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Stänner

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MeckWB
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2 in 2 Wb.
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Stänner Pl.

Bd. 6, Sp. 765
Wossidia Stänner Pl. Stänner, -s m. Ständer Mi 86a; beim Fachwerkbau die auf dem Schwellenkranz (Sahl) stehenden Balken an der Längsseite der Diele und in der Außenwand des Hauses; so seit dem 16. Jh., während im 15. Jh. die Ständer auf Steine gestellt und noch früher Pfosten in den Boden eingegraben wurden Baumg. Bauernh. 24; vgl. Hus 2 a (Bd. 3, 898); 'medius stender' (1272) Tech. Stadtb. 74; 'ein Gebind mit 2 Abseiten und gedoppelten Ständern' (1646) Gesindeord. B 4a; 'bey neuen Bauten in den Städten ... die Ständer ... in der unteren Etage wenigstens zu 10 Fuß' Spald. Verord. 3, 149; Rdaa.: dee snorkt, dat sick de Stänners in 'n Hus' bögen RoRostock@DierhagenDierh; von em (dem trinkenden Ehemann) hadd sei gahn künnt as von 'n höltern Stänner (sie hatte nichts mehr mit ihm im Sinn) Seem. Leb. 145; Volksglaube: Hexen bohren twei Löcker in 'n Stänner und melken WaWaren@JabelJab; de Timmermann stellt de Stänners so, as de Bom wussen is (mit dem Zopfende nach oben), sonst werden in dem Haus keine Jungen geboren LuLudwigslust@ZiegendorfZieg; bildl. von einer Spielkarte, die nicht mehr gestochen werden kann: dat is 'n Stänner RoRostock@CarlewitzCarlsruhe; penis StaStargard@Alt StrelitzAStrel. — Zss.: Dracht-, Eck-, Gardroben-, Haut-, Höwt-, Kaiser-, Kleeder-, Prall-, Räpel-, Schit-, Spaul-, Stauhl-, Uurtstänner. — Mnd. stender. — Br. Wb. 4, 993; Dä. 456a; Me. 4, 814.
1306 Zeichen · 35 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. modern
    Dialekt
    Stännerm.

    Lothringisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Stänner [štènər D. Si. u. s.; šdènər Ett. ] m. 1. Ständer d. h. Stellfaß, Kufe zum Krauteinmachen. — 2. Untersatz, Stütz…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit staenner

11 Bildungen · 8 Erstglied · 3 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von staenner 2 Analysen

staen + -ner

staenner leitet sich vom Lemma staen ab mit Suffix -ner.

Alternativen: stann+-er

staenner‑ als Erstglied (8 von 8)

Stänneraal

MeckWB

staenner·aal

Stänneraal m. der beste Aal in einem Bund, das gewöhnlich fünf Aale umfaßte, er wurde nach vorn gesteckt Wi Poel .

Stännerei

MeckWB

stanne·rei

Stännerei n. wie Spor-, Plügg'-, Plaugei ein nicht voll ausgebildetes Ei ohne Dotter Schill. Kr. 3, 16 a ; mehrf. in Lu; Schw GRenz; man ste…

Stännerholt

MeckWB

stann·erholt

Stännerholt n. Holz, aus dem Stänners hergestellt werden: 'Stender-, Riegel- und Bandholz' (1823) Sa. Land.Ges. 5, 390; s. Sahlholt .

Stännerlock

MeckWB

staenner·lock

Stännerlock n. Loch im Stänner eines Hauses; einen Lappen mit dem Blut eines kranken Zahnes soll man in ein Stännerlock stecken Wi Pep .

Stännertappen

MeckWB

staenner·tappen

Stännertappen m. Zapfen am Stänner, durch den dieser in die Sahl des Hauses eingelassen wird: 'die Stender-Zapfen' (1765) Bär. Ges. 4, 2, 14…

Stännerwark

MeckWB

staenner·wark

Stännerwark n. Gesamtheit der Ständer eines Hauses, Fachwerk: 'das Ständerwerk' Baumg.-Bentz. Ribn. 35. Br. Wb. 4, 993.

staenner als Zweitglied (3 von 3)