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trübsinnig

nhd. bis spez. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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6 in 6 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

trübsinnig

trübsinnig

trübe Adj. ‘undurchsichtig, nicht klar, nicht hell, freudlos’. Das westgerm. bezeugte Adjektiv ahd. truobi ‘dunkel, undurchsichtig, getrübt, betrübt, verwirrt’ (8. Jh.), mhd. trüebe ‘lichtlos, glanzlos, düster, finster, traurig, bekümmert’, asächs. drōƀi ‘trübe, betrübt’, mnd. drȫve ‘betrübt, traurig’, mnl. droeve, nl. droef ‘betrübt, düster, dunkel, unklar, unverständlich’, aengl. drōf ‘unruhig, in Verwirrung, schmutzig, schlammig’ (germ. *drōbi-) ist verwandt mit den unter Treber angeführten germ. und außergerm. Formen und stellt sich mit diesen zu ie. *dherəbh-, *dhrāb-, *dhrəbh-, einer Erweiterung der Wurzel ie. *dher(ə)- ‘trüber Bodensatz einer Flüssigkeit, Schmutz’, auch von trüben Farbtönen. Ausgehend von ‘aufgewühlt’ (von Gewässern), ‘unklar, schlammig’, entwickeln sich bereits im Ahd. die übertragenen Bedeutungen ‘unklar, nicht oder kaum durchsichtig’ und (seelisch, geistig) ‘verwirrt, unruhig, verstört’. – trüben Vb. ‘trübe, dunkler machen, beeinträchtigen, stören’, ahd. truoben ‘Bodensatz aufwühlen, Wasser verunreinigen, verwirren, beunruhigen, erschüttern’ (8. Jh.), mhd. trüeben, truoben ‘trübe machen, beunruhigen, verwirren’, reflexiv ‘sich betrüben’, aengl. drēfan ‘betrüben, erregen, beunruhigen’, got. drōbjan ‘trüben, irre machen’. Daneben steht intransitives ahd. truobēn ‘betrübt, dunkel werden’ (9. Jh.), mhd. truoben ‘trübe sein oder werden, traurig werden’, asächs. drōƀian ‘betrübt werden, zurückschrecken’, got. drōbnan ‘unruhig werden’. Im Nhd. wird das intransitive Verb aufgegeben und durch reflexives sich trüben ersetzt. Übertragener Gebrauch ist in den frühesten Zeugnissen bereits voll ausgebildet. Trübsinn m. ‘schwermütige, melancholische Gemütsverfassung’ und trübsinnig Adj. ‘schwermütig, hoffnungs- und mutlos, pessimistisch’ (beide Mitte 18. Jh.). Trübsal f. ‘Traurigkeit, Melancholie, Hoffnungslosigkeit’, ahd. truobisal n. m. (11. Jh.), mhd. trüebesal n. m. f. ‘Undurchsichtigkeit, Finsternis, Drangsal, Plage, Traurigkeit, Betrübnis’, bis ins 19. Jh. mit schwankendem Genus; zum Ableitungssuffix s. -sal, -sel. trübselig Adj. ‘mit Ungemach, Bedrängnis behaftet, traurig, mutlos’ (16. Jh.), besonders in neuerer Sprache ‘armselig, kümmerlich’; voraus geht Trübseligkeit f. (15. Jh.). betrüben Vb. ‘traurig machen’, ahd. bitruoben ‘verderben’ (Hs. 13. Jh.), mhd. betrüeben ‘trübe machen, verdunkeln, betrüben, heimsuchen’. betrüblich Adj. ‘traurig machend, Bedauern hervorrufend’ (15. Jh.).
2446 Zeichen · 75 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Trübsinnigadj, adv

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Trübsinnig , — er, — ste , adj . u. adv . mit Trübsinn behaftet, Trübsinn an den Tag legend, wie auch, darin gegründet, …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    trübsinnig

    Goethe-Wörterbuch

    trübsinnig [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    trübsinnigAdj.

    Pfälzisches Wb.

    trüb-sinnig Adj. : wie schd. Er is triebsinnich [LU-Opp, verbr.]; vgl. tiefsinnig 1, schwer- mütig. Er geht immer t. eru…

  4. Spezial
    trübsinnig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    trüb|sin|nig adj. malinconich (-cs, -ca), dala ria.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit truebsinnig

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von truebsinnig

truebsinn + -ig

truebsinnig leitet sich vom Lemma truebsinn ab mit Suffix -ig.

Zerlegung von truebsinnig 2 Komponenten

trueb+sinnig

truebsinnig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

truebsinnig‑ als Erstglied (1 von 1)

trübsinnigkeit

DWB

truebsinnig·keit

trübsinnigkeit , f. , abstractum zu trübsinnig; in denselben bedeutungen wie trübsinn, heute kaum mehr gebräuchlich: denn es ist ja zu merke…