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übermächtig

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

übermächtig adj. u. adv.

Bd. 23, Sp. 404
übermächtig, adj. u. adv. 11) steigernd zu mächtig. sehr mächtig; in dieser bedeutung auch steigerungsfähig. a) sie liesz ovch usz irem ungeflochten har nit ee zöpff machen, wann do sie die übermechtigen stat mit langen belegern wider in iren gewalt bezwunget hett Steinhöwel de claris mulieribus 27; nicht umsonst — ward er mit Catilina verglichen, der gewaltreiche, übermächtige, eiserne Knipperdolling! Lavater physiognom. fragmente (1775) 1, 118; zutrauen auf ein übergroszes, übermächtiges und unerforschliches wesen Göthe I 28, 270 Weim.; gewaltthätige, übermächtige despoten Herder 13, 264. 22) an macht überlegen, unwiderstehlich, zwingend. 2@aa) attributiv: das rudern half wenig gegen die übermächtige gewalt (des windes) schr. d. Göthe-gesellschaft 2, 54; wenn dein reich dereinst, so spät es auch sei, der Titanen übermächtiger kraft, der lange gebändigten, weichet Göthe I 50, 281 Weim.: (werke), deren übermächtige gewalt alle herzen hinreiszt und besiegt Fr. v. Schlegel sämtl. werke 5, 21; übermächtige neigung für das theater Jahn Mozart 4, 161. 2@bb) prädicativ: er (der glaube) ist so starck und übermechtig, das im kein sünd obligen möge Luther 103, 126 Weim. mit dat. der person: so pflegest du deines eigenen feindes, der dir endlich übermächtig wird Butschky hochdeutsche kanzlei 721; der feind ist uns übermächtig Kramer deutsch-holl. wb. (1787) 467c; dann Orpheus, zart und immer still bedächtig, schlug er die leyer allen übermächtig Göthe I 151, 127 Weim. 2@cc) substantiviert: weh mir! es haben die übermächtgen der heldenbrust grausame qualen mit ehrnen ketten fest aufgeschmiedet Göthe I 10, 56 Weim. 33) adverbiell: wie sie das gesprochen hatten, so krachte der berg gewaltig und übermächtig und sprang von einander Grimm deutsche sagen 1, 1; da fast alle höheren befehlshaber in diesem erfolglosen kriege gleich dem feldherrn selber Deutsche waren, so brach der alte hasz der Moskowiter gegen alle Deutschen wieder übermächtig aus Treitschke deutsche gesch. im 19. jahrh. 4, 87; (er) rief, indem ihm das herz übermächtig zu schlagen anfieng: 'o herr Jesus!' G. Keller 5, 117. comparativ: da in ihm alle empfindungen sich ernster und übermächtiger regten, als in Roquairol J. Paul Titan 4, 18. als steigerungsadv. bei adj.: als aber sie (Bradamante) vernahm, dasz er gefangen were, erschrack und ängstigt sie sich übermächtig sehre D. v. d. Werder rasender Roland (1636) 43; genug damit! dein liebchen sitzt dadrinne, und alles wird ihr eng und trüb. du kommst ihr gar nicht aus dem sinne, sie hat dich übermächtig lieb Göthe I 14, 166 Weim.übermächtigkeit, f., was übermacht: schon war dieses haus (Habsburg), durch Karls V. übermächtigkeit der deutschen freiheit allzufurchtbar Zschokke ausgew. schr. 33, 112.
2782 Zeichen · 41 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Übermächtig

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Übermächtig , -er, -ste, adj. et adv. die Übermacht habend, überlegen mächtig, ingleichen allzu mächtig.

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    übermächtig

    Goethe-Wörterbuch

    übermächtig [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. Spezial
    übermächtig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    über|mäch|tig adj. potentiscim (-s, -a), massa potënt.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit uebermaechtig

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von uebermaechtig

uebermacht + -ig

uebermaechtig leitet sich vom Lemma uebermacht ab mit Suffix -ig, mit Umlaut-Wechsel.

Zerlegung von uebermaechtig 3 Komponenten

ueber+(maech+tig)

uebermaechtig setzt sich aus 3 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

uebermaechtig‑ als Erstglied (1 von 1)

übermächtigen

DWB

ueber·maechtigen

übermächtigen , v. 1 1) jem. überwältigen: die überhand behalten, überwältigen, übermechtigen Faber thesaurus (1587) 817 b . s. v. praeposse…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „uebermaechtig". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/uebermaechtig/dwb?formid=U01232
MLA
Cotta, Marcel. „uebermaechtig". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/uebermaechtig/dwb?formid=U01232. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „uebermaechtig". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/uebermaechtig/dwb?formid=U01232.
BibTeX
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