentus, segnis Graff 3, 327, mhd. mnd. unbate, mnl. onbate, nl. onbaat, unbate Kehrein 1, 415, Crecelius 1, 67, unbadem Vilmar 422, Schmidt westerw. 280 unbewiesen. als declinierbares adj. nur mundartlich (ein unpasses kind Staub - Tobler 4, 1657; vgl. J. Paul 49/51, 316), adverbial: sich u. befinden (Buchholtz Herkuliskus 19; maler Müller 3, 339), u. aussehen, sonst durchweg undecliniertes prädicatives adj. in den verbindungen u. sein, werden, sich u. fühlen, verspüren, melden, sich oder jemanden u. ärgern, machen, treffen u. dgl.; u. kommen Doornkaat 3, 473a; zur bed. pasz 6; schriftsprachlich fast nur nosologisch (Nemnich 17c; Krünitz 199, 61; Höfler 456b; früher wie unpäszlich von krank nicht geschieden Zedler 49, 1914. zum heutigen syn. unterschiede s. ungesund, Breitinger crit. dichtk. 2, 395, Iffland 2, 57, höchstens u., nie krank Pückler briefw. 1, 40; selten: wenn er sich nicht daran u. geärgert Chamisso 5, 242), mundartlich auch ungelegen, unbequem (Schmitz Eifel 232, Doornkaat 3, 473a) und vereinzelt allgemeiner: dennoch bin ich seit meiner verehligung mit diesem engel fast immer u. und miszmuthig Castelli 10, 75. sonst wie übel, nicht recht (wohl) zu passe (pasz 6 b α): sie sagen, die fraw sey etwas unpasz Corvinus fons (1646) 14; ich musz sterben, eh' als ich u. bin P. Fleming 1, 331, 21; da ich an meiner wunden u. gewesen A. U. v. Braunschweig Octavia 1, 465; Lessing 17, 12; u. werden der junge Göthe 1, 16 Morris; der gesandte ist u. 19, 89, 2 W.; A. W. Schlegel Shak. 2, 58; es geht mir hier wohl, nur verspür' ich mich u. J. Paul 15/18, 651; sich u. melden K. Fr. Bahrdt leben 3, 9; Z. Werner söhne d. thales 1, 6; Holtei erz. schr. 37, 169; Rosegger 11, 35; das währte, bis das unmasz des segens ihn machte u. Rückert 11, 343; da der minister 'u.', so ... Roon denkw. 1, 340. unpaszsein, n. Krünitz 199, 61.
3071 Zeichen · 105 Sätze

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    unpaszm.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    unpasz , m. , gth. v. pasz 6. mnl. nl. onpas; importunitas, intempestivitas Kilian. nur in der verbindung zu u.; wie pas…

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unpasz‑ als Erstglied (1 von 1)

unpaszlich

DWB

unpaszlich , adj. adv. , gth. von paszlich. nl. onpasselijk, dän. upasselig, schwed. opaslig. vgl. unpässig. 1 1) gth. v. paszlich 1, unpass…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „unpasz". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 17. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/unpasz/dwb?formid=U09251
MLA
Cotta, Marcel. „unpasz". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/unpasz/dwb?formid=U09251. Abgerufen 17. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „unpasz". lautwandel.de. Zugegriffen 17. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/unpasz/dwb?formid=U09251.
BibTeX
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