Hauptquelle · Pfälzisches Wb.
Strohboßen m.
Stroh-boßen m. : 'Gebund Stroh', heute auch 'maschinengepreßter Strohballen', -boße, -bose [mancherorts], -bouße, -bouse [LA-Edk Venn, PfId. 138]; Syn. s. Boßen 1. SprW.: E Hul'lwell (Hudelwelle) im Dorf isch besser als e Strohbose außer Dorf, d. h. eine Frau aus dem eigenen Dorf ist trotz mancher Mängel besser als eine vermögendere, attraktivere Frau von außen [ Gimmel in: PfL 27. 11. 1922]. Brauchtum: »Ein Strohbosen, auf eine Stange gesteckt, diente symbolisch zum 'Judasverbrennen'. Die Buben sprangen um's Feuer und riefen: De Judas werd verbrennt « [ Carl Pfalz im Jahr 132]. a. 1550: 650 s…