Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
unerwogen part.-adj.
unerwogen , part.-adj. , nicht erwogen: so bleibt der sachen recht nicht unerwogen Weichmann poesie d. Niedersachsen 3, 134 ; Gellerts unerwogenen ausdruck Voss krit. blätter 1, 465 . im gen. abs. ich musz zwar bekennen, dasz ich unerwogener ursache .. die grosse kühnheit .. ergreiffe Neumark fortgefl. lustwald 2, 107 . ich habe unerwogen über den gänsekiel springen lassen, was ich auf dem herzen von ihm wuszte Chamisso 5, 276 . wie unerachtet ( s. d. ) besonders in der geschäfts- und kanzleisprache des 16. bis 18. jhs. präpositions- und conjunctionsartig gebraucht. gegentheil erwogen ( Schott…