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turteltäubchen

nhd. bis GWB · 2 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

turteltäubchen n.

Bd. 22, Sp. 1905
turteltäubchen, n. , diminutivum zu turteltaube, s. dort u. vgl. turteltäublein u. mndl. tortelduyvelkijn; über das verhältnis der suffixe -lein und -chen in der literar. überlieferung s. Henzen dt. wortbildg. (1947) 150. turteltäubchen tritt im frühnhd. neben älteres (obd.) turteltäublein und drängt dies in der schriftsprache allmählich zurück. mundartlich wird es nur vereinzelt üblich: turdeldeifchen (mit entrundung des äu) Ph. Laven ged. i. Trierer ma 280. gelegentlich findet sich in älterer sprache die unsynkopierte form turteltäubichen bei Liscow (s. u. 1, sowie bei Henzen a. a. o. 148) und die mittel- u. niederrhein. suffixgestalt -gen (s. Henzen 152) in turtel-täubgen J. G. Schmidt gestrieg. rocken-philos. 1 (1706) 202. — bedeutungsmäszig entspricht turteltäubchen (wie turteltäublein s. u.) völlig dem grundwort turteltaube; das diminutivsuffix verstärkt lediglich den affektischen beiton, der durch die besonderen eigenschaften der turteltaube (zierlichkeit, anmut, zärtlichkeit u. ä.) hervorgerufen, auch beim grundwort mitklingt. 11) wie turteltaube (u. -täublein): der sperling vnd das turteltäubchen (überschrift) Chr. F. Weisze lieder f. kinder (1767) 21; ein turteltAeubichen, das in der einsamkeit des waldes vor sich girrte, bracht ihn bey dem geheimen kummer zu einem unvermerkten schlummer Liscow sat. u. ernsth. schr. (1739) 396; bächlein, das so kühle rauschet, tröstet alle vögelein, nur das turteltäubchen trauert, weils verwittwet und allein Eichendorff s. w. (1864) 1, 712; er fing ihr ein paar (zwei) turteltäubchen Ch. v. Schmid ges. schr. (1858) 7, 69; vereinzelt auch als ornithologische bezeichnung: columba turtur Linn. turteltäubchen Naumann naturgesch. d. vögel (1822) 6, 233. 22) bildlich und im vergleich. 2@aa) wie turteltaube (u. -täublein) 2 b: ich für jetzt einen betrübten mut, gleich wie das turteltäubchen tut, das seinen bulen verloren hat, so sitzt es auf einem dürren ast liederbuch a. d. 16. jh. 98 Goedeke-Tittmann; denn da ist er an muth ein löwe, ob er gleich sonst so sanft wie ein turteltäubchen ist Chr. F. Weisze lustsp. 1 (1783) 228; sie, schon ein sanftes weibchen, wie sonsten nirgend ist, kehrt wie ein turteltAeubchen sich zAertlich um und kszt Gleim s. schr. (1798) 2, 211; du bist ja so hübsch glatt und anmuthig wie ein turteltäubchen Brentano ges. schr. (1852) 5, 100; ... das schnäbelt ja, wie turteltäubchen! Bauernfeld ges. schr. 1 (1871) 164. 2@bb) wie turteltaube (u. -täublein) 2 c; für zärtliche liebesleute: seht doch! meine verliebten turteltäubchen! Chr. F. Weisze lustsp. 3 (1783) 271; an ... turteltäubchen ... ist (bei dem brautpaar) gar nicht zu denken Lichtenberg erkl. d. Hogarthischen kupferstiche (1794) 4, 22; gegen euch zärtliche turteltäubchen Schroeder dram. w. (1831) 2, 128; als kosename: nur herein, mein turteltäubchen! sie musz nicht von weitem stehn Göthe I 12, 137 W.; nun will ich süsze künste dich, mein turteltäubchen, lehren Brentano ges. schr. (1852) 2, 147; heuchelei, du süszes, süszes turteltäubchen Liliencron s. w. (1896) 9, 11; halb-ironisch für zwei schmollende mädchen: 'richtig, da sitzen die turteltäubchen!' ruft der professor W. Raabe s. w. I 1, 138 Klemm. vereinzelt auch bildlich für die christliche seele, s. turteltaube u. -täublein 2 c: gieb jedem raubthier nicht dein turteltäubchen preis! (mit bezug auf ps. 74) Moses Mendelssohn ges. schr. (1843) 6, 238.
3426 Zeichen · 102 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    turteltäubchenn.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    turteltäubchen , n. , diminutivum zu turteltaube, s. dort u. vgl. turteltäublein u. mndl. tortelduyvelkijn; über das ver…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Turteltäubchen

    Goethe-Wörterbuch

    Turteltäubchen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

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Wortbildung

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Ableitung von turteltaeubchen

turteltaeubeln + -chen

turteltaeubchen leitet sich vom Lemma turteltaeubeln ab mit Suffix -chen, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

turteltaeubchen‑ als Erstglied (1 von 1)