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sockel

mhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
15 in 14 Wb.
Sprachstufen
7 von 16
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Verweise raus
17

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

sockel

Bd. 16, Sp. 1392
sockel, m. fuszgestell, unterer absatz eines gebäudes, denkmals, einer säule; baulicher ausdruck. aus dem italiänischen zoccolo (nach dem lateinischen dim. socculus) zunächst ins französische übergegangen: socle, zocle, der fusz eines brustbildes Frisch dict. de passagers (1730) 1530, wo auch das einfache soc galt: soc, wird von einigen Franzosen die grosze platte in dem schaftgesimse einer säule genennt, welche bei dem Vitruvio plinthus heiszet. mathemat. lexicon (1747) 1, 1211; noch Adelung verzeichnet das wort als deutsches nicht, während Campe es bereits ohne alle bemerkung, demnach als gewöhnlich gebrauchtes bringt; die einführung in deutscher form zunächst als wort der bausprache, sehr bald aber auch der allgemeinen musz in den letzten jahrzehnten des 18. jahrhunderts erfolgt sein, in den schriften Göthes seit seiner mittleren zeit wird es häufig gebraucht: den jahren nach waren sie (alte denkmäler von stein) an der mauer aufgerichtet, eingefügt oder sonst angebracht; der hohe sockel der kirche selbst war damit vermannichfaltigt und geziert. 17, 22; die sämmtlichen monumente waren von ihrer stelle gerückt und hatten an der mauer, an dem sockel der kirche platz gefunden. 200; mit himmelblauen teppichen waren die wände fast von oben bis unten bekleidet, so dasz nur sockel und friesz hervorschienen. 20, 252; ihr werdet bemerken, dasz in den sockeln und friesen (einer galerie) nicht sowol synchronistische als symphronistische handlungen und begebenheiten aufgeführt sind. 22, 19; auf einem hohen sockel von marmor standen unzählige spiesze und partisanen neben einander gereiht. 24, 85; nach dem kaffee wirft er sich in einen sessel, die füsze gegen den kaminsockel gestemmt. 36, 80; und nach dem bei anderen: der graue, verwitterte denkstein ruht auf geborstenem sockel. Anzengruber 4 (1897), 338; dann fehlts ja nicht an mancherlei zu thun: der wasserkrug, der opferherd, die kränze, und säul und sockel, estrich und altar zu reinigen, zu schmücken, zu bewahren. Grillparzer 6, 8; jetzt auch sockel einer blumenvase.
2054 Zeichen · 16 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    sockelstm.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    sockel stm. patitus Dfg. 416 c , suckel Voc. 1482. sw. pl. sockeln n. gl. 282 b ; suckel, solea Dfg. 540 c . vgl. Schm. …

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    SockelDer

    Campe (1807–1813) · +3 Parallelbelege

    Der Sockel , — s, Mz. — e , ein Absatz an der Mauer, an einem Säulenfuße.

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Sockel

    Goethe-Wörterbuch

    Sockel [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Sockel

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Sockel ( Zocke ), der etwas vorspringende Unterbau eines Bauwerkes, der bei einfachen Bauten gar nicht profiliert oder n…

  5. modern
    Dialekt
    Sockel

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    PfWB LothWB RhWB Sockel [Sòkl Co. Mark. ] m. niedrige Holzverschalung.

  6. Sprichwörter
    Sockel

    Wander (Sprichwörter)

    Sockel Auf schönen Sockel gehört ein schönes Bild. Die Chinesen: Je schöner das Piedestal ist, je schöner soll die Statu…

  7. Spezial
    Sockel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    So|ckel m. (-s,-) 1 (Basis von Säulen, Statuen u. Ä.) socl (-i) m. 2 postamënt (-nc) m. 3 basamënt (-nc) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit sockel

19 Bildungen · 7 Erstglied · 12 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von sockel 2 Komponenten

soc+kel

sockel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

sockel‑ als Erstglied (7 von 7)

Sockelhöhe

SHW

Sockel-höhe Band 5, Spalte 1059-1060

Sockel II

RhWB

Sockel II PfWB ElsWB LothWB -əl [ -- verbr. in Grevbr , MGladb , Erk-Wegbg ] Pl. -ələ, –əln, –əlts, Demin. zkəlχə(n) (usf.) nach dem Nhd. …

sockeln I

RhWB

sockeln I -o- = saugen s. suggeln;

sockel als Zweitglied (12 von 12)

Kaminsockel

GWB

kamin·sockel

Kaminsockel [ Neffe über den Abbé LeBlanc: ] nach dem Kaffee wirft er sich in einen Sessel, die Füße gegen den K. [ tablette de la cheminée …

Ofe(n)sockel

Idiotikon

Ofe(n)sockel Band 7, Spalte 684 Ofe(n)sockel 7,684

Pfīlersockel

Idiotikon

Pfīlersockel Band 7, Spalte 684 Pfīlersockel 7,684

steinsockel

DWB

stein·sockel

-sockel , m. : bei einer groszen in einen st. eingefügten signalstange H. v. Barth nördl. Kalkalpen 118 ;

untersockel

DWB

unter·sockel

untersockel , m. : attika ..., u. unter dem säulenstuhl einer sehr hoch stehenden säulenordnung Mothes baulex. (1882) 1, 180 . —

wulstsockel

DWB

wulst·sockel

-sockel , m. : die tragsäulen des architravs ... sind glatt und plump, etruskischen stils, und stehen auf flachen wulstsockeln Dehmel ges. w…