Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Steißbein
Steißbein
Steiß m. ‘Hintern’, jägersprachlich ‘kurze Schwanzfedern bei Federwild’, ahd. stiuʒ (Hs. 12. Jh.), mhd. stiuʒ, stouʒ, frühnhd. steuß, mnd. stǖt, mnl. stuut, stuyt, nl. stuit ‘Hintern’, anord. stūtr ‘junger Ochse, Horn, Stumpf’ (nach den abgestumpften Hörnern benannt), schwed. stut ‘junger Ochse’ stellt sich wohl als ‘abgestumpftes (Hinter)teil’ wie Stutzen m., stutzen Vb. (s. d.) ablautend zu den unter stoßen (s. d.) behandelten Wortformen und damit zu einer Dentalerweiterung der Wurzel ie. *(s)teu- ‘stoßen, schlagen’. Seit dem 17. Jh. setzt sich die entrundete md. Form gegen hd. (obd.) Steuß durch. – Steißbein n. ‘aus Wirbeln zusammengewachsener Endknochen der Wirbelsäule’ (18. Jh.), anfangs vereinzelt auch Steußbein. Zu Bein ‘Knochen’, s. d.