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Täufer

nhd. bis spez. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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6 in 6 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Täufer

Täufer

taufen Vb. ‘an jmdm. die christliche Taufe vollziehen’ (durch Besprengen des Kopfes mit geweihtem Wasser, anfangs, verschiedentlich noch heute, durch Eintauchen des ganzen Körpers in Wasser), ‘einen Namen geben’. Das gemeingerm. Verb ahd. toufen (um 800), mhd. toufen, töufen ‘untertauchen, taufen’, asächs. dōpian, mnd. dȫpen ‘tauchen, taufen’, mnl. dōpen, nl. dopen, aengl. dēopian ‘untertauchen’, schwed. döpa ‘taufen’, got. daupjan ‘eintauchen, taufen’ ist (ablautendes) Faktitivum (eigentlich ‘tief machen’, d. h. ‘ein-, untertauchen’) zu dem unter tief (s. d.) behandelten Adjektiv. Die Verwendung des Verbs im christlichen Sinne geht von got. daupjan aus, womit Wulfila griech. baptízein (βαπτίζειν) ‘wiederholt ein-, untertauchen’, kirchensprachlich ‘taufen’ wiedergibt, Erweiterung von griech. báptein (βάπτειν) ‘untertauchen’; vgl. spätlat. baptizāre ‘beträufeln’, kirchenlat. ‘taufen’. Durch gotische Arianer oder griechische Kaufleute dringt das got. Verb donauaufwärts (5. Jh.) ins Bair., von wo aus es sich im Kontinentalgerm. weiter verbreitet. Ihm stehen eigene Bezeichnungen in aengl. fulwian ‘taufen’ und anord. skīra ‘reinigen, taufen’ gegenüber. – Taufe f. ‘Sakrament zur Aufnahme des Täuflings in die Gemeinschaft der Christen, feierliche Namensgebung’, ahd. toufī (8. Jh.), touf (9. Jh.), toufa (bair. 11. Jh.), mhd. touf(e), asächs. dōpi, mnd. dȫpe, mnl. dōpe, nl. doop, got. daupeins; nach griech. (kirchensprachlich) báptisma (βάπτισμα) ‘Taufe’. Täufer m. ‘wer tauft’, ahd. toufāri (9. Jh.), mhd. toufære, toufer. Täufling m. ‘wer getauft wird’ (16. Jh.). Taufname m. ‘in der Taufe gegebener Name, Vorname’, mhd. toufname.
1647 Zeichen · 64 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Täufer

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Täufer , des -s, plur. ut nom. sing. derjenige, welcher die Taufe handhabet, welcher tauft, ein für sich allein nur …

  2. modern
    Dialekt
    Täuferm.

    Pfälzisches Wb.

    Täufer m. : 1. Pl. 'Wiedertäufer, Mennoniten', Deefeʳ [Zweibr ( Wilms Alph. 17)]. — 2. der biblische Johannes der T. a.…

  3. Spezial
    Täufer

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Täu|fer m. (-s,-) batiadú (-dus) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit taeufer

6 Bildungen · 5 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von taeufer 2 Komponenten

tau+fer

taeufer setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

taeufer‑ als Erstglied (5 von 5)

täuferfest

DWB

taeufer·fest

täuferfest , n. das fest Johannes des täufers Alxinger Bliomb. 11, 55 , des täufers fest 11, 124.

täufergut

DWB

taeufer·gut

täufergut , n. das confiscierte, vom täufervogt verwaltete vermögen der wiedertäufer. schweiz. idiot. 2, 552. 1, 709.

täuferisch

DWB

taufe·risch

täuferisch , adj. , die täuferische lehre, die lehre der wiedertäufer ( vgl. täufisch und wiedertäuferisch). Stumpf 382 a .

taeufer als Zweitglied (1 von 1)

wi(e)dertäufer

DWB

wieder·taeufer

wi(e)dertäufer , m. , anabaptista. nomen agentis zu wiedertaufen oder kompos. zu täufer. nl. wederdoper; aus dem mnd. wedderdoper entlehnt i…