Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
unkunde f.
unkunde , f. , mangel der kunde u. ihr gth.; ahd. unchundî, mhd. unkünde ( vgl. unkündy unten 5, schweiz. uchündi Bühler Davos 1, 190 ; 2, 95), unkunde, mnd. unkunde, mnl. onconde, nl. onkunde. vgl. unkündigkeit, -kündlichkeit, -kundschaft. wie unkenntnis im nhd. erst gegen ende des 18. jhs. häufiger geworden. 1) nichtkennen, unbekanntheit: unkunde macht unfreundschafft Lehman florileg. 3, 443 ; mnl. wb. 5, 778; nl. wb. 10, 1712; vgl. unbekannt 5 sp. 301; auch seinen freund schlug mancher aus unkunde todt Droysen Äschylus 302 ; aus u. der selbstbeherrschung Ruge briefw. 2, 68 . unüblich. vgl. …