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supfen

ahd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
9 in 7 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
13
Verweise raus
21

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

supfen

supfen

saufen Vb. ‘trinken’ (vom Vieh), ‘unmäßig trinken, Alkohol zu sich nehmen’ (derb), ahd. sūfan (9. Jh.), mhd. sūfen ‘schlürfen, trinken’, mnd. mnl. sūpen, nl. zuipen, aengl. sūpan, engl. to sup, anord. sūpa, schwed. supa (germ. *sūpan). Herkunft ungesichert. Das Verb kann mit den unter Suppe und seufzen (s. d.) genannten Formen sowie mit aind. sū́paḥ ‘Brühe, Suppe’ und aslaw. sъsati, russ. sosát’ (сосать) ‘saugen’ an eine mit Labial erweiterte (ie. *seub-, *sūb- bzw. *seup-, *sūp-) lautmalende Wurzel ie. *seu-, *seu̯ə-, *sū- ‘tropfen lassen, schlürfen, saugen’ angeschlossen werden (wozu auch mit Guttural erweitertes saugen, s. d.). Die alte Bedeutung ‘schlürfen’ (vgl. noch engl. to sup ‘schlürfen, in kleinen Schlucken trinken, nippen’) entwickelt sich im 16. Jh. zu ‘hastig und viel, maßlos trinken’ (besonders Alkohol). Als Intensivum abgeleitet supfen Vb. ‘schlürfend trinken’ (15. Jh.), süpfeln Vb. (16. Jh.). Säufer m. ‘wer sich (regelmäßig) betrinkt’ (16. Jh.). Sauferei f. ‘Trinkgelage’ (15. Jh.). Saufaus m. ‘Trunkenbold’, imperativischer Satzname (Hans Sauffauß, 1595), nd. Sūpūt. besaufen Vb. (reflexiv) ‘sich betrinken’, dazu besoffen Part.adj. ‘betrunken’ (16. Jh.). versaufen Vb. ‘versinken, ertrinken’, mhd. versūfen; dagegen ahd. firsūfan ‘(gierig) hinunterschlürfen’ (8. Jh.); dann ‘mit Trinken durchbringen’ (15. Jh.), dazu versoffen Part.adj. ‘durch Saufen heruntergekommen, dem Alkohol ergeben’ (16. Jh.). ersaufen Vb. ‘in der Flut umkommen, ertrinken’ (16. Jh.); vgl. mhd. ersoffen ‘betrunken’, ahd. irsūfan ‘(gierig) hinunterschlürfen’ (8. Jh.). Dazu im 16. Jh. das umgelautete Kausativum ersäufen Vb. ‘versenken, ertränken’, mhd. ersoufen; dafür ahd. bisoufen (um 800). Suff m. (mit der Nebenform Soff, s. Gesöff) ‘Trunksucht, Alkoholrausch, Betrunkenheit’ (17. Jh.). süffig Adj. ‘angenehm, leicht zu trinken, wohlschmeckend’ (19. Jh.), älter ‘trunkliebend, dem Trinken ergeben’ (16. Jh.). süffeln Vb. ‘mit Genuß trinken’ (19. Jh.).
1962 Zeichen · 97 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    supfensw. V. (1a)

    Köbler Ahd. Wörterbuch

    supfen , sw. V. (1a) nhd. trinken, schlürfen ne. drink (V.), sip (V.) ÜG.: lat. haurire Gl Hw.: s. lang. *supfjan Q.: Gl…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    supfenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +3 Parallelbelege

    supfen swv. BMZ schlürfen, trinken. sorbere, sorbillare Dfg. 543 a . Schm. Fr. 2, 319. — mit ûʒ. intens. zu sûfen;

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Supfenv., intrs, trs

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    † Supfen , v. intrs . u. trs . im Schwäbischen, aus einem zu vollen Glase so viel trinken und schlürfen, daß es nicht üb…

  4. modern
    Dialekt
    supfen

    Südhessisches Wörterbuch

    supfen Band 5, Spalte 1657-1658

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit supfen

7 Bildungen · 3 Erstglied · 3 Zweitglied · 1 Ableitungen

supfen‑ als Erstglied (3 von 3)

supfenessen

DWB

supfen·essen

supfenessen , n. , vgl. supfe ' suppe ': und soll auch kein nachthochzeit ... getanzt oder sopfenessen gehalten werden (16./17. jh. ) bei Ba…

supfenfresser

DWB

supfen·fresser

supfenfresser , m. : adulator ein supffenfresser J. Orsäus nomencl. ( Stadthagen 1623) 127, vgl. suppenesser ' schmarotzer '.

supfenkrieg

DWB

supfen·krieg

supfenkrieg , m. , gasterei, zu 1 suppe 5 a ' mahl ' ; vgl. teil 4, 1, 4, sp. 7677 gläserkrieg ' zecherei ': da er ( der krieger ) dan nicht…

supfen als Zweitglied (3 von 3)

ine(n)supfen

Idiotikon

ine(n)supfen Band 7, Spalte 1257 ine(n)supfen 7,1257

ī(n)supfen

Idiotikon

ī(n)supfen Band 7, Spalte 1257 ī(n)supfen 7,1257

ūzsupfen

KöblerMhd

ūzsupfen , sw. V. nhd. ausschlürfen ÜG.: lat. exsorbere Gl Q.: Gl, Marner (13. Jh.) E.: s. ūz, supfen (1) W.: nhd. DW- L.: LexerHW 2, 2032 (…

Ableitungen von supfen (1 von 1)

versupfen

DWB

versupfen , verb. , nur obd. in älterer sprache, zu supfen ( s. d. ), verwandt mit saufen. inebriari Scherz gloss. germ. 1782 . vgl. elsäss.…

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APA
Cotta, M. (2026). „supfen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/supfen/pfeifer_etym
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Cotta, Marcel. „supfen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/supfen/pfeifer_etym. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „supfen". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/supfen/pfeifer_etym.
BibTeX
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