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treie

mhd. bis nhd. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
7 in 4 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
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10
Verweise raus
9

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

treie f.

Bd. 22, Sp. 101
treie, troie, f., wams, jacke; mhd. treie, troie, mnd. troie (troye), troyge, troge, nl. trui; an. treyja, norw. tröya; n. trøie; schwed. tröja alle in der bed. 'jacke', bes. auch 'waffenrock, der unter oder über dem panzer getragen wird'. im mlat. als troga mönchshemd aus pferdeharen s. Falk-Torp 2, 1295; das wort wird auf den frz. stadtnamen Troyes zurückgeführt Falk-Torp a. a. o., Hellquist svensk etym. ordb. 1021a. die deutschen belege zeigen als heimat des wortes das ndd.; obd. kennt es bes. Neidhart, vielleicht als vlämendes modewort? es bezeichnet in erster linie ein durch eingenähte metallstreifen u. dergl. stichfest gemachtes kriegswams, vgl. diplois (i. duplex vestis vel vestis militaris) trOege, troye Diefenbach gloss. 183b, diplois trOege vestis plicata, troge, troye ioupe i. jopa nov. gloss. 136a, triplois troyge 371b (aus meist nd. glossaren des 15. jhs.): (man gibt ihm zur kriegsrüstung) zinen helm ofte ysern hut, zine yseren huven, zine troyen (1345) Oldenb. stat. in statuta Bremensia 825 Ölrichs; in einer hirzes hiute tregt er an dem lîbe sîn ein engestlîch gerüste. sehzic klâfter îsenîn, ligent in der troien sîn bei Neidhart, s. 306 Haupt-Wiessner; im hilfet niht sîn treie noch sîn hiubelhuot ... sîn tumplîcher muot wirt im dâ in getrenket Neidhart 50, 26 Haupt-Wiessner; vgl. auch ebda 36, 7 und kettentroie v. d. Hagen minnes. 3, 199a und 260b; 'si, liebe fraw, wirdt die troi also guot?' 'ja, gast, si ist vor schlegen und stichen so wol behuot, darin so ligen krume nadlen und auch pech' Neithart fuchs 990. aus diesem gebrauch hat sich eine allgemeinere verwendung im sinne eines kleidungsstücks schlechthin entwickelt, ohne dasz die abhebung in jedem fall deutlich würde: joppa jacke vel troge (15. jh. nd.) Diefenbach gloss. 308a; harte wert dünket er sich sîner niuwen treien. diust von kleinen vier und zweinzec tuochen, die ermel gênt im ûf die hant Neidhart 41, 4 Haupt-Wiessner; [] eyn werck ... tu makende mit bomwullen als eyn troye edder des ghelik Stendaler priv. d. kürschner u. schneider von 1346 in cod. Brandbg. 1, 15, 130 Riedel; redensartlich: do besloten se, dat se deme keyser seyn gelt gheven wolden, men wolde de keyser reysen uppe de Turken, so wolden se sik ok uthmaken myt ereme volke ... unde dar wolde de keyser nicht an. des blef de reyse na, unde dar ward af achter en pels unde vör en tröye chron. dtsch. städt. (Lübeck 1471) 31, 84. mundartlich: tröje, tröi gestrickte wollene unterjacke für männer ohne knöpfe, hauptsächlich von arbeitern u. schiffern zum schutz und warmhalten des oberkörpers getragen Doornkaat-Koolman 3, 436; treier ärmellose unterjacke Schumann Lübeck 16.
2682 Zeichen · 69 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    TREIE

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    TREIE s. TROIE.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    treief.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    treie , troie , f. , wams, jacke; mhd. treie, troie, mnd. troie (troye), troyge, troge, nl. trui; an. treyja, norw. tröy…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit treie

5 Bildungen · 3 Erstglied · 2 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von treie

tr + -ei + -e

treie leitet sich vom Lemma tr ab mit Suffixen -ei und -e.

treie‑ als Erstglied (3 von 3)

treielwech

KöblerMnd

treielwech , M. Vw.: s. treilewech

treiereⁿ

Idiotikon

treiereⁿ Band 14, Spalte 717 treiereⁿ 14,717

treiern

DWB

trei·ern

treiern ( offenbar als treiḗrn zu fassen ), vb., s. trahieren sp. 1170. dazu wohl auch in der allgemeineren bedeutung ' aussondern ' das par…

treie als Zweitglied (2 von 2)

bastreie

KöblerMnd

bast·reie

bastreie , M. nhd. Tanz zur Fastnacht (Braunschweig) E.: s. bast, reie L.: MndHwb 1, 151 (bastrey[g]e) Son.: örtlich beschränkt