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Twiᵉle

Dial. bis sprichw. · 2 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
Anchors
2 in 2 Wb.
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Eintrag · Westfälisches Wb.

Twiᵉle f.m.

Bd. 5, Sp. 1055
Twiᵉle f.m. [allg.] 1. Zweig. ’n dröügen Twïelen (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@ElseyEl). Afgefallene Twïelen (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@AltenaAl). Böeme het dicke un dünne Twïeln (Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@HerdeckeHd). De Boum hïet siene Twïelmen all binaoh op de Äär hangen (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LangendreerLd). — Ra.: He mot en Twïel unner de Augen hebben droht einzuschlafen, muss sich gegen das Einschlafen schützen (Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@WesterwieheWw || mehrf.). Dai glöwet, an jedem Twieleken hänge ne Britzel glaubt, es wäre das ganze Leben immer nur ein Wohlleben (Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@MarkMa || mehrf.). — Sprichw.: Me maut nit högger stīgen, at ’e Twïelns drēäget (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Me draf sik nit de Twïelns unner de Bǟine wächhaun (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 2.1. Astgabel, Gabelzweig, Gabelast (gewachsen oder gespalten); Äste, die einander gegenüberstehen (Ravensbg Weddigen). — Sprichw.: Geuwe (gäbe) et keune Twillen, geuwe et auk keune Gaffeln aus den Zwillen der Jungbäume wurden z.B. die → Gaffelen zum Wenden des Heues gemacht (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs || mehrf.). — 2.2. Baum mit zwei Stämmen, Zwillingsbaum (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt), zweistämmiger Baum aus einem Wurzelstock (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt). — 2.3.1. Gabel der Wünschelrute. — 2.3.2. Gabel für Heu (Frbg.) (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh). — 2.3.3. große Gabel, womit die Wurststöcke unter die Decke gehängt werden (Frbg.). — 2.4. (aus einer Astgabel gefertigte) gabelförmige Schleuder. Hei mosste auk sau’ne Twille häbben (Kr. MindenMin Kr. Minden@MindenMi). — 3.1. Ausschlag aus dem Wurzelstock (bei Stauden und Sträuchern) (Frbg.). De Wiehen (Weiden) smitt all junge Twielen (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BödefeldBö). — 3.2. dünnes Holzreis (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BrachtBr). — 3.3. Gerte (langer, dünner, biegsamer Zweig) (Frbg.). — 3.4. Stängel (eines Löwenzahns): scharfer Stengel, an dem man sich schneiden kann (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@AssinghausenAh). — 4. Twell Haarwirbel über der Stirn (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). — 5. Weitere Belege aus Fragebogen. — 5.1.1. Stiel einer Harke. — 5.1.2. Querbalken einer Harke (in dem die Zähne oder Zinken sitzen). — 5.2. Baumwipfel (oberste Spitze der Baumkrone). — 5.3. Radnabe (das zylindrische Holzstück, worin die Speichen stecken) (Kr. BielefeldBie Nh). ⟨Twille f. [Kr. LübbeckeLüb Kr. MindenMin Kr. HerfordHfd Kr. DetmoldDet Mes], Twil (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh), ›Twiᵉl‹ m. [WMünsterl Kr. CoesfeldKos Kr. MünsterMün Kr. WarendorfWdf Kr. DetmoldDet Kr. LüdinghausenLhs Kr. BeckumBek Kr. WiedenbrückWie Kr. PaderbornPad die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Kr. IserlohnIsl Kr. MeschedeMes (Kr. Meschede@BrachtBr n.) Alt], Twīle(n) (ī≠ ›iᵉ‹) [Kr. MindenMin Ahs], ›Twiᵉle(n)‹ f. [Kr. MindenMin Kr. WarendorfWdf Ravensbg Lippe Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. WiedenbrückWie HPaderb die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Hellweg MSauerl Kr. ArnsbergArn Kr. MeschedeMes Bri], ›Twiᵉlen‹ m. [Kr. HöxterHöx die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor MSauerl Arn], Twäil m. (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@RamsdorfRd). — Erweiterungen: Twïelt n. (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe), Twïelme f. (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LangendreerLd), Twïelm (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@RecklinghausenRh); ›Twiᵉlgen‹ m. (die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-EickelGel die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-Eickel@ÜckendorfÜd), Twelgen m. [die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-EickelGel Bch]⟩ ¶ WWB-Source:238:RhWbRhWb 9,898: Zwel II, Zwele sowie 9,907: Zwille; HnVwb 4,912: Zwille, Zwehle. — Vgl.→ Tiᵉle, Tille. Zus.:→ Ast~, Bo¹ken~, Dannen~, Dīßel~, Ēk~, Flē²sk~, Halsket~, Harken~, Höi~, Reste~, Sarg~, Seißen~, Sneisen~, Sō²d~, Stūken~, Wāgen~, Wurste~. Zus. (Twille):→ Hē²den~.
2653 Zeichen · 97 Sätze

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  1. modern
    Dialekt
    Twiᵉlef.m.

    Westfälisches Wb.

    Twiᵉle f.m. [allg.] 1. Zweig. ’n dröügen Twïelen ( Isl El ). Afgefallene Twïelen ( Alt Al ). Böeme het dicke un dünne Tw…

  2. Sprichwörter
    Twiele

    Wander (Sprichwörter)

    Twiele Me mot sik nit de wielen 1 unner den Fäuten weag hoggen. ( Büren. ) – Für Soest: Firmenich, I, 349, 60. 1 ) Twiel…

Verweisungsnetz

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit twiele

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Zerlegung von twiele 2 Komponenten

twi+ele

twiele setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Keine Komposita gefunden — twiele kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.