Eintrag · Mecklenburgisches Wb.
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Lautwandel-Kette
Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart
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modern
Dialektsülf
Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg
sülf a. Spr. selb 1. mit Artikel derselbe: 'bi deme selven ackere' (1400) UB. 24, 33; 'des sulven iares' (1487) Jb. 47, …
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Wortbildung
Komposita & Ableitungen mit suelf
103 Bildungen · 103 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen
suelf‑ als Erstglied (30 von 103)
sülfanner
MeckWB
sülfanner selbander, zu zweit: sülwanner, -ww- Mi 89 b ; 'Otto Sackken ... sulff andere quam' (1529) Jb. 9, 83; sülfanner Ha Belsch ; zülf- …
sülfannern
MeckWB
sülfannern Weiterbildung zum Vor. mit gleicher Bedeutung: Einbömig un sülfannern (: wannern) H. Schröd. Gord. 121.
sülfbrēke
MNWB
sülfbrēke Pflanzenname „Ranunculus sceleratus, flammula (Jovis)”, „flammula, apium aquaticum, apium ranarum”. Vgl. bernekrût.
sülfdêdich
MNWB
sülfdêdich , adj. , „peccatum actuale sulfdedich zunde ”.
sülf)dicht(et
MNWB
(sülf)dicht(et) , self- , ppt. adj. , selbstersonnen (SL).
sülfdrei
MeckWB
sülfdrei wie das Folg. : sei (kemen) sülwt drei äwer mi her un slogen mi dat Fell ... mör Reut. 3, 305.
sülf)drif(t
MNWB
° (sülf)drif(t) , self- Betreiben der Mast mit eigenen Schweinen (Zs. Berg. Gesch. Ver. 12, 253).
sülfdrîstichêⁱt
MNWB
sülfdrîstichêⁱt , f. , Mutwille, Eigenmächtigkeit (SL).
sülfdrüdd'
MeckWB
sülfdrüdd' selbdritt, zu dritt; die Schreibung sülftdrüdd' hat wie sülfttwei(t) keinen eigenen Lautwert; 'de guder hande lude schollet sick …
sülfdrüdde
MNWB
sülfdrüdde selbdritt;
1(sülf)egge
MNWB
1 (sülf)egge , self- , f. , die natürliche ungesäumte Kante des Tuches, Webekante.
(sülf)êⁱgen
MNWB
° (sülf)êⁱgen , sülfst- , adj. , in eigener Person , eigen (Rosarium 122).
sülfelft
MeckWB
sülfelft zu elft: süffelft Wa.
sülfende
MNWB
sülfende natürliche Leiste eines Tuches, Webkante.
(sülf)erdichtet
MNWB
° (sülf)erdichtet , self- , ppt. adj. , selbstersonnen , selbstausgedacht (Dan. v. Soest 302).
(sülf)erdichtinge
MNWB
° (sülf)erdichtinge , self- , f. , Hirngespinst (Dan. v. Soest 298).
sülfern
DWB
sulfern , sülfern , auch sulbern, vb. in obd. und nd. dialekten verbreitet. in der bedeutung unterscheiden sich zwei gruppen, zwischen denen…
sülffar
MeckWB
sülffar a. Spr. von natürlicher Farbe, ungefärbt: 'tantum grisei panni de sulfoer, quod habeat tunicam et capucium' (Ro 1351) UB. 13, 40; 'I…
sülfföft
MeckWB
sülfföft zu fünft: 'he schal sik utten sulph vifte mit eden uppen hilghen' (1317) UB. 6, 287; 'Clawe Linow sulf vefte' (1496) Tessin Boiz. 5…
sülfgelde
MNWB
sülfgelde , m. , Hauptschuldner, auch Bürge für den Hauptschuldner.
sülfgeldeschop
MNWB
° sülfgeldeschop Obligation für den Hauptschuldner (Harz-Zs. 38, 158).
sülf(ge)richte
MNWB
sülf(ge)richte , self- , silf- , n. , gewalttätige angemaßte Selbsthilfe; Gewalttätigkeit, Gewalttat , (ên) s. dôn.
sülfgewōltgerichte
MNWB
sülfgewōltgerichte.
sülfgrâ
MNWB
sülfgrâ (-gra[u]w) , adj. , von Tüchern und Wolle: ungefärbt, grau.
sülfhêre
MNWB
sülfhêre , sülves- , ° silves- (Strals. Stb. 168 als Beiname [1280]), sölves-, m. , °1. selbständiger Kaufmann (Lüb. StR. ed. Korlén 140 und…
sülfhêrich
MNWB
° sülfhêrich (süllef-) , adj. , eigenmächtig, selbstherrlich (Mitt. Lüb. Gesch. 3, 61 [= Zs. Lüb. Gesch. 17, 62]).
sülfmeister
DWB
sülfmeister , m. in Lüneburg bezeichnung für den besitzer eines salzwerkes ( pfanne, kothe ), in Mittel- und Süddeutschland pfänner ( vgl. C…
sülfmê(i)sterdêner
MNWB
sülfmê(i)sterdêner.
sül(f)mö̂delĩken
MNWB
sül(f)mö̂delĩken , adv. , 1. aus eigenem Antrieb, freiwillig (SL). 2. eigenwillig, frevelhaft .
sülfmö̂dich
MNWB
sülfmö̂dich (-moydich) , adj. , 1. freiwillig, ungezwungen. 2. eigenwillig, eigenmächtig, rücksichtslos; überheblich, anmaßend.