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stumpfsinnig

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Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

stumpfsinnig

stumpfsinnig

stumpf Adj. ‘ohne Spitze, nicht scharf’, ahd. stumph (Hs. 12. Jh.), mhd. stumpf, (md.) stump ‘verstümmelt, gestutzt, unvollkommen, übel’, mnd. stump, mnl. nl. stomp. Das nur im Dt. und Nl. heimische Adjektiv (westgerm. *stumpa-) stellt sich mit Stumpf, Stümper und (ablautend) Stempel (s. d.) sowie lit. stùmbas ‘Strunk, Stamm’, stimburỹs ‘Schwanzstumpf, Stummel’ zu der unter stampfen (s. d.) angegebenen Variante ie. *stemb- der unter Stab (s. d.) genannten Wurzel. Die älteste Bedeutung ist ‘verstümmelt, verkürzt’. In der Mathematik stumpfer Winkel (um 1400), d. h. ‘nicht spitzer, sondern breiter, weiter Winkel’ (wohl Übersetzung von lat. angulus obtūsus). – stumpfen Vb. ‘stutzen, beschneiden, stumpf machen’, mhd. stumpfen. abstumpfen Vb. ‘stutzen, stumpf machen bzw. werden’ (16. Jh.), übertragen ‘abschwächen, unempfindlich, gefühllos machen bzw. werden’ (Ende 18. Jh.). Stumpfheit f. ‘Zustand des Stumpfseins’, spätmhd. stump-, stumpfheit; überwiegend übertragen (seit Ende 18. Jh.) auf die körperliche und geistige menschliche Haltung der ‘Unempfindlichkeit, Trägheit, mangelnden Reaktionsfähigkeit’. stumpfsinnig Adj. ‘geistesschwach, dumm’ (15. Jh.; vgl. mhd. stumpfer sin), ‘geistig uninteressiert und träge, gefühllos’ (18. Jh.); daraus rückgebildet Stumpfsinn m. ‘Geistesschwäche’ (Ende 18. Jh.), dann besonders ‘geistige Trägheit, Teilnahmslosigkeit’, auch ‘Langweiligkeit, Monotonie’.
1403 Zeichen · 55 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stumpfsinnigadj, adv

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Stumpfsinnig , — er, — ste , adj . u. adv . stumpf an Sinn, stumpfe Sinne habend, wie auch Stumpfsinn habend, beweisend …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stumpfsinnig

2 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von stumpfsinnig

stumpfsinn + -ig

stumpfsinnig leitet sich vom Lemma stumpfsinn ab mit Suffix -ig.

Zerlegung von stumpfsinnig 2 Komponenten

stumpf+sinnig

stumpfsinnig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

stumpfsinnig‑ als Erstglied (2 von 2)

stumpfsinnigkeit

DWB

stumpfs·innigkeit

stumpfsinnigkeit , f. , seit dem 17. jh. 1) bis heute von stumpfsinn durch schärfere begrenzung auf die bedeutung ' geistesschwäche, stupidi…

stumpfsinniglich

DWB

stumpfs·inniglich

-sinniglich , adj. , ' dumm ': tumlich, grobsinniglich, ungelirniglich, stumpfsinniglich voc. theut. (1482) hh 3 a . —

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „stumpfsinnig". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 13. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/stumpfsinnig/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „stumpfsinnig". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/stumpfsinnig/pfeifer_etym. Abgerufen 13. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „stumpfsinnig". lautwandel.de. Zugegriffen 13. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/stumpfsinnig/pfeifer_etym.
BibTeX
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