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trappsen

nhd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
4 in 4 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

trappsen

Bd. 21, Sp. 1272
trappsen (trapsen), vb., weiterbildung zu trappen, besonders starkes intensivum und daher überwiegend nicht die motorische bedeutung des sich fortbewegens, sondern die des akustisch oder sensorisch starken aufstampfens oder des plumpen und täppischen auftretens wiedergebend. die belege reichen, vielleicht zufällig, nicht über das 19. jh. zurück; natürlicherweise überwiegt der mundartliche gebrauch den schriftsprachlichen bei weitem. nur mundartlich die zugehörigen substantive trapsn, pl., fuszstapfen Hentrich Eichsfeld 16; fuszspuren Müller-Fraureuth 1, 239. die troppse, f., ein groszer plumper fusz Bernd Posen 320; drabbser, m., laut auftretende person Hertel Salzunger wb. 47; dazu drabbsersche ebda, trabserin Hertel Thür. sprachschatz 246. — im englischen findet sich die gleiche bildung, s. Murray, 285c u. 286a. der t-anlaut herrscht vor. als seitenform belegt Crecelius 288 neben drapse auch drapsche und drapche; daher wird auch das ebenfalls in Hessen auftauchende trappche(n) in trappch dich (s. u.) zu unserm verb gehören (Vilmar 414). mehrfach erscheinen gerundete formen, z. b. Bernd Posen 318 u. 320; Pasch Altenburg 101; Jungandreas schles. zeitwortbildg. 83 (tropsn, tropsa). als contaminationsform mit trampen, trampeln erscheint trampsen Bernd Posen 320 und sonst. nur selten als 'traben' Martin-Lienhart 2, 764; heftig traben Kaltschmidt 980; trappen Mozin (1856) 4, 852; marches très lourdement Schaffer 2, 3, 369; starke, langsame, schwerfällige, erschütternde tritte machen Brendicke Berl. wortschatz 184; trampeln, bäurisch gehen, auftreten Jungandreas a. a. o.; ähnlich Pasch a. a. o.; hart, laut, schwer auftreten Hertel Thür. 246; trapps nich so! Müller-Fraureuth 1, 239, vgl. Frischbier 2, 408; trappch dich mach dasz du fortkommst, pack dich Estor teutsch. rechtsgel. 3, 1421, s. Vilmar Kurhess. 414; er kāmb angetrappst Albrecht Leipz. 224a. kinderrätsel: es geht die treppe nauf und trappst nich? (der mond) ebda. — major von *, der leisetreter, fängt an zu trappsen Varnhagen v. Ense tageb. 5, 126; wenn deine brincipalität dir darin (in den stiefeln) trapsen hört W. Raabe hungerpastor (1864) 2, 190; schon trappste er jenseits des tiefen grabens in die stoppel Cl. Viebig d. schlafende heer (1904) 1, 7; mit ... dem trapsenden polterigen gang war die darstellerin schon äuszerlich die unentwickelte range tägl. rundsch. 1901, unterh. beil. 1032b.
2427 Zeichen · 55 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Trappsenv., intrs

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    Х Trappsen , v. intrs . das Verstärkungswort von trappen , viel und stark oder derb trappen. D. Trappsen .

  2. modern
    Dialekt
    trappsenschw.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    trappsen schw. 'mit der ganzen Sohle fest und schwerfällig auftreten', trappse (drabsə) [ KL-Lind PS-Hintwdth NW-Gimmdg …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit trappsen

2 Bildungen · 1 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von trappsen 2 Komponenten

trapp+sen

trappsen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

trappsen‑ als Erstglied (1 von 1)

trappsendort

DWB

trappsen·dort

trappsendort , pflanzenname, für lolium tremulentum Nemnich polyglott. 2, 436 ; sommerlolch Kaltschmidt 980 .

trappsen als Zweitglied (1 von 1)