unähnlich,
adj. adv. ,
durch un-
eingeschränktes ähnlich.
nl. ongelijk
nl. wb. 10, 1611;
engl. unlike;
dän. ulig;
schwed. olik.
s. ungleich.
nhd. formen: unenlich Seb. Franck, Schaidenraisser; unehnlich Mathesius, Nas, Lohenstein
u. s. w.; uneinlich Alberus; unAenlich Heyden, Corvinus, Agyrtas, Bellin; unähnlich
schon bei Nigrinus
und seit dem ende des 17.
jhs. durchgedrungen. unenlich
tritt erst hervor, als der compositionscharakter des anelich (Wilmanns
gr. 2, 477)
undeutlicher geworden. die belege reichen nicht über das 16.
jh. zurück. alle formen ausschlieszlich von ein
abzuleiten und dieses einlich
dem gleich
etymologischbegrifflich entgegenzusetzen, scheint nicht möglich (
zeitschr. f. d. wortf. 6, 99; Kluge 9
b; Mauthner
wb. der phil. 2, 531).
des neueren, der philosophie und den naturwissenschaften unentbehrlichen unterschieds von gleich (Paul 220)
und ähnlich, ungleich
und unähnlich,
homolog und analog (Eisler 21. 27. 299. 330; Eberhard-Lyon 597
17; Mauthner
wb. der phil. 1, 15. 365)
bemächtigt sich die sprache erst allmählich. noch Lichtenberg
sagt: in Frankreich theilte man die gebratenen tauben ... in unähnliche hälften
erklärung 3, 224.
s. u. Göthe I A 3
und Ebner-Eschenbach C 2.
vgl. auch verschieden
th. 12, 1074.
die ältere lexikographie (Kluge
a. a. o).
unterscheidet die etymologisch, wenn nicht zusammenfallenden, so doch verwandten wörter gar nicht oder unzureichend. dissimilis ungelich Diefenbach
gloss. 186
c;
diversus .. vngleich, vnAenlich, wider einander Corvinus
fons latinitatis 959; unähnlich,
dissimile v. ungleich Kramer (1678) 1146
a; ungleich, ungleichformig, unähnlich 1162
a; unähnlich, ungleich (1719) 2, 223
b; unAenlich,
dissimilis, dissentaneum. der wahrheit unanlich
alienum a veritate, vero contrarium Stieler 29; unAehnlich
dissimilis, diversus Dentzler 321
b; unähnlich
dissimilis, dispar Steinbach 1, 22; unähnlich
dissimilis. nicht viel unähnlich seyn
non multum discrepare Frisch (1741) 1, 15
b; unähnlich
adj. ongelyk, niet gelykende, verschillend Kramer-Moerbeek 2, 359
b;
contrastieren, unähnlich,
verschieden seyn Kinderling
reinigk. d. deutsch. spr. 218; 'unähnlich,
nicht ähnlich, verschiedene unterscheidungsmerkmahle habend' Adelung 4, 829.
dabei ist denn immer noch verkannt, dasz gleiche eigenschaften nicht ausgeschlossen sind und nur die ungleichen die gleichen überwiegen Eisler 2, 1; unähnlich
verneint und schränkt nur die annäherung an die gleichheit ein. un-
hebt selten (
z. b. Liebig
unter B 3,
vgl. 4)
die ähnlichkeit auf; in der regel modificiert es die positive eigenschaft, daher denn auch ausdrücke mit zugefügtem sehr, fast, ganz, so, völlig
u. a. überwiegen. charakteristisch ist die häufige litotes nicht unähnlich:
nicht nur in dem gewöhnlichen mildernden sinne ziemlich, leidlich ähnlich,
sondern auch im sinne der entschiedenen verstärkung; s. u. Schaidenraisser.
durchweg wird unähnlich
mit dem dativ verbunden Wilmanns
gr. 3, 647
f., und zwar hauptsächlich prädicativ (I),
später und weniger häufig attributiv (II)
und in selbständigerer stellung appositiv (III) Wilmanns 3, 735
f. manche ausdrücke tragen den stempel der übertragung aus dem lat. '
dissimilis, veri dissimilis, impar, diversus, incongruens'.
das adv. ist im appositiven gebrauche fast ganz aufgegangen. II.
das adj. I@AA.
prädicativ, in verbindung mit verben wie sein, werden, machen, sehen, aussehen, lassen, scheinen
u. a. I@A@11) unähnlich
in beziehung auf die äuszere beschaffenheit, gestalt und form: bistu jhme nit vnenlich Schaidenraisser
Odyssea (1537) 10
a (1, 209), wunder gleich Voss; ein wildes thier, musmon mit namen, .. vnsern zamen schaffen nicht vast vnAenlich ist Heyden
Plinius (1565) 252; das lange i kOente man (
in der schrift) bilden nach der NiderlAender ij, welches aus zweien ii zusammen gewachsen ist und dem griechischen
η ... nicht unAenlich sihet Bellin
hochd. rechtschreibung (1657) 12; in dem sie (
d. irdtöpfe) .. untereinander sehr unAehnlich seyn Prätorius
anthropodemus plutonicus 1, 54; gleicher gestalt sind so wol die gemAehlde des Apelles als die säulen des Phidias einander unAehnlich gewest Lohenstein
blumen (1680) 5 d; nachdem ... ein edelman ... zu dem doctorlein kOempt, der einem buben nicht unehnlich war, spricht er Hertzog
schiltwache k v; der kopfputz besteht manchmal aus einer hohen, runden mütze, die einer husarenmütze nicht unähnlich sieht Forster 2, 296; und da ich auch Ginevren nicht so gar ähnlich bin, ... so konnt ich leicht für sie genommen werden Gries
Ariostos rasender Roland 1, 126; die weibchen (
des kiebitz) ... sehen den männchen nicht unähnlich Naumann
naturgeschichte d. vögel (1822) 7, 274; in diesem punkte ähneln sich alle zeiten, alle jahrhunderte, mögen trachten, bräuche, sitten und unsitten sich noch so unähnlich sein Holtei
erz. schriften 6, 8; durch die geleise ging .. ein dumpfes getöse, das .. den hufschlägen eines heranbrausenden reitergeschwaders nicht unähnlich war Hauptmann
bahnwärter Thiel (1892) 27. I@A@22)
in beziehung auf wesen, art, bedeutung, charakter, inhalt: doch siehets der warheyt nit vnenlich Franck
chron. Germ. 205
a; er war aber am glauben vnnd sitten von natur seinem vatter vnenlich 71
a u. o.; denn das schmeltzen, so noch heutiges tags in diesen landen im brauch ist, sihet diser alten arbeit nicht fast vnehnlich Mathesius
Sarepta (1571) cxlvii
b; das bekAendtnss der zAeuberschen, welches vnmglig vnd der warheit vnAehnlich ist (
cum veritate haud congruit) Nigrinus
von zäuberern 354; es sind aber viel arten zu reden, welche der wahrheit unAehnlich scheinen Harsdörffer
frauenzimmergesprechspiele 2, 159; die sprachen welche .. ihrem vorigen angebohrnen glantze gar unAehnlich .. werden Neumarck
palmbaum 2; dann die hoffsprache, welche .. durch so viele ableitungen der bedeutunge ihr selber gantz unehnlich wird Morhof
unterricht v. d. d. sprache 1, 109; dieser halsz .. .. dieser hände helffenbein .. werden dich, mein Roberthin, offt dir selbst unähnlich machen und dir allen muth entziehn Simon Dach 727; unAehnlich ist ihm nichts, als dasz er fehlen soll Treuer
deutscher Dädalus 1, 392; exempel, die ihren .. mustern .. unähnlich sind Kästner
verm. schriften 1, 38; ich füge gleich ein andres schreiben bey, weil es dem innhalte des vorhergehenden nicht ganz unähnlich ist Cramer
nord. aufseher 1, 56; dasz wir diesz trauerspiel (
Titus Andronikus) seinem (
Shakespeares) genie nicht nur unähnlich, sondern entgegengesetzt finden Gerstenberg
rec. 158, 29; was Hymen dem Aedon im traume sagt, läszt einer predigt nicht unähnlich 133, 30; indess war die unvermeidliche folge dieses aufenthalts, dasz sie in eine grosse abhängigkeit von Frankreich, die zu zeiten einer staatsgefangenschaft nicht unähnlich sah, geriethen Schmidt
gesch. der Deutschen 3, 447; eine gesellschaft gelehrte, die einander nicht kennen und sich gänzlich unähnlich sind Lenz
vertheidigung des herrn W. 19; wie hat Shakespear seinen Hamlet vorgezeichnet? ist er Ihnen denn so ganz unähnlich? Göthe 22, 175
Weim.; die gewohnheit hatte beide jungen leute, so unähnlich sie sich waren, zusammen verbunden 22, 110
Weim.; daher es seinem ursprunge unähnlich wird, und dessen begreiflichkeit verliert Adelung
magazin f. d. deutsche sprache 2, 2, 97; keine nation war sich in ihren verschiedenen stämmen unähnlich wie .. dieses volk Niebuhr
röm. gesch. 1, 64; solche, die den christlichen völkern leicht unähnlich wären Ritter
erdkunde (1822) 1, 412; er (
Lichtenberg) hatte gehört, jeder gute kopf müsse einmal in seinem leben verse gemacht haben, und es sähe ihm gar nicht unähnlich, wenn er dieser pflicht absichtlich genüge geleistet hätte Gervinus
gesch. d. d. dicht. (1853) 5, 169; ich bekenne mich Ihren schüler, und doch ist der schüler .. fast in allem unähnlich geworden J. Grimm
kl. schriften 1, 114; er war einem auszerordentlichen botschafter nicht unähnlich Holtei
erzähl. schriften 10, 200; sie ... ist auch schon in dem alter, wo man weisz, wie unsicher und jedenfalls wie ganz unähnlich dem früheren jedes spätere zusammenleben ist Droste-Hülshoff
br. an L. Schücking 307; zwei, die sich lieben, sind einander so unähnlich, dasz der verstand nicht weisz, was sie bewegt so sehnlich Rückert 8, 509; ein buch musz .. eine erste und eine letzte zeile haben und wird insofern einem organismus allemal sehr unähnlich bleiben Schopenhauer 1, 10; nie hatte ein tag dem andern so unähnlich gesehen Ludwig 2, 192; der haushalt, in welchen der knabe versetzt wurde, war dem des vaterhauses so unähnlich als möglich Freytag 1, 68; nicht unähnlich war der gedankengang eines aufsatzes über den offizierberuf gewesen Meinecke
leben d. generalf. v. Boyen 1, 37. I@A@33)
im logischen, naturwissenschaftlichen und mathematischen sinne, insbesondere zum unterschied von gleich: dasz nun, was der idee nach gleich ist, in der erfahrung ... sogar als völlig ungleich und unähnlich erscheinen kann Göthe II 6, 12
Weim.; wesen, die ..., der anlage nach gleich sind, in der erscheinung aber ... ungleich oder unähnlich werden können II 6, 10
Weim. (
zur morphologie); combination, in welcher die flächen einer gestalt durch ungleichartige und unverhältniszmäszige ausdehnungen einander sehr unähnlich geworden sind Oken
allg. naturgesch. (1839) 1, 70. I@A@44) unähnlich
in der kunst mit bezug auf den begriff der μίμησις und der schönen abwechslung: es müssen also in einem gedichte .. die gemählde, zwar annehmlich, doch der natur nicht unähnlich, .. seyn Petrasch 1, 297; er steht in seinen mantel zusammengenommen, der auf beiden seiten fast symmetrische falten wirft, die aber durch ganz leise veränderungen einander völlig unähnlich gemacht worden sind Göthe 47, 229
Weim. (
ferneres über malerei); ein geliebtes bild, selbst wenn es unähnlich ist 20, 213
Weim. I@BB.
als attributives adj. I@B@11)
von äuszerer beschaffenheit, gestalt und form: ein grosses und einer kleinen stadt nicht unAehnlichen dorffe (!)
polit. maulaffe 119; Micipsa erwehlte hierauff einen gemeinen ihm nicht unehnlichen Numidier Lohenstein
Arminius 1, 861
b; auch fand er in einem nicht unähnlichen lande nichts von den zieraten von China Haller
Usong 36; wenn es Hallers endzweck ist, uns in seinen Alpen den enzian, und seinen blauen bruder, und die ihm ähnlichen oder unähnlichen kräuter versmäszig kennen zu lehren Herder 3, 140; an ihrer seite sieht man völlig unähnliche nachbarinnen Göthe 48, 111
Weim.; die der erde ähnlichen gestirne, vielleicht auch gar die unähnlichen II 4, 119
Weim. I@B@22)
vom wesen und charakter: (
einen) vortrag .. mit .. nicht ganz unähnlichem geistigen wesen .. wiederholen Göthe 25, 237
Weim.; unähnliche zustände der seele haben nicht ähnliche ausdrücke des angesichts, und ähnliche zustände nicht unähnliche ausdrücke Lavater
fragmente 1, 59; es ist kein vorzug mehr, ein römischer bürger zu sein, wenn ..
unter dem namen von territorialunterthanen adel, erbgesessenheit, wachszinsigkeit, erbpacht und heuer durcheinander gemengt, und für diese unähnliche masse nur einerlei recht gewiesen werden kann Möser 2, 10; es kommt weniger darauf an, welche unter zwey doch nicht ganz unähnlichen beschaffenheiten dieser oder jener stelle die richtige ist, als auf den geist und karakter des gedichtes im ganzen Friedr. Schlegel im
Athenäum 1, 117; .. von unserm muth und wehre-stand, doch so unähnlichen begriff erwecken? Ayrenhoff 5, 719; sein schatzkästlein und sein collegium pietatis bestand aus drei unähnlichen bänden: Kant, Jacobi und Epiktet Jean Paul 10, 428. I@B@33)
wissenschaftlich: wenn man nun die zusammen setzung derjenigen verbindungen, die bei gleicher krystallform nicht zusammen krystallisiren, mit denen vergleicht, welche unter denselben umständen gemischte krystalle bilden, so zeigt sich, dasz die ersteren eine unähnliche, die anderen eine in allen stücken ähnliche zusammensetzung besitzen Liebig
chem. briefe (1844) 70. I@B@44)
künstlerisch: wie ein vollkommen ähnliches miniaturgemälde einem in natürlicher grösse gemalten, aber unähnlichen porträt vorzuziehen ist Schubert
verm. schriften 3, 234. I@CC.
appositiv, selbständiger, unflectiert vor- oder nachgestellt. I@C@11)
äuszerlich: die selbigen sind blind, so sy erst geboren werden, an fssen vnd anderen glideren den alten vnAenlich Gesner
thierbuch (1563) 170; ein mänsch von dem viertAegigen fieber verzehret vnd ausgedOerret, einem schatten nicht vnAehnlich Moscherosch
insomnis cura parentum 33
neudr.; dasz der zucker, welcher, dem saltz nicht unAenlich, auch wachse Agyrtas
grillenvertreiber 45; ein reisicht oder gestrAeuch, denen weinreben nicht unAehnlich Abraham a S. Clara
etwas für alle (1699) 2, 5; an dieser küste wohnten einwohner, den Finnen nicht unähnlich Haller
Alfred 220; eine emporlaube, .. einer halben dornenkrone nicht unähnlich Ludwig 1, 142. I@C@22)
wesenhaft: eine kleine kurtzweile, einer comOedia nicht unAehnlich
volksbuch v. geh. Siegfried 89
neudr.; nechst gemeldtem nicht vnehnlich Guarinonius
grewel der verwüstung 77; die fiebererschütterung, .., ganz unähnlich jener wahren erhebung des gemüths Herder 22, 257 (
Kalligone 3); unaussprechlich süszer, unbeschreiblicher auftritt des schauens — sehr ähnlich und unähnlich der erwartung Göthe
gespräche 1, 31; hiernächst das silberne geschlecht, dem vorigen (
goldenen) an wuchs und gesinnung unähnlich Voss
antisymb. 209; ein dichterischer pantheismus, nicht ganz unähnlich der neu-Platonischen philosophie Fr. Schlegel 1, 151; und in dieser methode, das recht zu finden und zu weisen, haben sie ihren eigenthümlichsten wert, darin den germanischen schöffen unähnlich Savigny
v. beruf uns. zeit für gesetzgebung u. recht (1814) 31; der vater ging, einem besiegten feldherrn ... nicht unähnlich, der bei der feier des .. friedensschlusses öffentlich erscheinen soll Holtei
erzähl. schriften 4, 38; wie er (
Atta Troll) menschen viel' und städte einst gesehn, auch viel erduldet, gleich dem edlen Laertiaden, diesem nur darin unähnlich, dasz die gattin mit ihm reiste seine schwarze Penelope Heine 2, 362; man bemerkte ... an Ditha .., dasz sie an gewittertagen ... freudig gestimmt sei, unähnlich den andern mädchen und frauen, welche gewöhnlich gewitter fürchten Stifter 3, 100; er scheint noch höher gestrebt zu haben; denn, unähnlich dem vater, brach er dem kaiser Friedrich II. ... die gelobte treue Döllinger
akadem. vorträge 1, 26; wo giebt es noch einmal zwei dinge, so unähnlich und doch so oft kaum von einander zu unterscheiden, wie bescheidenheit und stolz? Ebner-Eschenbach 1, 45. IIII.
substantiviert: eigenschaften bemerken, ähnliches und unähnliches ordnen, ist blos eine vorübung zu dem hauptzweck, genetische art der dinge,
d. i. ihre abkunft anzuerkennen im werden und gewordenseyn, im schaffen und wirken Herder 21, 158; je mehr die nachahmung das ähnliche zu vergleichen, das unähnliche von einander abzusondern lernet Göthe 47, 82
Weim.; nichts unähnliches '
eine gewisse ähnlichkeit' mit (Wilmanns
gr. 3, 662): so ein maikäfer .. hat nichts unähnliches mit einem geistlichen herrn Bettine
dies buch gehört dem könig 1, 175.
in oxymoron-artiger verbindung das unähnlich-ähnliche: dergleichen parenthyrsus der kunst wäre ..., nur für verwöhnte empfindungen, denen das ungewöhnliche, schwere, unähnlich - ähnliche statt des schönen seyn müszte Herder 5, 387. IIIIII.
steigerungsformen. der comparativ, in wirklicher steigerung oder vergleichung, wie im sinne des lat. comp.: welche gesang alle muossten psalm haissen, ob sie gleich den psalmen vnehnlicher waren Nas
das antipap. eins vnd hundert 4, 290
b; glAeubet sie wol, dasz jener rauhe fels und diese ... hgel einander unehnlicher sind als der lustgarten ihres antlitzes und die unbarmhertzigkeit ihres steinernen hertzens Lohenstein
Arminius 1, 620
b; denn Schönaichs Herrmann kann der Iliade nicht unähnlicher sehen, als der Sieg des liebesgottes dem Lockenraube Dusch
verm. schriften 5; je vollkommener das geschöpf, desto unähnlicher werden die theile einander Göthe II 6, 11
Weim.; sie stutzen sich also die haare, zwicken sich den bart
etc. und werden folglich schon dadurch den Tahitiern im äuszern unähnlicher, als sie ohne das nicht sein würden Forster 1, 376.
superlativ: Viktor hatte ein grimmiges herz für die unähnlichsten gefühle Jean Paul 7, 74. IVIV.
das adv. ist selten; die an adverbiale verwendung grenzenden fälle s. unter I C.
immerhin kann man sagen: unähnlich (anders) ergeht es mir; unähnlich entwickelte sich der verlauf hier; eurer königlichen majestät müssen diese wahrheiten dem uralten übermuth nächtlicher mächte nicht unähnlich klingen Mich. Beer 1, 288.