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Siebensachen

nhd. bis sprichw. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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5 in 5 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Siebensachen

Siebensachen

2sieben Num. Ahd. sibun (8. Jh.), mhd. siben (md. siven), asächs. siƀun, mnd. sēven, sȫven, mnl. sēven, nl. zeven, afries. si(u)gun, sawen, saun, aengl. seofon, engl. seven, anord. sjau (wohl umgebildet durch frühen Einfluß des unter acht, s. d., behandelten Zahlworts, vgl. got. ahtau), schwed. sju, got. sibun (germ. *sebun) lassen sich mit aind. saptá, griech. heptá (ἑπτά), lat. septem, air. secht n- auf ie. *septṃ ‘sieben’ zurückführen, wobei das Germ. den inlautenden Dental aufgegeben hat, wohl dissimilatorisch unter Einfluß der gleichfalls mit Dental gebildeten Ordinalzahl ie. *sep(t)ṃto-. – siebenter, auch siebter Num. Ord., ahd. sibunto (9. Jh.), mhd. sibende. Siebentel n., auch Siebtel ‘siebenter Teil eines Ganzen’ (Anfang 18. Jh.), aus Siebenteil (16. Jh.) zusammengezogen. siebzehn Num., ahd. sibunzehan (um 1000), mhd. sibenzehen. siebzig Num., ahd. sibunzug (9. Jh.), mhd. sibenzec, -zic (s. -zig). Siebensachen Plur. ‘alles, was man für etw. Bestimmtes braucht, alle Habseligkeiten’ (Anfang 18. Jh.), ‘Plunder, Kram’ (17. Jh.), auch verhüllend für ‘Geschlechtsteile, -verkehr’ (in der 1. Hälfte des 17. Jhs.). Benennungsmotiv unklar. Siebenschläfer m., ursprünglich Plur., mhd. die siben slāfære, frühnhd. die Sübensleffer (15. Jh.), seit dem 17. Jh. auch Sing. m. Der Ausdruck bezeichnet nach einer mittelalterlichen Legende sieben Jünglinge, die sich bei einer Christenverfolgung (251) in einer Höhle bei Ephesus verbargen, dort eingemauert wurden und die Zeit ihrer Gefangenschaft schlafend verbrachten; sie erwachten (447) bei der zufälligen Öffnung der Höhle. Der kirchliche Gedenktag der sieben heiliggesprochenen Märtyrer ist der 27. Juni, der siben schlaffertag (15. Jh.), verkürzt Siebenschläfer; wenn es an diesem Tage regnet, soll nach dem Volksglauben während der folgenden sieben Wochen jeden Tag Regen fallen. Danach entwickelt sich Siebenschläfer zur Bezeichnung für ‘jmdn., der viel und lange schläft’ (17. Jh.) und zu einem Namen der Haselmaus wegen ihres festen Winterschlafes (18. Jh.).
2027 Zeichen · 85 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    siebensachen

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    siebensachen , plur., sagt man vulgo wann man etwas nicht grober weise ein plunder oder verächtliches ding nennen wil, r…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Siebensachen

    Goethe-Wörterbuch

    Siebensachen pl, einmal ‘sieben Sachen’ 1 Dinge, auch: Waren; auch mit pejor Nuance [ Doktor: ] Zuckerwerk und andere Nä…

  3. modern
    Dialekt
    SiebensachenPl.

    Pfälzisches Wb.

    Sieben-sachen Pl. : 'Habseligkeiten, Eigentum, Sachen', Siwwesache, Siewe- [verbr., auch Auslandspfälzer]. Pack dei S. z…

  4. Sprichwörter
    Siebensachen

    Wander (Sprichwörter)

    Siebensachen 1. Seine Siebensachen herumschleppen, wie die Katze ihre Jungen. – Eiselein, 366. 2. Seine Siebensachen zus…

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Komposita & Ableitungen mit siebensachen

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Zerlegung von siebensachen 2 Komponenten

sieben+sachen

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APA
Cotta, M. (2026). „siebensachen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/siebensachen/pfeifer_etym
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Cotta, Marcel. „siebensachen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/siebensachen/pfeifer_etym. Abgerufen 19. May 2026.
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Cotta, Marcel. „siebensachen". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/siebensachen/pfeifer_etym.
BibTeX
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  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„siebensachen"},
  year         = {2026},
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