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STRÂƷE

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Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)

STRÂƷE stswf.

Bd. 3, Sp. 676a
STRÂƷE stswf. strasse, weg. ahd. strâʒa aus lat. strata sc. lat. via Gr. 3,395. Graff 6,759. Wackernagel umdeutschung 41. in beziehung auf das schwanken der declination bemerkt Sommer zu Flore 2961: starke und schwache formen wechseln, wie bei Konrad Fleck, in der Eneit, bei Walther, Konrad von Würzburg (s. anm. zu Silv. 2708), in der guten frau. nur stark brauchen strâʒe Hartmann von Aue, Gottfried von Strassburg, Heinrich von dem Türlein, Heinrich von Freiberg, Ulrich von Türheim, Reinbot. Wolfram hat im Titurel und Wilhelm die starke, im Parzival die schwache flexion. — platea, strata sumerl. 44,51. — diu strâʒe ist vil wît spec. eccles. 140. strâʒe und ein pfärt begunde tragen Gâwânn gein der porte Parz. 403,13. Gâwâns strâʒe ûf einen walt gienc das. 397,27. ûʒ der stat vür die sîn strâʒe rehte gienc bei welcher sein weg vorbei führte Iw. 226. ein strâʒe stracte sich ûf Ôsterlant Pass. K. 232,36. wirt, durch mich ein strâʒe gât (der schlund) MS. 2,105. b. beidenthalp der strâʒen En. 338,15. er îlte zuo der strâʒe wege troj. s. 191. b. er volgete einer strâʒe Iw. 145. der rehten strâʒe reit si nâch das. 219. eine strâʒe er dô gevienc, diu gein den Berteneisen gienc: diu was gestrîchet unde breit Parz. 142, 3. daʒ er die rehten strâʒen lie und einen holzstîc gevie Ls. 1,279. si reit ein strâʒen wît unde sleht Parz. 601,9. vgl. 339,16. 459,15. trâten hin ze tal vil manige wîte strâʒe (: mâʒe) Pass. K. 122,71. wan daʒ er die strâʒe iemer mêre vür sich maʒ darauf vorwärts strich krone 174. b. sîne strâʒe, strâʒen varn En. 70,11. Iw. 40. Walth. 29,20. Teichn. 262. gân das. 99. Albr. 24,51. Flore 3992. loufen H. zeitschr. 8,309. 310. rîten krone 280. b. hin kêren das. 45. b. swer die strâʒe nu verbirt, der sie iedoch bûwen muoʒ das. 107. b. der wîsete si die strâʒe in daʒ Ôsterlant Nib. 1269,2. wir rûmden eine strâʒe (für das hölzerne pferd) funfzich klâfteren wît En. 46,15. einem die str. rûmen Diemer 314,3. Trist. 4915. Parz. 768,4. offenen das. 225,30. versetzen U. Trist. 2734. Barl. 369, 3. verlegen Alph. 341. wern Mai 163, 4. er hie (hieb) eine strâʒen durch die wîte schar Alph. 436. 451. 453. vgl. gaʒʒe. — ein stîc uns ab der strâʒe truoc Ls. 3,83. quâmen dar in schiffen und an der strâʒen En. 344, 17. an der strâʒe den bal werfen Walth. 39,4. ze hove und an der strâʒen das. 105,38. an der strâʒe das. 46,36. gewalt vert ûf der strâʒe Walth. 8,25. stêt eʒ als übel ûf der strâʒe Walth. 62,4. dô si ûf der strâʒe unterwegs wâren 1696,4. sus bin ich ûf der strâʒen Parz. 367,1. wan daʒ ich mich ûf der strâʒen mîns koufes begange Flore 3546. von sînen zeichen wil ich niht mê sagen, wan iʒ sîn di wende vol gemâlt und di blinden singens ûf der strâʒen myst. 16,4. vgl. Wackernagel lit. 141,4. ûf der strâʒe, strâʒen Iw. 224. Nib. 1114,4. 1219,3. 1242,3. daʒ swert wac alsô rehte nider und lag ûf sîner strâʒe in sô gevüeger mâʒe, daʒ eʒ noch ûf noch nider wac Trist. 6587. daʒ minne zwei herze von ir strâʒe hete brâht das. 11883. wol balde von der strâʒen fort! das. 16015. sie kêrden von der strâʒen En. 184,36. dar kêrte ich mêr dan eine mîle von der strâʒe Walth. 104,25. er nam in sunder ûf daʒ velt von strâʒe W. Tit. 92,3. über ronen âne strâʒen Parzivâl fürʒ venster reit Parz. 430,26. si bereite sich ûf die strâʒe Iw. 217. brâhte in ûf eine schœne strâʒe, diu was ze guoter mâʒe breit unt geriten hin und her Trist. 2575. ûf die str. varn, rîten, kêren W. Wh. 198,11. Flore 3495. 2961. Silv. 2707. ich hân mîn schouwen ûf strâʒe gar verlorn W. Tit. 117,3.plural. die phade und die strâʒen En. 238,11. stîge unde strâʒe Nib. 1534,3. die gaʒʒen und die strâʒen wît mit rôsen wurden alle beströuwet troj. s. 143. b. zer helle drî strâʒe gânt, die zallen zîten offen stânt Vrid. 66,5. vgl. 161,21. drî strâʒe truogen drin (in die stadt) koufes von dem lande genuoc g. Gerh. 1284. sîn lop hât durch die werlt gebant vil strâʒen unde stîge amgb. 15. b. si hieten die strâʒe beseʒen Judith 143, 12. daʒ die wærn ir strâʒen ihre strasse gegangen, fortgezogen sein W. Wh. 238,4. si giengen an die strâʒe dâ die armen sâʒen Genes. D. 112,36. krumbe wege die gênt bî allen strâʒen Walth. 113,25. die in den strâʒen stuonden unde sâʒen Iw. 224. ûf stîgen unde ûf strâʒen troj. s. 196. b. die hêren und die frouwen die si wolden schouwen, si quâmen zu den strâʒen En. 149,29.mit genitiv. oberthalp des dorfes strâʒe steig er über den anger Nith. 32,5. roubten und morten di unsern ûf des keisers strâʒe Zitt. jahrb. 32,11. nu ist uns gebant des tôdes strâʒe alze wît Barl. 105,13. eʒ gênt des tôdes strâʒe die pfaffen sam die leien hin Helbl. 2,800. daʒ ist ûʒ menschen sinne strâʒen, daʒ sül wir dem gelouben lâʒen Teichn. 63. sô bûwes du ûf êren strâʒe Walth. s. 149. si trit ûf êren strâʒen her Frl. 354,16. die nie ûf êren strâʒen doch kam das. 384,9. fröuden strâʒe MS. 1,22. b. ich bûw der minne strâʒe leseb. 583, 36. — diu strâʒe an dem himel die milchstrasse Megb. 78,20. — unerbûwen strâʒe Er. 5313. die rehten strâʒe si vermiten: die baʒ gebûwen si riten das. 7816. vgl. H. zeitschr. 3, 270. s. auch ich bûwe bd. 1,288. a. an ungebanten strâʒen soltu tunkel fürte lâʒen Parz. 127,15. ein mittelmæʒege strâʒe mittelstrasse krone 90. a. alle stîg niur varn lâʒ, die dâ vüerent ûf und abe, und besunderlîch dich habe nâch der mittern strâʒen guot Teichn. 62. der wart geneiget ûf die valscheit daʒ sînes herzen girekeit ûʒ rechter strâʒe wagete Pass. K. 15,81. daʒ er gotes heiligeʒ gebot predigete ûf rechter strâʒe in rechter weise das. 39, 21. dar an hâstu wol getreten ein lobelîche strâʒe das. 71,59. — die sîdînen strâʒe streifen die kôs man kûmelîche dâ: si wâren wâ unde wâ sô mit dem golde ertrenket und in daʒ golt versenket die kleider waren so reichlich mit gold besetzt, dass man die seidenfäden des gewebes kaum sah Trist. 11112. sô hie ein strâʒe, sô dort ein strâʒe mit iuwern wæhen wæten Bert. 414,24.
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Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    STRÂƷEstswf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +2 Parallelbelege

    STRÂƷE stswf. strasse, weg. ahd. strâʒa aus lat. strata sc. lat. via Gr. 3,395. Graff 6,759. Wackernagel umdeutschung 41…

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straze‑ als Erstglied (7 von 7)

strazebörger

KöblerMnd

strazebörger , M. Vw.: s. strāssebörgære*

strâʒenloufer

Lexer

strâʒen-loufer stm. strassenläufer Mgb. 380, 22 ( »ich glaube, dass Mgb. mit strâʒenloufer sein deutsches buch bezeichnet hat im gegens. zu …