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Thāles

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Thāles

Bd. 19, Sp. 451
Thāles, griech. Philosoph, der erste der sogen. ionischen Schule, geb. um 624 v. Chr. zu Milet in Kleinasien, gest. um 543, unternahm in seinen reifern Jahren Reisen nach Kreta, Phönikien, Ägypten und hielt sich auch an dem Hofe des Königs Krösos auf. Indem er das Seiende auf ein möglichst einfaches Prinzip zurückzuführen und aus diesem die Mannigfaltigkeit der Erscheinungen abzuleiten suchte, stellte er das Wasser als Grundprinzip aller Dinge auf, aus dem alles entstanden sei und fortwährend entstehe, sowie alles auch wieder in das Wasser zurückkehre. Wahrscheinlich leitete er dann aus der Verdichtung und Verdünnung jenes Grundstoffes die Veränderung der Dinge ab. Seine Lehren wurden erst von spätern Philosophen, namentlich von Aristoteles, ausgezeichnet. Auch wurden ihm eine Menge Gnomen oder Sentenzen, wie das berühmte »Erkenne dich selbst«, zugeschrieben, wegen derer er den sogen. sieben Weisen Griechenlands zugezählt wurde. Er soll dem Krösos mechanische Hilfsmittel zur Abdämmung des Halys an die Hand gegeben, das Jahr auf 365 Tage bestimmt und eine Sonnenfinsternis, die in das Jahr 585 fiel, vorausgesagt haben. Als seine vorzüglichsten Schüler werden Anaximander, Anaximenes und Pherekydes genannt. Vgl. Dekker, De Thalete Milesĭo (Halle 1864).
1270 Zeichen · 16 Sätze

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  1. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Thales

    Goethe-Wörterbuch

    Thales [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Thales

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Thales aus Milet , ein Philosoph, mit welchem Diogenes Laërtius die Reihe der jonischen Naturphilosophen eröffnet und de…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit thales

9 Bildungen · 9 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

thales‑ als Erstglied (9 von 9)

thalesaue

DWB

thales·aue

thalesaue , f. : sie zogen übers joch des berges in die grünen jenseit'gen thalesau'n. Freiligrath (1870) 1, 108 .

thalesenge

DWB

thale·senge

thalesenge , f. , vgl. thalenge: in schroffer felsen thalesenge. W. v. Humboldt sonette 183 .

thalesflur

DWB

thales·flur

thalesflur , f. , vgl. thalflur: er sieht nicht das bunte wimmeln auf ferner thalesflur. A. Grün ges. werke 3, 93 .

thalesgrund

DWB

thales·grund

thalesgrund , m. , vgl. thalgrund: ein gegenruf erscholl aus thalesgrunde. Chamisso (1872) 2, 80 ; über nachts, im thalesgrunde, wandelt's h…

thalespfütze

DWB

thales·pfuetze

thalespfütze , f. : und wenn von steilen bergesspitzen der jugend wort das volk ermannt, verkrochen längst in thalespfützen die alten sich v…

thalesplan

DWB

thales·plan

thalesplan , m. , vgl. thalesfläche: wie's glitzert und funkelt im thalesplan von helmen bunt, von schwertern hell. A. Grün ges. werke 1, 31…

thalesschlucht

DWB

thales·schlucht

thalesschlucht , f. , vgl. thalschlucht: Kaaba's heil'ge bucht, um die ein zudrang ist aus jeder thalesschlucht. Rückert Bostan 3, 9 .

thalessteg

DWB

thales·steg

thalessteg , m. : da tönt ein liedlein vom grund des thalesstegs. A. Grün ges. werke 3, 144 ; die wandrer ziehn auf thalesstegen. 4, 208 .

thalesweite

DWB

thales·weite

thalesweite , f. , vgl. thalweite: ( dasz schützend ) der engel, der die pilger führt, zur sichern thalesweite den rittersmann geleite. Uste…