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unähnlichkeit

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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

unähnlichkeit f.

Bd. 24, Sp. 117
unähnlichkeit, f. , subst. zum vor. adj., gegentheil von ähnlichkeit: onehnligkeit Thurneyszer; unAehnligkeit Lohenstein; unAenlichkeit dissimilitudo, discrepantia, diversitas, discrimen Stieler 29; unähnlichkeit dissimilitudo, disparitas Steinbach 1, 22; Frisch (1741) 1, 15b; unähnlichkeit f. ongelykheid, verschil, verscheidenheid, onderscheid Kramer-Moerbeek 2, 359b; n. ulighed; schwed. olikhet; engl. unlikeness. über abgrenzung gegen die begriffe ungleichheit, verschiedenheit s. unähnlich. es bezeichnet das fehlen analoger merkmale, die eigenschaft des unähnlichseins und den concreten fall, in dem sie sich äuszert; oft auch die ursache oder die wirkung der unähnlichkeit. der gebrauch hat bei bezeichnung der abstracten eigenschaft keinen plur. entwickelt, der in concreter bedeutung üblich ist. 11) mit bezug auf äuszere beschaffenheit, form, gestalt. selten in verbaler umschreibung in unähnlichkeit sein mit; vgl. unähnlich mit, unähnlich II: die goldertz in Gastein .. sind mit dem Siebenbrgischen .. in grosser vnehnligkeit Thurneyszer magna alchymia 116. sonst: es ist wahr: dasz .. wegen gewisser unänligkeit uns offt eine viel andere vergnügende gestalt höchst zuwider sey Lohenstein Arminius 1, 22a; man bemerkte auf Rembrandts bild ecce homo vor allen dingen überhaupt auffallende ähnlichkeit und unähnlichkeit der auf so verschiedene art verruchten gesichter Lavater physiogn. fragmente 1, 87; gott verhüte, dasz diese unähnlichkeit ja niemals weiter als auf die kleidung gehe Laroche frl. v. Sternheim 1, 91; irgend eine gute bronze in den tausch zu geben, würde schwer halten, da es unter diesen dingen kaum dubletten giebt und die etwanigen wegen ähnlichkeit und unähnlichkeit interessant werden Göthe IV 22, 51 Weim.; was darin schwankend ausgedrückt, schlecht philosophirt ist, werden Sie, sowie die unähnlichkeit der beiden bogen papiers, auf rechnung eines elenden kopfwehes und verdorbenen magens setzen Forster 7, 177; auch auf diesen im ganzen so ähnlichen welt - körpern haben wir sogar in der grossen entfernung mehrere unähnlichkeiten entdeckt Schubert verm. schriften 3, 155. 22) kommen wesen, charakter, inhalt, bedeutung in frage: aber es ist nicht genug, dasz herr Utz diese unähnlichkeit selbst bemerket Dusch verm. schriften 6; wenn wir auch oft eine gewisse unähnlichkeit und entfernung von ihr (der gottheit) empfinden Göthe 22, 332 Weim.; der major ... zeichnete die charaktere verschiedener väter, die ähnlichkeit oder unähnlichkeit der kinder mit denselben 24, 279 Weim.; vergleichungen mit dem silbenmasz alter und neuer sprachen habe ich mir selten erlaubt, um nicht durch eintretende unähnlichkeit zu verwirren Voss zeitmessung 6; das waren die räthsel, die ich nicht lösen konnte, die rückwirkung der tochter auf die mutter, die unbeschreibliche ähnlichkeit, die zugleich eine noch unbeschreiblichere unähnlichkeit ist Holtei erzähl. schriften 124; er (der herausgeber) findet sie (eine legende) entsprungen in der sage von Ödipus und Hiob, deren unähnlichkeit bei einiger übereinstimmung am tage liegt J. Grimm klein. schriften 5, 277; und endlich meint, dasz von unähnlichkeit getrieben sie sein, einander zur verähnlichung zu lieben Rückert 8, 509; kleine horden, die mit ihrer absonderung und zerstreuung, .., erst mundartlich, dann bis zur völligen unähnlichkeit ihre sprache umgestalteten Peschel völkerkunde (1874) 448; nun begannen verhandlungen über ähnlichkeiten und unähnlichkeiten dieser nachbildungen Ebner-Eschenbach 1, 165. 33) im wissenschaftlichen sinne überhaupt; besonders logisch, ästhetisch, morphologisch, chemisch; mehr oder weniger deutlich abgegrenzt gegen ungleichheit und verschiedenheit: unähnlichkeiten, die nicht merklich sind J. E. Schlegel 83, 25 Antoniewicz; ist es aber wohlgethan, unähnlichkeiten in die nachahmung zu bringen 102, 28; jedoch in diesem punkte findet sich zwischen der vernunft und zwischen dem menschlichen geschlechte vielmehr eine unähnlichkeit als eine ähnlichkeit Moses Mendelssohn 2, 148; Paracelsus liesz zwar noch vier elemente gelten, jedes war aber wieder aus dreien zusammengesetzt, aus sal, sulphur und mercurius, wodurch sie denn sämmtlich, ungeachtet ihrer verschiedenheit und unähnlichkeit, wieder in einen gewissen bezug unter einander kamen Göthe II 3, 206, 7 Weim. (farbenlehre); sie fordert natürlichkeit und wirklichkeit, damit sie einen vergleichungspunct habe, nicht den höheren der im geist ruht, sondern den gemeineren äuszeren, wo sich denn ähnlichkeit und unähnlichkeit des originals und der copie allenfalls in anspruch nehmen läszt I 49, 1, 258, 4 Weim.; wir haben gesehen, dasz diese organe, welche selbst von äuszerer gleichheit bis zur gröszten unähnlichkeit sich verändern, innerlich eine virtuelle gleichheit haben II 6, 287 Weim.; so glaubt man doch, dass die grosse unähnlichkeit der kohle und des diamants nur von der verschiedenen aggregationsform herrühre Sprengel chemie für landwirthe 2, 74; das .. haschen nach .. unähnlichkeiten ist der tod der ernsten geschichtsbetrachtung Treitschke histor. u. polit. aufsätze 25, 406; so musste ich denn, da man sie, namentlich ihrer groszen unähnlichkeit mit 'Don Juan' wegen, auch nicht als 'opern' passiren lassen wollte, .. mich entschlieszen, meine arbeiten den theatern ohne .. benennung .. zu übergeben Rich. Wagner 9, 307.
5353 Zeichen · 61 Sätze

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    unähnlichkeitf.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    unähnlichkeit , f. , subst. zum vor. adj., gegentheil von ähnlichkeit : onehnligkeit Thurneyszer ; unAehnligkeit Lohenst…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Unähnlichkeit

    Goethe-Wörterbuch

    Unähnlichkeit [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. Spezial
    Unähnlichkeitf

    Dt.-Russ. phil. Termini

    Unähnlichkeit , f несходство , ср

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit unaehnlichkeit

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Ableitung von unaehnlichkeit 3 Analysen

un- + aehnlichkeit

unaehnlichkeit leitet sich vom Lemma aehnlichkeit ab mit Präfix un-.

Alternativen: un-+aehnlich+-keit unaehnlich+-keit

Keine Komposita gefunden — unaehnlichkeit kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

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Cotta, M. (2026). „unaehnlichkeit". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/unaehnlichkeit/dwb?formid=U04751
MLA
Cotta, Marcel. „unaehnlichkeit". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/unaehnlichkeit/dwb?formid=U04751. Abgerufen 18. May 2026.
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Cotta, Marcel. „unaehnlichkeit". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/unaehnlichkeit/dwb?formid=U04751.
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