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Treipe

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Treipe

Bd. 8, Sp. 1341
Treipe das Wort herrscht geschlossen Rhfrk in Wend, Ottw, Saarbr, anschliessend Mosfrk an der Saar, in Trier, Wittl-Binsf Eisenschmidt Schwarzenborn Spangdahlem, Bitb, Prüm, Malm, Daun-Büscheich Gerolstein Neroth Strohn, Zell-Pünderich, u. zwar dręip, –ei-, Pl. -bən [Saarbr im Monophthonggeb. -i-, Pl. -bə; Wend-Oberth, Ottw-Eppelborn Illing, Saarl-Ensd -ęip, Pl. -wən; Ottw-Stdt -E-]; Malm hat trip, Pl. -pə [-eip u. -ip Prüm-Ihren, Malm-Vith] f.: 1.a. Darm, Pl. unedle Eingeweide von Tieren; deck, denn Tr., Orschtr. (Mastdarm); botz de Tr.ən (Worschttr.ən) fir de Worscht; de Tr. fellen (füllen) beim Wurstmachen Allg. RA.: Sou dönn wie en Tr. so mager Merz-Mondrf. Dat Steck Veih es esou rappeg (mager), mer mänt grod, et hätt kän Tr.ən em Leif Saarbg. Et läft (läuft) rond rem et Haus on schläft de Tr.ə no? Glucke mit Küken Ottw. — Übertr. der dicke Rumpf der Kuh Koch-Leienkaul. — b. verächtl. Darm, Pl. Eingeweide des Menschen, in niedriger Redeweise u. in RA.: Dem sei Maul as wie en Tr., mer kret et net voll geschass er hat ein boshaftes Mundwerk Bitb-Wiersd. Man on Weib (nhd. Lautung) sen en Leib, awwer net en Tr. Trier, Prüm. De Tr.ən hun Streit es kollert im Bauch Saarbg-Beurig. Mach net, dats de dich schnecks (schneidest), sos kommen de Tr.ən eraus! Allg. Eich treden der fir de Bauch, dat dir de Tr.ən erauskommen! Trier, Allg. Eich reissen dir de Tr.ən eraus! zornige Drohung Bitb, Allg. Der Deiwel soll em heit noch de Tr.ən hollen! Trier. Dau hos gut lachen, dau hos der de Tr. gefillt bist satt Saarbg-Söst, Allg. Der sicht aus, äs wie wenn er kän Tr. em Leib hätt so mager u. elend Ottw. Eich han kän Tr., wo du Hiren (Gehirn) hascht! ich denke auch Merz-Nunk. Erkal (erkälte) der de Tr.ən net! zu dem, der kaltes Obst isst Bitb. En hot sich de Tr.ə verbrannt ist im Wachstum zurückgeblieben Trier-Euren. Eich dreh dir et Messer en den Tr.ən erem! Drohung Allg. En Heiligen mat Tr.ən ein grosser Sünder Bitb-NWeis. — 2.a. eine Wurst, gefüllt mit Fleischteig, Blut, Brotsuppe, Gewürz u. Weisskohl, auch Kappestr., Kappesworscht genannt Saarbg, Trier, Bitb; sonst hausgemachte Blutwurst Allg. RA.: Enen op de fett Tr. rufen zum Wurstessen einladen Prüm. — b. scherzh. ein Sack, mit Kartoffeln od. Getreide gefüllt, eng im Umfang, aber lang Saarbg-Faha. — c. scherzh. en lang Tr. langes, schmales Ackerstück Trier-Mehring, Prüm-Burb. — d. verächtl. mageres Weib Merz-Schweml.
2442 Zeichen · 80 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. modern
    Dialekt
    Treipe

    Rheinisches Wb.

    Treipe das Wort herrscht geschlossen Rhfrk in Wend , Ottw , Saarbr , anschliessend Mosfrk an der Saar, in Trier , Wittl-…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit treipe

23 Bildungen · 23 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

treipe‑ als Erstglied (23 von 23)

Treipekreitchen

LothWB

Treipe-kreitchen n. Thymian; Würzkraut, das der Blutwurst beigegeben wird.

Treipenbock

RhWB

treip·en·bock

Treipen-bock Bitb-Mettend m.: Schragen, auf den die herausgenommenen Eingeweide des Schlachttieres gelegt werden.

Treipenbrühe

RhWB

treip·en·bruehe

Treipen-brühe -brē:t, –ī:- WBitb , Daun-Neroth f.: Wurstbrühe. RA.: Klor ewie Tr.

Treipenhörnchen

RhWB

treip·en·hoernchen

Treipen-hörnchen -hīrχən (s. S.) Allg. n.: Wursthörnchen, durch das man das Wurstfüllsel in den Darm füllt. RA.: Et Gleck stäht em of wie en…

Treipenschleim

RhWB

treip·en·schleim

Treipen-schleim Saarbg-Schoden m.: Darmschleim, der aus den Treipen herausgekratzt wird, bevor man sie zum Wurstmachen benutzt.

Treipensuppe

RhWB

treip·en·suppe

Treipen-suppe (s. S.) Allg. f.: Wurstsuppe; op de Tr. rufen zum Wurstessen, Schlachtfest einladen. RA.: Dat es klor wie Tr.

Treipert

RhWB

trei·pert

Treipert dreibərt, Pl. -dən Merz-Saarhölzb m.: verächtl. unmässiger Esser.