lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

topfstein

mhd. bis Lex. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
8 in 8 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
4
Verweise raus
2

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

topfstein m.

Bd. 21, Sp. 863
topfstein, m., ein thonartiger stein, der sich schneiden und drehen läszt und daher auch zu gefäszen verarbeitet wird, die dann in blechernen büchsen im töpferofen gebrannt werden Adelung 4, 629; Campe 4, 851; Jacobsson 4, 417; Krünitz 186, 160. (er) rechnet diesen stein ... zu denen topf- und speksteinen allg. deutsche bibl. 7 ii 182; brüche von speck- oder topfstein, aus welchem töpfe und schalen gefertigt wurden Ratzel völkerkunde 2, 586; schichtungen von hornblendschiefer und topfstein mit syenitschiefern Ritter erdkunde 5, 702; eine abart des talks ist der topfstein. er hat eine grünlichgraue oder dunkelgrüne farbe und läszt sich sehr gut drehen Thär grundsätze der rat. landwirthschaft (1880) 394; der sogenannte topfstein, lapis ollaris der Römer, ist ein gemenge von talk, chlorit und glimmer. welches sich an vielen orten in den alpen findet Oken allg. naturgesch. 1, 179; ich könnte zu diesem behuf mit einigen hübschen langen stücken topfstein (lapis ollaris) dienen, welcher die magnetnadel stark bewegt Göthe IV 15, 23 Weim.; ein topfstein (lapis ollaris), der zwar zu kesseln, töpfen oder lampen nicht kompakt genug ist, aber, unter dem namen des giltsteins, in dicke platten zu unvergänglichen stubenöfen gehauen wird Matthisson schriften 6, 164. — vielfach ist der toffstein (s. tuffstein), der poröse reibstein 'tophus', der bei den alten auch 'ostracites' hiesz, als topfstein aufgefaszt oder mit diesem verwechselt worden Frischlin (1591) 42; Corvinus fons lat. (1646) 890. Schönsleder prompt. (1647) Gee 7 b; Comenius ianua V ling. (1644) nr. 86; Dentzler clavis germ.-lat. 288 a; Pomey 174; dasz er biszweilen in denen magen der thiere topffsteine gefunden habe Prätorius anthropodemus 1, 56. —
1745 Zeichen · 23 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    topfsteinst. M.

    Köbler Mhd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    topfstein , st. M. Vw.: s. tupfstein

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Topfstein

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Topfstein , des -es, plur. inus. ein thonartiger Stein, oder eigentlich, ein mit Glimmer vermischter Seifenstein, we…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Topfstein

    Goethe-Wörterbuch

    Topfstein [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Topfstein

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Topfstein , Lawezstein , Mineral aus Talk, Thon, Kiesel, Kalk u. etwas Eisen bestehend, läßt sich mit dem Meißel bearbei…

Verweisungsnetz

14 Knoten, 6 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Kompositum 6 Sackgasse 8

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit topfstein

6 Bildungen · 6 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von topfstein 2 Komponenten

topf+stein

topfstein setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

topfstein‑ als Erstglied (6 von 6)

topfsteinurne

DWB

topfstein·urne

topfsteinurne , f. : eine kleine topfsteinurne, gelb und grau gestreift Ritter erdkunde 7, 292 . —