Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Sublimat
Sublimat
sublim Adj. ‘erhaben, verfeinert, vergeistigt’, Entlehnung (2. Hälfte 17. Jh.) aus lat. sublīmis ‘hoch, erhaben, emporstehend, emporragend’, übertragen auch von Rede und Dichtung; zu lat. līmen ‘Schwelle, Türschwelle’. Im Dt. anfangs vom erhabenen Stil, seit dem 18. Jh. in erweiterter Anwendung. Einfluß von gleichbed. mfrz. frz. sublime ist wahrscheinlich. – sublimieren Vb. ‘ins Erhabene steigern, verfeinern, veredeln’ (18. Jh.), zuvor (Mitte 15. Jh.) als Fachwort der Alchimie bzw. der Chemie ‘unmittelbar aus dem festen in den gasförmigen bzw. aus dem gasförmigen in den festen Aggregatzustand übergehen oder überführen’, aus lat. sublīmāre ‘(hoch) erheben, emporheben’; vgl. mfrz. frz. sublimer. Sublimat n. ‘unmittelbar aus dem gasförmigen Zustand (mit Überspringen des flüssigen) ausgeschiedener fester Niederschlag’ (16. Jh.), auch Bezeichnung für ‘Quecksilberchlorid’, lat. sublīmātum, substantiviertes Neutrum des Part. Perf. von lat. sublīmāre (s. oben).