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umackern

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

umackern vb.

Bd. 23, Sp. 803
umackern, vb. 1) trennbar, das feld oder das, was darauf wächst, so beackern, dasz es ganz umgewendet wird, úmpflügen; proscindere terram, campum das land umbpflügen, von unten auff umbackern, brachen B. Faber thesaurus (1587) 724b; im 17. und 18. jahrh. auch ungetrennte formen: er ümackert S. v. Bircken ostländ. lorbeerhayn (1657) 78 (s. u.); umackert part. pass. Ehrhart pflanzenhist. (1753) 1, 292; allg. dtsche bibl. 76, 257; zu umackern Chr. Fr. Nicolai literaturbr. (1759) 10, 246: wenn man die wicken alsô grüen oben absneid und man die grüenen stupfeln umbacker und lâz sie erfaulen in dem acker Konrad v. Megenberg buch der natur 424 Pfeiffer; dieselb wayd ist vor ain haid gewesen, die sol nyemand umbakchern noch umbreiszen (hs. aus der mitte des 15. jahrh.s) pantaidingb. 1, 583 Kaltenbäck; einem tieffen, satten, schweren und feysten erdtrich ist es auch hoch dienstlich, wann es in der hitz umb geackert wurt M. Herr feldbau (1551) 46a; daz brodt müssen wir mit ummackern und seen etc. bawen Paracelsus opera (1616) 2, 355 Huser; er spannt sie (die ochsen) vor den pflug, ümackert, wie er soll, das feld und säet es mit drachenzähnen voll S. v. Birken ostländ. lorbeerhayn (1657) 78; erstlich hatte ich keinen pflug, das land umzuackern Robinson Crusoe 1 (1720) 167; dasz ihr der armen Bachreiterin ihr steiniges feld umgeackert habt mit eueren zwei ochsen P. Rosegger I 3, 424; auch dialektisch bezeugt: Fischer schwäb. 6, 83; Müller-Fraureuth obersächs. 2, 595b; im sprichwort: er wil die wiesen zum hew umbackern Eyering prov. copia 2, 460, d. h. etwas unnützes tun; in gleichem sinne: litus arare ... das ufer am meer umbackern, i. e. vergebene arbeit thun Corvinus fons latinitatis (1646) 79. nicht selten bildlich und übertragen; im anschlusz an eigentliche verwendung: alsô scholt wir uns umb ackern mit guoten werken, die weil wir vrisch und junch wæren Konrad v. Megenberg a. a. o.; hier (im Elsasz) ist nicht mehr der boden für unser einen. das land ist umgeackert — es ist zu viel fremder samen hineingestreut worden Bauernfeld ges. schr. 5, 133; ich musz ihr mscpt. zu den briefen wahrhaftig oft umackern Th. Abbt verm. w. (1768) 6, 3, 347; beliebt bei Jean Paul, z. b. jene welt umstürzenden und umackernden geister 35, 68 Hempel. — 2) untrennbar, rings um etwas herum pflügen, ein feld umackern campum circumarare Steinbach (1734) 1, 9: soviel ... der erwerbende landes umreiten, umackern oder umsäen kann, ist sein geworden J. Grimm kl. schr. 6, 172; die sage vom grenzlauf, umackern und riembedecken rechtsalterth.4 1, XIV. —
2584 Zeichen · 62 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Úmackern

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Úmackern , verb. reg. act. ich ackere um, umgeackert, umzuackern, eigentlich, so ackern, daß das unterste zu oberst komm…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    umackern

    Goethe-Wörterbuch

    umackern [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    umackern

    Bayerisches Wörterbuch

    umackern Band 1, Spalte 1,134f.

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