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Steckrübe

nhd. bis sprichw. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
7 in 7 Wb.
Sprachstufen
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7

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Steckrübe

Steckrübe

stecken Vb. (transitiv) ‘stechend befestigen, an einen bestimmten Platz bringen, unterbringen’, (intransitiv) ‘haftenbleiben, festsitzen’ vereint in seiner mhd. Lautform zwei ehemals eigenständige Verben, einerseits das Kausativum ahd. stecken ‘anheften, annageln’ (9. Jh.), mhd. stecken ‘einstechend befestigen’ bzw. mnd. nd. mnl. sticken (mit älterer Vokalstufe, dadurch lautlich mit sticken ‘feine Muster einnähen’ zusammenfallend), andrerseits (mit expressiver Konsonantendoppelung) das Durativum ahd. steckōn (8. Jh.), mhd. stecken ‘eingestochen festhaften, sich befinden’, das seit dem 16. Jh. unter Einfluß von stechen zuweilen stark flektiert (vgl. der Brief stak im Kasten). Beide sind zu dem unter stechen (s. d.) behandelten Verb gebildet. – Stecker m. ‘wer oder was steckt’ (17. Jh.), ‘Geräteteil zur Herstellung elektrischer Kontakte’ (20. Jh.). Steckling m. ‘zum Anwurzeln in die Erde gestecktes Reis’ (18. Jh.), gebildet nach älterem Setzling (s. setzen). Steckbrief m. ‘öffentliche Aufforderung zur Mithilfe bei der Ergreifung eines flüchtigen Täters mit dessen genauer Personenbeschreibung’ (16. Jh.), eigentlich wohl ‘Haftbefehl’, d. h. Anweisung, jmdn. ins Gefängnis zu stecken. Steckrübe f. Rübensorte, die als junge Pflanze verpflanzt (gesteckt) wird (16. Jh.). abstecken Vb. ‘abgrenzen (mit Pfählen), loslösen’ (16. Jh.), ‘mit Stecknadeln anpassen’ (20. Jh.). anstecken Vb. ‘an etw. befestigen, einen Brandsatz anbringen und dadurch in Brand setzen, ein Faß öffnen’, ahd. anasteckōn (11./12. Jh.), mhd. anestecken ‘anzünden, ein Faß öffnen’ (mnd. ansticken, s. oben); bildlich ‘(Krankheiten) zündstoffartig mitteilen, (sich) infizieren’ (16. Jh.); ansteckend Part.adj. ‘infizierend’ (17. Jh.); Ansteckung f. ‘Infektion’ (17. Jh.), älter ‘Entzündung von Feuer’ (15. Jh.). aufstecken Vb. ‘hochstecken, oben anbringen, aufsetzen’, mhd. ūfstecken; übertragen ‘etw. aufgeben, auf etw. verzichten’ (19. Jh.), jmdm. ein Licht aufstecken ‘jmdm. etw. klarmachen, ihn aufklären’ (17. Jh.). bestecken Vb. ‘steckend mit etw. versehen, hineinstecken’, ahd. bistecken ‘hineinstecken’ (11. Jh.), mhd. bestecken ‘bedecken, festsetzen, steckenbleiben’. Besteck n. ‘was zusammengesteckt ist’, z. B. ‘(zur Zierde) Aufgestecktes’ am Helm oder Degen (16. Jh.), ‘Messer, Gabel, Löffel’ als zusammengehörender (ehemals in einem Futteral befindlicher) Satz (17. Jh.), ‘Futteral, Etui für Werkzeuge und sein Inhalt’ (18. Jh.). verstecken Vb. ‘verbergen’ (16. Jh.); vgl. ahd. firstecken ‘verstopfen’ (Hs. 13. Jh.), mhd. verstecken ‘ersticken machen’; Versteck n. ‘heimlicher Aufbewahrungsort’ (18. Jh.), mnd. (in der Seemannssprache) vorstecke ‘Hinterhalt, geheime Absicht’.
2670 Zeichen · 113 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stêckrübe

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Stêckrübe , plur. die -n, ein Nahme, welchen in einigen Gegenden, z. B. in Meißen, die Kohlrüben führen, Brassica ol…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Steckrübe

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Steckrübe , s. Raps .

  3. modern
    Dialekt
    Steckrübe

    Rheinisches Wb.

    Steck-rübe (s. S.) n. Ruhr, Klev , aus der Weltkriegszeit auch sonst f.: Kohlrabi in der Erde.

  4. Sprichwörter
    Steckrübe

    Wander (Sprichwörter)

    Steckrübe Er lässt sich eher mit Steckrüben zu Tode werfen. – Eiselein, 578.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit steckruebe

5 Bildungen · 5 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von steckruebe 2 Komponenten

steck+ruebe

steckruebe setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

steckruebe‑ als Erstglied (5 von 5)

steckrübenblatt

DWB

steckruebe·n·blatt

steckrübenblatt , n. , das kohlartige blatt der steckrübe: frische steckrübenblätter Sprengel chemie der landwirtschaft 2, 669 . —

steckrübenbrod

DWB

steckruebe·n·brod

steckrübenbrod , n. , brod, welches man aus dem fleisch der steckrübe herzustellen versucht hat Krünitz 171, 140 . —

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APA
Cotta, M. (2026). „steckruebe". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/steckruebe/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „steckruebe". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/steckruebe/pfeifer_etym. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „steckruebe". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/steckruebe/pfeifer_etym.
BibTeX
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