Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
stumpfsinn m.
stumpfsinn , m. , ' stumpfsinnigkeit ', seit ende des 18. jh., rückgebildet aus stumpfsinnig, ebenso wie scharfsinn; vgl. das ältere stumpfsinnigkeit. 1 1) eigenschaft, haltung oder zustand des menschen im sinne von ' geistesschwäche, fühllosigkeit ', stumpfheit und stumpfer sinn nahezu entsprechend: diesen keineswegs scharfsinn, sondern den allerhöchsten grad des stumpfsinns verrathenden skepticismus Fichte 5, 554 ; grosz sind des berges kräfte; da wirkt natur so übermächtig frei, der pfaffen stumpfsinn schilt es zauberei Göthe 15, 1, 264 W.; oft über das intellectuelle hinausgreifend: der mu…