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unbegründet

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

unbegründet adj. adv.

Bd. 24, Sp. 288
unbegründet, adj. adv., mhd. unbegrunt Jelinek 750, gegentheil von begründet in prägnanter übertragener bedeutung; heute synonym mit grundlos, ungegründet; diese stellen den grund, unbegründet eigentlich nur die begründung in frage: eine zwar noch unbegründete, aber keineswegs grundlose (ungegründete) behauptung; auf seinen ... ungegründeten ... beweisz Böhme 6, 165; in dem falle einer .. ungegründeten klage Schmidt gesch. d. Deutschen 1, 308; nl. ongegrond wb. 10, 1592; n. ugrundet; schwed. ogrundad; Staub-Tobler 2, 778; onbegrönnt luxemb. 313b. an verbale auffassung streifend: in der reinen sage unbegründet für nicht begründet W. Grimm heldens. 184; J. Grimm kl. schr. 1, 272; der zustand einer sehr mangelhaften unbegründeten kenntnisz Savigny beruf 50. im 16. jh. vorhanden, leidet das adj. unter dem von Heynatz antib. 1, 213 f. vertretenen vorurtheil gegen das wort begründen ('begründen ist eigentlich oberdeutsch, wird aber in hochdeutschen schriftstellern immer häufiger' 1, 213). erst im 19. jh. setzt es sich durch: umb einer solchen unbegründten hoffnung willen hab ichs (das scheidewasser) nit gar auszmachen oder brennen wöllen Escher beschr. 68a; der unbegründte gebrauch unter dem gemeinen volk ist ein miszbräuchliche verfälschung Harsdörffer gesprechsp. 3, 309; zumalen dieselbe (die reputation) meistens unbegründet und zertheilet ist discourse der mahlern 1, 8. 4; auch diese unterscheidungen sind nicht unbegründet Sömmerring menschl. körper 8, 1, 253; es ist eine gänzlich unbegründete vermuthung Peschel völkerkunde 225; unbegründeter tadel ist manchmal eine feine form der schmeichelei Ebner-Eschenbach 1, 13; erklärt das vormundschaftsgericht die ablehnung für unbegründet bürgerl. gesetzb. § 1787, 2. subst.: die schöpfung .. erscheint als etwas rein unbegründetes Schleiermacher I 12, 37. adv.: wenn jemand einen rechtschaffenen ... gelehrten boshaft und unbegründet als einen dummkopf ... darzustellen sucht K. L. v. Haller rest. 2, 99; diejenigen aber, die so unbegründet stellen in den tagebüchern deuten Pückler br. 4, 72; unbegründt g'schwullen unerhört angeschwollen Staub-Tobler 2, 778. steig.: noch unbegründeter ist die vermuthung Humboldt kosmos 1, 42; die unbegründetsten beschwerden. —
2260 Zeichen · 59 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Unbegründetadj, adv

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    Unbegründet , adj . u. adv . nicht begrübelt, nicht begründet, mit keinem Grunde oder keinem sichern festen Grunde verse…

  2. Spezial
    unbegründet

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    un|be|grün|det adj. 1 infondé (-dá, -dada), iniustifiché (-cá, -cada) 2 demotivé (-vá, -vada).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit unbegruendet

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von unbegruendet

un- + begruendet

unbegruendet leitet sich vom Lemma begruendet ab mit Präfix un-.

unbegruendet‑ als Erstglied (1 von 1)

unbegründetheit

DWB

unbegruendet·heit

unbegründetheit , f.; nl. ongegrondheid; dän. ugrundethet: er ging ... zurück, nur um diesen ausdruck in seiner unbegründetheit .. zu rechtf…