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Slē¹f

mhd. bis spez. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
Anchors
5 in 5 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
Verweise rein
4
Verweise raus
7

Eintrag · Westfälisches Wb.

Slē¹f m.

Bd. 5, Sp. 52
Slē¹f m. [OWestf Münsterl Mark Hellweg Kr. IserlohnIsl Kr. ArnsbergArn Kr. MeschedeMes Bri] 1.1. großer (hölzerner) Löffel (mit langem Stiel): Koch-, Auffüll-, Schöpflöffel; Rührlöffel (Kr. HalleHal Kr. Halle@BorgholzhausenBo); (Suppen-)Kelle; Schaumlöffel (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@NatzungenNz), Abschäumer (Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@Tietelsen u. RotheTi). An’n Nagel henk en langen Släif (Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@LangenbergLb). Diu kress se met’n Schloeiwe! Drohung (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@GohfeldGo). Däo kroich de Katte enn’n mïet’m Schlaif vüör’n Kopp (Kr. SoestSos WWB-Source:256:SchmBSchmB). — Ra.: Hoi goit duürnanner oss en Sackvel Sloiwe hat einen schaukelnden, schwankenden Gang (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). Den Sleif afgiewen Hochzeitsbrauch: die Schwiegermutter geleitet die Braut an den Herd und reicht ihr feierlich den Kochlöffel als Zeichen, dass sie die Herrschaft in der Küche nun abgibt (Kr. LüdinghausenLhs Kr. Lüdinghausen@OndrupOn || mehrf.). Se woll ’n Schleew noch nich uut de Hand gewwen wollte die Herrschaft über die Küche noch nicht abgeben (WmWb || mehrf.). Sai hiät ’n Slāiw in de Hant behollen hat das Regiment in der Küche behalten (Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Af). — Sprichw.: Ūt’m Slǟif wät sin Leǟm’m känn Lïepel (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl || mehrf.). — 1.2. Schüssel, womit man das Schweinefutter in den Futtereimer füllt (Frbg.). — 1.3. hölzerner Behälter (Frbg.). — 2. IdW.: Släif van’n Jungen a) einfältiger, flegelhafter Junge, b) hoch aufgeschossener Junge (Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@RöckinghausenRö || mehrf. bes. Münsterl). — 2.1. einfältige, unbeholfene, gutmütige Person. Diu aolle Schlaif! (Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@RhynernRy). — 2.2. ungezogener, flegelhafter, durchtriebener Junge; grober, ungehobelter Kerl. — 2.3. großer, hoch aufgeschossener Junge, der sich schlaksig anstellt. ¶ WWB-Source:207:NdsWbNdsWb 11,60: Slēf; HnVwb 3,221: Schleif¹. Zus.:→ Brūe~, Buᵉter~, Drank~, Feªrken~, Hotten~, Küᵉken~, Panne-kō¹ken~, Pap~, Ror~, Schǖme~, Slunken~, Snūten~, Ssoppen~, Weske~.
1654 Zeichen · 43 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    slëfstm.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +2 Parallelbelege

    slëf stm. loch, wunde. er sluoc dem risen einen slef sô grôʒ, daʒ daʒ selbe tref in zucte also harte Ulr. Wh. 244 d ; sc…

  2. modern
    Dialekt
    Slē¹fm.

    Westfälisches Wb.

    Slē¹f m. [OWestf Münsterl Mark Hellweg Isl Arn Mes Bri] 1.1. großer (hölzerner) Löffel (mit langem Stiel): Koch-, Auffül…

  3. Spezial
    slef

    Ladinisch-Deutsch (Mischí)

    slef [slẹf] m. (-s) 1 ‹anat› Lippe f. 2 m.pl. ‹anat› Schamlippen pl. ◆ slef dessot ‹anat› Unterlippe f.; slef dessura ‹a…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit slef

9 Bildungen · 9 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

slef‑ als Erstglied (9 von 9)

slefacken

MeckWB

slef·acken

slefacken sich herumtreiben: Sünndags geiht 't hen slefacken, Mandags mit de bleßten ( s. blesst , Bd. 1, 951 ) Hacken Gü Penz .

slēferen

WWB

slef·eren

slēferen ‘auf dem Eis gleiten’→ slemferen (unter Slemfe ).

sleffag

KöblerAhd

sleffag , Adj.? nhd. schlüpfrig, glatt, entgleitend ne. slippery ÜG.: lat. lubricus Gl Hw.: s. slipfīg* Q.: Gl (Ende 10. Jh.) E.: s. sleffar…

sleffar

KöblerAhd

slef·far

sleffar , Adj. nhd. schlüpfrig, abschüssig, geneigt, ausrutschend, weggleitend, keinen Halt findend, verhängnisvoll, fließend? ne. slippery …

sleffarag

KöblerAhd

sleffarag , Adj. nhd. schlüpfrig ne. slippery ÜG.: lat. levis Gl Q.: Gl (11. Jh.) I.: Lbd. lat. levis? E.: s. sleffar W.: s. mhd. slipferic*…

sleffarī

KöblerAhd

sleffarī , st. F. (ī) nhd. Schlüpfrigkeit, Verführung, Wirbel ne. slipperiness ÜG.: lat. lubricum MH, (turbo) Gl Q.: Gl, MH (810-817) I.: la…

sleffelich

KöblerMhd

sleffelich , Adj. nhd. lau, schlaff ÜG.: lat. tepidus BrTr Q.: BrTr (Anfang 15. Jh.) E.: s. slaf, lich W.: nhd. DW-

slefflich

KöblerMhd

slefflich , Adj. Vw.: s. sleffelich

Slē¹fful

WWB

slef·ful

Slē¹f-ful m. [Wie] ein→ Sleif voll. ⟨ ›Sleifel‹ ⟩

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „slef". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/slef/wwb?formid=S06119
MLA
Cotta, Marcel. „slef". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/slef/wwb?formid=S06119. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „slef". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/slef/wwb?formid=S06119.
BibTeX
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  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„slef"},
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  urldate      = {2026-05-15},
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