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siffeln

mhd. bis nhd. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
3 in 3 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
Verweise rein
3
Verweise raus
2

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

siffeln verb.

Bd. 16, Sp. 963
siffeln, verb. 11) tirol. zischen. Schöpf 674, schon mhd. ähnlich, zischeln, flüstern: daʒ sint der herren râtgeben, di ir êre furdern solden und leben (l. heben?), di siflent in zuo den ôren und machent si ze tôren. quelle (Stricker?) bei Grimm myth.2 1001; auch mndl. sifflen, sibilare Kilian. vgl. franz. siffler, altfranz. auch sibler, lat. sibilare, sifilare Diez etym. wb.4 678. siffeln kann damit urverwandt oder lehnwort sein. bair. süffeln, flüstern Schm.2 2, 232 läszt sich auf ital. zufolare, pfeifen Diez4 100 zurückführen, aber auch als selbständige ablautende nebenform zu siffeln erklären. 22) im gleichen sprachgebiet: bei schleppendem gange den boden streifen, rauschen Schöpf 674, kärnt. hin und her siffeln, mit den füszen schleifen Lexer kärnt. wb. 233, auch so schon mhd.: selbe soltû sehen daʒ ich (beim tanze) ûf der erde niht (en?) siffel mit den zehen. Neidhart v. Reuenthal 18, 27 Haupt. vgl. die anmerkung dazu; nun bin ich alt, graw und kranck, mir sinckt das haupt, und siffel auf den fiessen. Neith. fuchs 3830 Boxberger (= minnes. 3, 225a, 5, 6 Hagen, wo aber statt siffel slîfe steht). kärnt. die kleider sifleln, wol: schleifend abnutzen Lexer kärnt. wb. 231. mhd. besiffeln ist bezeugt im allgemeineren sinne von schleifend, streifend berühren: er wolt(e) wekken niht sîn wîp, und doch besehen, waʒ im den lîp besiffelt; stille greif er dar (es ist eine schnur). gesammtabent. 2, 339, 67 Hagen. siffeln kärnt. auch in der verwandten besonderen bedeutung schleifen, wetzen Lexer kärnt. wb. 231. bair. süffeln, gleiten, aufstreifen mit den füszen im gehen Schm.2 2, 231 erscheint auch hier als nebenform, vgl. 1. es ist möglich, dasz die beiden bedeutungsgruppen 1 und 2 éinem wort angehören. das beim gleiten, schleifen entstehende geräusch bietet die vermittlung.
1822 Zeichen · 51 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    siffelnswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    siffeln swv. BMZ intr. gleiten, mit den füssen schleifen Neidh. 18,27 u. anm. siffeln, süffeln Schm. Fr. 2,231 ; tr. s. …

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    siffelnverb.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    siffeln , verb. 1 1) tirol. zischen. Schöpf 674 , schon mhd. ähnlich, zischeln, flüstern: daʒ sint der herren râtgeben, …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit siffeln

4 Bildungen · 0 Erstglied · 2 Zweitglied · 2 Ableitungen

siffeln als Zweitglied (2 von 2)

besiffeln

Lexer

be-siffeln swv. BMZ tr. über etw. hingleiten Wildon. er wolte besehen, waʒ im den lîp besiffelt Ga. 2. 339,67.

gesiffeln

KöblerMhd

gesiffeln , sw. V. Vw.: s. gesiffelen*

Ableitungen von siffeln (2 von 2)

besiffeln

Lexer

be-siffeln swv. BMZ tr. über etw. hingleiten Wildon. er wolte besehen, waʒ im den lîp besiffelt Ga. 2. 339,67.

gesiffeln

KöblerMhd

gesiffeln , sw. V. Vw.: s. gesiffelen*