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üblich

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

üblich adj.

Bd. 23, Sp. 696
üblich, adj., gebräuchlich, gewöhnlich, zu üben, v.; ahd. u. mhd. nicht belegt. üblich ist, was im brauch ist, what is usual Ludwig teutsch-engl. lex. (1716) 2077; usitatus Dentzler clavis ling. lat. (1716) 299a; Steinbach 2, 890. Eberhard synonymik (1795—1802) 3, 181 schränkt die bedeutung von üblich und gebräuchlich auf »freie handlungen der menschen« ein, während gewöhnlich auch »natürliche veränderungen begreift« und differenziert üblich von gebräuchlich sodann dadurch, dasz üblich sich auf die handlungen selbst, die durch ihre gleichförmigkeit das übliche ausmachen, gebräuchlich hingegen sich auf die dinge beziehe. diese begriffsabgrenzung wird durch den sprachbrauch nicht bestätigt. es überwiegt wohl die verwendung von üblich bei nomina actionis, ü. findet sich aber sowohl attributiv als prädicativ auch bei concreten. a) wie des orts der gebrauch und üblich ist Ch. Zobel sechsisch weichbild (1537) 123a; wie recht, landleufftig und ubelich Machholth formular (1560) 28a; was bey inen ü. und breuchlich ist Mathesius Sarepta (1571) 50a; welches wort (losung) in kriegsleufften ü. und gewönlich ist H. Roth catechismi pred. 1, 158b; Puschmann gründl. bericht 5 neudr.; wie solches (gastieren u. bewirten) an königlichen höfen ... mannierlich oder ü. ist volksb. v. geh. Siegfr. 87 neudr.; jus gentium, das recht, welches bey allen völlckern ü. ist nomencl. lat. germ. (1634) 328; dieser gebrauch ist ... in der welt noch ü. Grimmelshausen Simpl. 109 neudr.; ceremonien ... die entweder in der kirche oder auch bey weltlichen geschäften ü. sind Chr. v. Wolff gedanken (1720) 106; laster ..., die ... ja aller orten sehr gemein und ü. sind d. vernünft. tadl. (1725 ff.) 2, 54; gebräuche, die beim begräbnisse ü. sind Hegel w. 11, 366; dieses instrument (d. flöte) ist seit dreiszig ... jahren in Deutschland sehr üblich worden Quantz anweisung d. flöte zu spielen (1789) 7. b) (wie es) noch bergleuftiger gewonheit in ubelichem gebrauch ist cod. dipl. Sil. 20, 219 (a. 1521); Widmann Fausts leben 106 Keller; jedoch halt ichs mit hergebrachter üblicher gewonheit M. Beuther praxis rer. crim. (1565) 147b; nach gemeinen und üblichen rechten kirchenordn. f. Braunschweig (1569) 301; Mathesius Sarepta (1571) 34b; wörter ..., welche ... noch heutiges tages in üblichem gebrauch und gewohnheit (sind) Schill teutsch. spr. ehrenkranz (1644) 234; ein gutes ... aber nicht mehr übliches gesetz, ... non praticata Kramer dict. (1702) 2, 1170b; nach heut zu tage üblichem hof- und kaufmannsstylo Harsdörfer teutsch. secretarius (1656) 1, a 2a; in üblicher weise Moltke ges. schr. u. denkw. 4, 93; in üblichem sinne Bismarck ged. u. erinn. 2, 18 volksausg.; sie .. lehrten mich den üblichen grusz »glück auf« Novalis schr. 4, 114 M.; jede ... in den üblichen formen abgeschlossene ehe Mommsen m. gesch. 1, 59; die heute üblichen methoden L. Boltzmann populäre schr. (1905) 130; er sah sich die localität ... an, die hausbedienung, die üblichen gäste Gutzkow ges. w. 2, 209. c) subst. ntr.: (es) handelt sich in meinem falle nicht um das übliche, sondern um einen ausnahmefall Fontane ges. w. I 5, 295; genaue kentnis des örtlichen und üblichen Fernow leben ... Carstens (1806) 119; das ist seit dem paradiese her das üblichste ... gewesen Göthe 17, 12 W. verengt als term. in d. malerei des 18. jahrh.: das übliche für das costüme: 'das ü. ist in vorstellungen, die aus der geschichte der völker genommen sind, das zufällige, insofern es durch die allgemeine gewohnheit des volkes und der zeit, woraus der gegenstand genommen ist, bestimmt wird' Sulzer theorie d. schönen k. 4, 622; Kinderling reinigk. (1795) 219; eine sünde wider das übliche (wenn die maler Theseus einen fingerring malten) allg. dtsche bibl. 102, 77; Herder 1, 219 S.
3803 Zeichen · 139 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Üblich

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Üblich , -er, -ste, adj. et adv. von dem Zeitworte üben, was geübet, das ist, von den meisten oder doch von vielen wiede…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    üblich

    Goethe-Wörterbuch

    üblich [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    üblich

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    üblich [ewliχ Hf. ] Adj. heftig, gewaltig: [ewliχi ‘Smartsə heftige Schmerzen, ən ewliχs Fír ein gewaltiges Feuer ; auch…

  4. Spezial
    üblich

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    üb|lich adj. 1 (gewöhnlich) sciöche zënza, sciöche dagnora 2 usual (-ai, -a) 3 (gewohnt) solito (-ti, -ta), da vigni de.…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ueblich

6 Bildungen · 2 Erstglied · 3 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von ueblich

ueb + -lich

ueblich leitet sich vom Lemma ueb ab mit Suffix -lich.

ueblich‑ als Erstglied (2 von 2)

üblichkeit

DWB

ueblich·keit

üblichkeit , f. gewohnheit, brauch: dannoch ist ... geschlossen worden, dasz es ... so lange bey der alten ubligkeit und herkommen verbleibe…

ueblich als Zweitglied (3 von 3)

bergüblich

DWB

berg·ueblich

bergüblich , moribus et arti metallicorum conveniens, bergmännisch, bergenzend.

landüblich

DWB

land·ueblich

landüblich , adj. wie landesüblich sp. 112: landübliche tahten und sitten. Butschky kanzl. 487 ; landüblicher wucher. Rabener werke 2, 120 ;…

Ableitungen von ueblich (1 von 1)

unüblich

DWB

unüblich , adj. adv. , gs. zu üblich ( s. d. ). insolens, inusitatus, insuetus, insolite, insolenter, inusitate Stieler. a) activ, nicht übe…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „ueblich". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 13. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/ueblich/dwb?formid=U02593
MLA
Cotta, Marcel. „ueblich". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/ueblich/dwb?formid=U02593. Abgerufen 13. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „ueblich". lautwandel.de. Zugegriffen 13. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/ueblich/dwb?formid=U02593.
BibTeX
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