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ungewinn

nhd. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

ungewinn m.

Bd. 24, Sp. 913
ungewinn, m., gegenstück zu gewinn; im nhd. selten geworden (für das 17. jh. stehen hier keine zeugnisse zu gebote); ohne plural. mhd. ungewin schaden, nachtheil, unglück, verlust, niederlage. mnl. ongewin, nl. veraltet. vgl. übergewinn, miszgewinn, nichtgewinn; unfromme, m.; schaden, nachtheil, einbusze, verlust, beeinträchtigung, benachtheiligung, abbruch u. dgl. (Sanders syn. 1882, 18 ff.) die nhd. verbindungen zehren von der entwicklung der ä. spr., selbständiges scheint bis ins 18. jh. kaum versucht zu sein: das wirt ewr ungewin Neidhart Fuchs 175 B.; das wär mein ungewyn Hätzlerin 9; da wirt grosz jamer und not sein zuo schawen, grosz hertzenlaydt und ungewin Ph. Wackernagel kirchenl. 3, 771; artzney doselbst bringet ungewin betb. (1518) b ivb; will ich mich in ewern willen begeben, wie grosz ich meinen ungewyn damit thuon würd Wickram 1, 317, 19 B.; in iammer und ungewyn Hätzlerin 76; Schmid schwäb. wb. 532; noch ungewing pfarrer v. Kal. 1491 (vgl. th. 4, 1, 3, 5892 c); mit ungewin Forsters fr. t. liedl. 172, iv 3 ndr.; auff sein schaden und u. b. d. liebe 263a; seit ende des 18. jhs. wird es von dichtern, die sich mit der ä. spr. beschäftigen, erneuert: dennoch wird in kurzen alle gnade (der Fortuna) ihren buhlen oft zum ungewinn Bürger 57a. dein vortheil ist des nachbars ungewinn Rückert 7, 278; 1, 161; 8, 376: so du zurücke bliebest, desz schöpft' ich ungewinn Scheffel 2, 175 (Walth. 197). nachdenkendes sprachgefühl sucht das wort gelegentlich fest zu halten; wir erwarten wenigstens einen warmen dank, und erhalten im eigentlichsten verstande ungewinn und schaden Ramler an J. A. Ebert (1776) Herrigs archiv 23, 21; es ist seither dieser streit beiden theilen zum ungewinn ... ausgeschlagen Görres hl. allianz 100. Campe verdeutschte lucrum cessans mit u. zog es aber Löwes einwendungen gegenüber ('u. ist ein solcher gewinn, durch dessen erlangung ein verhältniszmäszig gröszerer schaden entstanden ist') zu gunsten von miszgewinn zurück (verd. wb. 1813, 402). ohne zusammenhang mit der alten spr. und ohne Campe zu nennen, wiederholte Sanders syn. (1882) 19, u. für schwächer als verlust erklärend, den versuch, u. für lucrum cessans (vgl. negativer schaden, entgangener gewinn, gewinnseinbusze, -hinderung, -mangel) nutzbar zu machen; wieder ohne erfolg für die rechts- und gemeinspr., vergleicht aber: doch hüpft im haupte noch der rege sinn ... er sträubt sich vor des schlafes ungewinn Kinkel ged. 294. —
2474 Zeichen · 69 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    UngewinnDer

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    Der Ungewinn , — es, Mz . u. der Mangel des Gewinnes, Vortheils und dessen Gegentheil, Nachtheil, Schaden, Unglück. Sie …

  2. modern
    Dialekt
    Ungewinn

    Schweizerisches Idiotikon

    Ungewinn Band 16, Spalte 241 Ungewinn 16,241

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ungewinn

8 Bildungen · 8 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von ungewinn

un- + gewinn

ungewinn leitet sich vom Lemma gewinn ab mit Präfix un-.

Zerlegung von ungewinn 2 Komponenten

ung+e+winn

ungewinn setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

ungewinn‑ als Erstglied (8 von 8)

ungewinnbar

DWB

ungewinn·bar

ungewinnbar , adj. , gth. v. gewinnbar: u. durch geschenke ... leistete er ... J. v. Müller 1, 153 ; so war sie ( die unbefangenheit ) eben …

ungewinnec

BMZ

ung·e·winnec

ungewinnec adj. nicht gewinnend. wir wâren sô unsinnic, der sælden ungewinnic Mart. 66. d.

ungewinnic

Lexer

ungewin·nic

un-gewinnic adj. BMZ nicht gewinnend Wh. v. Öst. 41 b . Mart. 66,94.

ungewinnlich

DWB

ungewinn·lich

ungewinnlich , adj. adv. , veraltetes gth. v. gewinnlich. mhd. ungewinlich, -lîche; mnl. ongewinlijc ( auch ongewinsaem). passiv ' uneroberl…

ungewinnsthaft

DWB

ungewinnsthaft , adj. , gth. v. gewinnsthaft: auff den ungewinnsthafften zechen Chr. Meltzer (1684) zs. f. d. wortf. 13, 114 b ; Frisch 2, 4…