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stichhaltig

nhd. bis spez. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

stichhaltig

stichhaltig

Stich m. ‘Einbohren eines spitzen Gegenstandes, die dadurch entstandene Wunde, Einstechen einer Nadel (mit Faden), das dadurch entstehende Fadenmuster, stechender Schmerz, steile Anhöhe, beginnende Fäulnis’, ahd. stih (um 900), mhd. stich, auch ‘Knoten, Punkt, Augenblick, abschüssige Stelle, steile Anhöhe’, asächs. stiki, mnd. stēk(e), mnl. stēke, nl. steek, aengl. stice, engl. stitch, got. stiksStich, Punkt’ (germ. *stiki-) steht als Verbalabstraktum zu den unter stechen (s. d.) angeführten Wurzelerweiterungen ie. *(s)teg- bzw. *(s)teig-, *(s)tig- ‘stechen, spitz’. Die Wendung im Stich lassen ‘bei Gefahr allein lassen, verlassen’ (15. Jh., geläufig seit 17. Jh.) bedeutet eigentlich ‘im Stich des Gegners lassen’ (beim ritterlichen Turnier). Aus dem Nd. wird übernommen Stek m. seemännischer ‘Knoten’ (20. Jh.), im Anschluß an mnd. stēk(e) (s. oben), eigentlich ‘Stich’, hier ‘das Durchgesteckte’. stichhaltig Adj. ‘unwiderlegbar, überzeugend’ (um 1800); vgl. Stich halten ‘standhalten, sich als zuverlässig erweisen’ (16. Jh.), wohl ebenfalls aus dem ritterlichen Turnierwesen stammend. Stichprobe f. ‘Prüfung ausgewählter einzelner Exemplare’ (19. Jh.), eigentlich ‘beim Abstich des Schmelzofens entnommene Probe’ (16. Jh.). Stichtag m. ‘für etw. Bestimmtes (durch Auswahl) festgelegter Tag’ (18. Jh.), vgl. mnd. stēkedach. Stichwahl f. ‘zwischen zwei Kandidaten eine Entscheidung herbeiführende Wahl’ (19. Jh.); nach dem Schützenschießen, wo bei Gleichstand die besten Schützen mit einem letzten Schuß um den Erfolg stechen (17. Jh.), entsprechend dem entscheidenen Lanzenstechen im ritterlichen Turnier. Stichwort n. ‘stechendes, verletzendes Wort’ (15. Jh.), ‘für einen bestimmten Zweck aus einem Zusammenhang herausgenommenes Wort, letztes Wort eines Schauspielers, nach dem ein anderer einsetzt’ (18. Jh.), ‘Lemma, behandeltes Wort in Lexika’, im Plural ‘Anhaltspunkte, Gedanken für den Aufbau einer Rede, eines Aufsatzes’ (19. Jh.), in den letztgenannten modernen Verwendungen im Sinne von ‘hervorstechendes, herausgestochenes Wort’.
2052 Zeichen · 60 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stichhaltigadj, adv

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    ○ Stichhaltig , adj . u. adv . Stich haltend oder aushaltend, bewährt  S. Stich 2) (1). »Es könnte viel Stichhaltiges a…

  2. modern
    Dialekt
    stichhaltigAdj.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    stich-haltig Adj. : 'beweiskräftig'; net stichhaldich [ LA-Gommh ]. Rhein. VIII 659 .

  3. Spezial
    stichhaltigadj

    Dt.-Russ. phil. Termini · +2 Parallelbelege

    stichhaltig , adj обоснованный , п

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stichhaltig

2 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von stichhaltig 2 Komponenten

stich+haltig

stichhaltig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

stichhaltig‑ als Erstglied (1 von 1)

Ableitungen von stichhaltig (1 von 1)

unstichhaltig

DWB

unstichhaltig ( oberd. auch umgelautet: B. Weber Tirol u. d. reformation 392 ; H. Pöhnl volksbühnenspiele 1, 64 ), adj. adv., gth. von stich…

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APA
Cotta, M. (2026). „stichhaltig". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/stichhaltig/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „stichhaltig". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/stichhaltig/pfeifer_etym. Abgerufen 19. May 2026.
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Cotta, Marcel. „stichhaltig". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/stichhaltig/pfeifer_etym.
BibTeX
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