Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Strapaze f.
Strapaze f.
Strapaze f. ‘große Anstrengung’, entlehnt (17. Jh.) aus ital. strapazzo m. ‘Abarbeitung, Quälerei, schlechte Behandlung’, zu ital. strapazzare ‘mißhandeln, schlecht behandeln, pfuschen’, dessen Herleitung unsicher ist. Mit hoher Wahrscheinlichkeit kann man in dem ital. Verb eine Bildung mit steigerndem ital. stra- ‘überaus, äußerst’ (lat. extrā ‘außerhalb’) zum Präsensstamm des Verbs lat. patī ‘(er)dulden, sich gefallen lassen, hinnehmen, (er)leiden’ sehen. Im Dt. ist Strapatz, dem Ital. folgend, zunächst Mask., seit dem 18. Jh., vielleicht unter Einfluß von Anstrengung, Mühe, Qual, gilt fem. Genus. – strapazieren Vb. ‘sehr beanspruchen’, (reflexiv) ‘sehr anstrengen, sich abarbeiten’ (17. Jh.), ital. strapazzare. strapaziös Adj. ‘sehr anstrengend’ (19. Jh.), französierende Bildung zu Strapaze, wohl nach gleichbed. ital. strapazzoso.