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tremse

mnd. bis Dial. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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9 in 9 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

tremse f.

Bd. 22, Sp. 104
tremse, f., centaurea cyanus, kornblume; auch trimse Köne pflanzennamen 33; tremisse, trempe Holl wb. dtsch. pflanzenn. 107a; nl. tremske. das verbreitungsgebiet ist Norddeutschland, vor allem der nordwesten: tremese flaviola voc. Strals. (15. jh.) bei Schiller-Lübben 4, 610; tremissen baptisecula, cyanus Chyträus ebda. als ndd. notiert auch bei Adelung 4, 667. die idiotika bezeugen diese geographische begrenzung: tremisse, trems brem-nds. 5, 106; trems Schütze holst. id. 4, 279; Schumann Lübeck 7; Dähnert 494; triems Jellinghaus Ravensb. ma. 153; tremse Schambach Götting. 234; s. auch Pritzel-Jessen 86; das charakteristische merkmal der tremse ist die blaue farbe, daher gern in vergleichen: so blau as an trems Schütze a. a. o.; wie sie ihn letztlich ans land brachten, befand es sich, dasz er sich das genicke abgestürtzt, und bereits so blau als eine trembse anzusehen war Meinhold bernsteinhexe 244; ihrem bescheidenen ländlichen milieu entsprechend wird sie gern in idyllischer dichtung gebracht: des ackers blaue tremsen Stolberg 4, 228; Schmidt v. Werneuchen ged. (1797) 87; vgl.'tremsen', plattdeutsche dichtungen in Mecklenburger mundart von Fr. und K. Eggers 1875 (buchtitel); so lang stünn denn bi eren (mutters) platz an't finster de vulle, schöne strusz von blage tremsen ebda 8; die wiederkehrenden dirnen brachten, geflochten aus trämsen und rade gewaltige kränze, wanden Jucunden sie erst, und dann der hüpfenden Tecla um den schmächtigen leib Kosegarten Jucunde (1843) 9; in derselben verwendung tremsenkranz: (ich trage) einen blauen trämsenkranz um mein hellgelbes haar Kosegarten rhapsodien (1794) 2, 354; im blauen tremsenkranz juchhein zu weidenflöten und schalmein die kinder, rund und rot Voss s. ged. (1802) 2, 91; ähnlich: ihr freundliches antlitz schirmte, gekränzt mit tremsen, der feingeflochtene strohhut ebenda 1, 18; die blaue kornblume nannte der vorfahr tremisse, tremse oder schönchen, von trim ders. zeitmessung (1802) 73; tremse, rade und rittersporn blühen H. Löns aus forst u. flur 123. —
2067 Zeichen · 34 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    tremseF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    tremse , F. Vw.: s. tremese

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Trêmse

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Trêmse , plur. die -n, ein nur im Niederdeutschen üblicher Nahme der blauen Kornblumen, welcher in einigen Gegenden …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Tremse

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Tremse , Kornblume, s. Centaurea .

  4. modern
    Dialekt
    Tremse

    Bayerisches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    Tremse Band 4, Spalte 4,403

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Wortbildung

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