lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

stempen

mhd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
9 in 7 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
22
Verweise raus
15

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

stempen m.

Bd. 18, Sp. 2345
stempen, m. 11) obd. wort. zu idg. stembh 'pfahl, pfosten usw.' Walde-Pokorny 2, 623 ff., vgl. nd. md. stemmel, obd. stempel B 1 und 2, 1stempe sowie stummel u. stumpen, zu dem stempen unmittelbare parallelbildung ist; die für das ahd. vorauszusetzende form stempo findet sich in dem eigen- oder beinamen Heinrich Stempo (um 1130, im cod. tradit. Chiemseens.) monum. boica 2, 280 bewahrt. 'pfahl, pflock, stiel', und zwar als unterer stehengebliebener rest eines verkürzten ganzen, vgl. stempen 'ein aus der erde hervorstehender alter pfahl' Westenrieder gloss. germ. lat. (1816) 559; 'kurzer, zwecklos stehen gebliebener pflock, pfahl, stock' Schmeller-Fr. 2, 759; Unger-Khull 574b: die verbindung der latten mit den stempen (pfosten, auf denen der sperrbalken einer wegschranke ruht) geschieht durch einkeilen Blau böhmerwäld. hausindustrie (1917) 1, 205; 'auch ein strunk des abgerissenen astes an einem baum heiszt ein stempen' Höfer Österr. (1815) 3, 178; ähnlich 'wurzelstrunk'; wann er (der gärtner) untüchtige, verstandene, verwimmerte ... wildlinge, die schlechte oder wol gar nur grobe stempen an statt der wurtzen haben, (hat, musz er sie einpflanzen) Hohberg georg. cur. (1682) 1, 395; stempen, haberstempen, waitzstempen 'stoppeln oder stämmchen des abgeschnittenen getreides' (vgl.stemmel) Höfer a. a. o. 22) in übertragener anwendung: stempen ein kurzer dicker mensch (vgl.stempel B 1 d) v. Klein provinzialwb. (1792) 2, 170; Westenrieder 559; Schmeller-Fr. 2, 759, auch 'fauler kerl' ebda; vom gesichtspunkt der wertlosigkeit aus: stempen ein altes, mageres rosz Westenrieder 559; Schmeller-Fr. a. a. o.
1663 Zeichen · 41 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    stempen

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    stempen , stempenîe s. stempfen, s. stampenîe;

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    stempensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    stempen , sw. V. nhd. stempeln, als Stempel drücken auf, stampfen, stoßen, stoßend bilden, Münzen prägen, treiben, Figur…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stempen

    Campe (1807–1813) · +3 Parallelbelege

    Stempen , s. Stämpen .

  4. modern
    Dialekt
    stempen

    Mecklenburgisches Wb.

    stempen stempeln, nur a. Spr. übertr. anstiften, aushecken: 'de desse logene stempet hadden' (um 1430) Jb. 55, 128.

Verweisungsnetz

29 Knoten, 26 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 3 Wurzel 1 Kognat 1 Kompositum 18 Sackgasse 6

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stempen

11 Bildungen · 7 Erstglied · 2 Zweitglied · 2 Ableitungen

stempen‑ als Erstglied (7 von 7)

stempenei

DWB

stempe·nei

stempenei , f. , s. stampanei, stampenei teil 10, 2, 674 f.; zur e- form vgl. noch folgende belege: stempenei als liedergattung: wil er ein …

stempeneiisch

DWB

stempenei·isch

stempeneiisch , adj. , zum vorigen, ' spitzfindig ': man hat uns nur ein zeit lang das maul uffgesperret, durch das stempeneysch predigen de…

stempennacht

DWB

stempen·nacht

stempennacht : Stämpenächte die nächte der 3 sonntage vor weihnachten K. Reiser sagen d. Allgäus 2, 12 ; Fischer schwäb. 5, 1627 .

stempenīe

KöblerMhd

stempenīe , st. F., sw. F. Vw.: s. stampenīe

stempen als Zweitglied (2 von 2)

bestempen

KöblerMnd

best·empen

bestempen , V. nhd. anstiften E.: s. be, stempen L.: Lü 47b (bestempen)

Ableitungen von stempen (2 von 2)

bestempen

KöblerMnd

bestempen , V. nhd. anstiften E.: s. be, stempen L.: Lü 47b (bestempen)

verstempen

KöblerMhd

verstempen , sw. V. Vw.: s. verstempfen