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treifeln

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

treifeln

Bd. 22, Sp. 102
treifeln, auch treufeln, vb., jem. durch bitten oder geschwätz zusetzen, um etwas zu erlangen; mnd. treyfeln entsprechend älternl. trufelen, truyflen, 'tändeln, schwatzen und betrügen' Verwijs-Verdam 8, 748, das, wie mengl. trüfle 'scherzen, spaszen, betrügen', neuengl. trifle, aus afrz. truffler, truiffler 'se moquer de, railler, tromper' stammt, wie mnl. truffen aus afrz. truffer. für sich steht auch in der lautung obd. spec. steir. trefeln plaudern, schwätzen Sartori neueste reise d. Österreich (1812) 3, 193; Unger-Khull steir. 168a; vgl. auch triefen betrügen. die bedeutung des wortes und seiner ableitungen wie treifeler, treifelei hat besonders in älterer zeit oft den beisinn betrügen: treifelen tribulare; treifelye tribulacio; treifeler, velschener efte bedreger tribulator voc. Strals. 15. jh. bei Schiller-Lübben 4, 609; blandiri, pellicere, nugari, ineptire treyfelen Kilian (1605) 566a; god stedede der plage dor homudes willen, de dar was in den landen, ok weren dar vele mede, de de lude treifelden (Lübeck 1376) chron. dtsch. städte 19, 177; sie müssen das land umb die ohren schlagen, sich mit lügen, treufflen und betlen behelffen Pape bettel- u. garteteuffel (1586) h 2a; sie hatt sich durch tröge, tröginnen, treiffelerinnen und allerlei liderlichs gesinde bei groszen summen abziehen lassen B. Sastrow herkommen, geburt (1823) 3, 41; (sie) tobben unde tröyfflen ... der moder by hupen dat gelt aff (1593) Gryse spegel des pavestdomes c 8; Wiedemanske hedde ehr tovorn etlicke pande mit guden worden afgetreifeld ane geld (1562) N. Gentzkow tagebuch, baltische studien 19, 2, 138; in jüngerer zeit mit derselben beschränkung auf das niederdeutsche sprachgebiet: ich sage dir ein für allemal, lasz dein bitten und treifeln J. G. Müller d. herren v. Waldheim (1787) 2, 45; treufeln bitten, flehen, aber unanständig, belästigend, dazu treufler Schütze holst. 4, 280; Richey id. hamb. 314; Mi mecklenb. 94b; träufeln, abträufeln jem. überlisten, etwas listig ablocken (Hildesheim) Klein prov. wb. 2, 193; treufeln kläglich u. unablässig um etwas bitten; treuflersche ein weib, das die kunst versteht, kläglich zu tun Dähnert 494b; heute wohl auch mundartlich im aussterben.
2227 Zeichen · 42 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    treifeln

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    treifeln , auch treufeln, vb., jem. durch bitten oder geschwätz zusetzen, um etwas zu erlangen; mnd. treyfeln entspreche…

  2. modern
    Dialekt
    treifeln

    Rheinisches Wb.

    treifeln dręifəln WMosfrk in Merz-Mettlach , WSaarbg ; abseits -ē- Monsch-Rollesbroich schw.: ein brachliegendes Feld tr…

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