Hauptquelle · Adelung (1793–1801)
Unmuth
Der Unmuth , des -es, plur. car. der Gegensatz von Muth doch nur in der veralteten Bedeutung der Fröhligkeit, der Freude, wo Unmuth deren Gegensatz bezeichnet, d. i. lebhafte unangenehme Empfindung eines Übels, besonders einer fehlgeschlagenen Absicht, für Verdruß, wo es einen etwas stärkern Grad als Unlust zu bezeichnen scheinet, übrigens aber auch oft gebraucht wird, diesen ganzen Zustand des Gemüthes, ohne nähere Bezeichnung des eigentlichen Grades der Stärke oder Schwäche, auszudrucken. Um meinen Unmuth zu zerstreun, Gell. In Unmuth hinziehen, 1 Kön. 20, 4; in Zorn und Verdruß. Durch Murre…