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unnot

mhd. bis nhd. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
5 in 5 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

unnot f.

Bd. 24, Sp. 1208
unnot, f. , gegenstück zu not. veraltet und mundartlich. mhd. unnôt. vgl.unnotdurft, -dürftigkeit, -wendigkeit, unnötigkeit. AA. substantivisch. A@11) grosze not Fischer schwäb. wb. 6, 205. Höfler 450a. A@22) eine in wirklichkeit nicht vorhandene notlage (vgl.not A I 3) Chemnitz 2, 103. A@33) not A II entsprechend: Fischer a. a. o.; dasz also eine unnoht seyn würde ... zu wiederholen Schottel haubtspr. 316 u. ö.; A. U. v. Braunschweig Oct. 1, 607; es ist, wäre kein u., nicht überflüssig Staub-Tobler 4, 857; abundantia, exsuperantia, nimietas, supervacuum Stieler 1338; en u. etwas überflüssiges Staub-Tobler a. a. o.; veraltet und mundartlich. Türkensteuer (1475) Unger-Khull 610b; vgl. unpflicht, undurft, ungeld 6. unnotelein, unnötlein, unnoteler wer es immer eilig hat, wichtigtuer, unmüssiges weib Fischer 6, 206. Unnot als hausname, wirtshausschild, Unnothof ebda; über schweiz. Un(n)ot als ortsname s. Staub-Tobler 1, 299 f.; 4, 857; Buck flurnamenb. 285. BB. adverbial (wobei auch die unter not B angeführten adjectivischen verwendungen berücksichtigt sind): B@II.: u. ich dir das sagen sol (für: es ist nicht nötig, dir zu sagen) H. Sachs 21, 57, 30 G.; vgl. not B II 4 c. unnöte gern els. wb. 1, 794b. unnute ungern Jecht Mansfeld 116a; Bruns volkswörter d. prov. Sachsen 70b; mnd. unnode, nd. unnod(e) weit verbreitet; Stosch gleichbed. wörter 3, 390; Doornkaat 3, 472b; ahd. unnôto, mhd. unnôte, nothe th. 7, 930, 1; zur bed. un IV C und mnd. wb. 5, 66b, mnl. wb. 5, 841. B@IIII. mit präpos. von (vgl.not B II 6): es were von unnot sie ... sehen zu lassen ratsverlasz 1577 anz. f. k. d. d. vorzeit n. f. 24, 254; war ihm solch gebet von unnoten gewest Carlstadt bepstl. heilickeit b 3a; sonst umgelautet: geschäftssprachlich von unnöthen seyn reichstagsabsch. 1524, § 3, 33; Nürnb. reform. 6a, 184a; (Christum) welchen sie tzwifach uns von unnötten achten Luther 8, 552, 12 W.; Chemnitz 1, vorr. 3; von Sanders 2, 448b noch aus dem 18./19. jh. belegt; veraltet. dafür unvonnöten (s. d.; Frisch 2, 21c), unnöten (so were u. gewesen das buch ze verbrennen Tschudi chron. 1, 158), vgl.nöten unter not B I 2. CC. adjectivisch; vgl. unnöt Zimm. chron. 4, 389, 3, unnöter sach ohne nötigung Fischer 6, 206, ungenot, unnötig, notlos: (es) sey inen ... weyter unnot guoter werch B. v. Chiemsee 23; Zinkgref apophthegm. 24; lehnsurk. Schlesiens 1, 440; alle ding, so geweyhet werden, seind unnutz oder unnot Eberlin v. Günzburg 2, 13 ndr.; so ist ein geldgeitziger am aller unnothesten bei einem andern geitzigen Chr. Thomasius unvernünftige liebe 271; von der sprache ist unnoth zu reden Herder 16, 46; 13, 166; schaden, der unnoth ist Görres 3, 64. es ist unnötens Butschky kanzelley 688. unnot [] scheinen (Gries verl. Roland 3, 31), werden (Herder 24, 352), sich u. machen 17, 304; für u. halten u. dgl. Luther briefe 5, 52, Chemnitz 2, 267; es tut mir nicht u. habe guten grund Staub - Tobler 4, 857; Blaurer briefe 2, 593; Tschudi chron. 1, 511. DD. gern elliptisch: da von unnot zu schreiben Luther 23, 455; B. v. Chiemsee 53; Lindener 27, 29; Zinkgref ged. 10 ndr.; Erlach volksl. 1, 81; Abele gerichtsh. 358. —
3222 Zeichen · 127 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    unnôtstf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +2 Parallelbelege

    unnôt stf. das gegentheil von nôt. mir ist vil unnôt, daʒ ich durch handelunge iht verre strîche Walth. 35, 6. des wære …

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    unnôtsubst.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    unnôt , subst. ( Dat. Pl. -nö̂den ) : (nur Vbdg:) van unnö̂den unnötig, „ is allenthalven notorftichlick vorhalt unde, u…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    unnotf.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    unnot , f. , gegenstück zu not. veraltet und mundartlich. mhd. unnôt. vgl. DWB unnotdurft , -dürftigkeit, -wendigkeit, u…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit unnot

20 Bildungen · 19 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von unnot

un- + not

unnot leitet sich vom Lemma not ab mit Präfix un-.

unnot‑ als Erstglied (19 von 19)

unnotdürftig

DWB

unnot·duerftig

unnotdürftig , adj. adv. , gth. von notdürftig. mhd. unnôtdürftec; mnd. unnôttorftich; mnl. onnootdorftich; nl. onnooddruftich. vgl. unbedür…

unnotdurft

DWB

unnot·durft

unnotdurft , f. , gth. von notdurft 1. mhd. unnôtdurft; nl. onnooddruft. vgl. DWB unnot , -dürftigkeit, -wendigkeit: wil ich flysz ankeren .…

unnotdürfticlīche

KöblerMhd

unnotdürfticlīche , Adv. nhd. ohne Not Q.: Secr (1282) (FB unnotdürfticlīche), NP E.: s. *unnotdurfticlich? W.: nhd. (ält.-tirol.) unnotdürf…

unnôtec

Lexer

un-nôtec , un-nôtic adj. BMZ der not enthoben, wolhabend Er. 1832. Kindh. 85,52.

unnoterwis'

MeckWB

unnot·er·wis

Wossidia unnoterwis' unnötigerweise: argere Di nich unnotherwis' Derb. 2, 149.

unnôthaft

Lexer

unnot·haft

un-nôthaft adj. Ernst B. 4777. Karl 3290. Amis 490. Kindh. 85,52 var. Stauf. 596.

unnotsam

DWB

unnot·sam

unnotsam , adj. , gth. v. notsam: Freiburger stadtr. 20 a ; Xylander Plut. 143 b , 369 a . —

unnôt(t)orftich

MNWB

unnôt(t)orftich , -troftich , -turftich , -truftich , adj. : unnötig, „ dat gy ok neynen vnnoturfftigen geferligen vpschuft der sake begeren…

unnotwendig

DWB

unnot·wendig

unnotwendig , adj. adv. , gth. von notwendig. nl. onnoodwendig. unnötig 4 entsprechend: onnotwendig kriegen J. v. Watt 3, 43 ; ein onnotwend…

unnotwendigkeit

DWB

unnotwendig·keit

unnotwendigkeit , f. , gegentheil von notwendigkeit 3: forstordnung von 1678; Hohberg georg. 2, 69 ; allgem. d. bibl. anh. 25/37, 2878; Gril…

unnotwendiglich

DWB

unnotwendig·lich

unnotwendiglich , adv. Schwartzenbach 94 b ; Schweikhart z. Helfenstein Basilius 349 ; Fischer schwäb. wb. 6, 206 . veraltet.

Ableitungen von unnot (1 von 1)

unnôte

Lexer

un-nôte adv. ungenötigt, freiwillig Oberl. 1849 ;