Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Skandal m.
Skandal m.
Skandal m. ‘anstoß-, aufsehenerregendes Vorkommnis’. Griech. skándalon (σκάνδαλον) ‘Anstoß, Verführung’, eigentlich ‘ein aufgehängtes oder frei herabhängendes Holz, Auslösevorrichtung einer Tierfalle, losschnellendes Gerät’, in der Bibel (Septuaginta) die ‘Versuchung, die der Teufel dem Menschen in den Weg legt’, übernehmen die Kirchenväter in kirchenlat. scandalum ‘Fallstrick, Ärgernis, Verführung zum Bösen’ (vgl. Vulgata Matth. 18, 7). Daraus wie auch aus darauf beruhendem afrz. frz. scandale wird Skandal ‘anstoßerregender Vorgang, Ärgernis, Aufsehen’ ins Dt. entlehnt (Ende 16. Jh.). Daneben halten sich (vom Anfang des 16. Jhs. an, bildungssprachlich bis ins 20. Jh.) auch die griech.-lat. Formen Scandalum, Skandalon in dt. Texten. – skandalös Adj. ‘unerhört, Ärgernis erregend’ (Anfang 18. Jh.), nach gleichbed. frz. scandaleux; zuvor scandelos, scandalos (2. Hälfte 16. Jh.), nach mlat. scandalosus. skandalisieren Vb. ‘zu einem Skandal machen, Anstoß nehmen’ (17. Jh.).