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stelzbein

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

stelzbein

Bd. 18, Sp. 2278
stelzbein , seltener stelzenbein, n.; zu frühest als stelzerbein: was tausest (schwatzest) dann von steltzer pain Wittenwiler d. ring 5003 Wieszner. 11) soviel wie stelze 1, die anstatt eines verlorenen beines dient, auch stelzfusz (s. d.), vgl. Campe 4, 632b; der stelzfusz, das stelzbein une jambe de bois Chr. Fr. Schwan nouveau dict. (1783) 2, 712b; im elsäss. stilzbein Martin-Lienhart 2, 52; in der Schweiz neben stülzebei Sam. Schmidt id. Bern. 65 auch stelzbei Hunziker Aargau. 253: sein stelzbein ist die frucht von meiner keckheit Zacharias Werner söhne des thales (1803) 1, 38; heute wäre ich vielleicht admiral ..., hätte mich nicht das gottlose stelzbein für den dienst meines vaterlandes untauglich gemacht H. Zschokke sämtl. schr. (1824) 22, 208; bis das stelzbein bricht, juhe! Mörike (1905) 4, 91; ein mit dem kreuze der ehrenlegion geschmückter invalide hatte sein stelzbein abgerissen und schwang es jubelnd in der luft I. Kurz lebensfluten (1907) 92; ich freu mich auf den jüngsten tag, wo englein mich umwerben. krieg ich ein stelzenbein zuvor, gehts hinkend durch das himmelstor; gut lasz ich meinen erben A. Huggenberger hinterm pflug (1908) 84. metonymisch für eine person, welche ein hölzernes bein trägt: ein altes stelzbein wollte, dasz sturm geschlagen würde J. Gotthelf ges. schr. (1855) 15, 280; als schimpfwort L. Pansner 66b. 22) wie stelze 7 a von langen, dünnen beinen, vornehmlich der vögel und insekten, vgl.: dieses alte männchen hatte wahre stelzenbeine I. A. Naumann naturgesch. d. vögel 7, 94; stelzenbeine, 'wadbeine, die entweder lauffüsze oder gespaltene füsze haben, oder lange wadbeine mit schwimmfüszen oder halben schwimmfüszen' Illiger prodromus systematis mammalium (1811) 183; der granich gehört in die reihe der hochhalsigen langbeinigen vögel, die grallae, stelzbeine heiszen J. Grimm kl. schr. 7, 489; vögel mit hohen stelzbeinen hüpfen darüber hin (über die blätter der victoria regia) E. F. Löhndorff blumenhölle am Jacinto (1932) 32; die spinnen bewegten sich erschrocken auf den hohen stelzbeinen K. Gutzkow ritter vom geiste (1850) 9, 81; auch: einen erfreulichen eindruck machten die giraffen. auch diese ganz imposanten exemplare Amsterdams zeigen schon bedenkliche anschwellungen an den hohen stelzenbeinen K. Gutzkow ges. w. (1872) 11, 315; vereinzelt (mundartlich): stelzenbaner 'magere, sehr dünne füsze' Hügel Wien. 156. —
2422 Zeichen · 46 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    StelzbeinDas

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    Das Stelzbein , — es, Mz. — e . 1) Die Stelze. S. d. 2). 2) Eine Person, welche ein Stelzbein oder zwei Stelzbeine hat. …

  2. modern
    Dialekt
    Stelzbein

    Bayerisches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    Stelzbein Band 2, Spalte 2,138

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stelzbein

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Zerlegung von stelzbein 2 Komponenten

stelz+bein

stelzbein setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

stelzbein‑ als Erstglied (1 von 1)

stelzbeinig

DWB

stelz·beinig

stelzbeinig , seltener stelzenbeinig, adj., auf einem stelzbein gehend: liesz es auch an grausamen schimpfworten, die meinen stelzbeinigen s…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „stelzbein". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 20. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/stelzbein/dwb?formid=S44373
MLA
Cotta, Marcel. „stelzbein". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/stelzbein/dwb?formid=S44373. Abgerufen 20. May 2026.
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Cotta, Marcel. „stelzbein". lautwandel.de. Zugegriffen 20. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/stelzbein/dwb?formid=S44373.
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