Eintrag · Rheinisches Wb.
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Sester II das Wort, < lat. sextarius, ist veralt. im Rhfrk, Mosfrk, Rip bezeugt, u. zwar Rhfrk u. Saar bis zur št.-L. sęšdər, –e-, –i- [in Saarl zēəšdər; Merz, Saarbg zīə(r)šdər]; n. der L. sesdər [an der uNahe, im Hunsr vielfach -ī-; an der Mos bis einschl. Zell -ē-; an der Mos w. Trier, WEif -ē- u. -ēă- u. -īă-]; OMosfrk, NPrüm, NDaun wie Rip zęstər [in Eusk, Rheinb vielfach --; uSieg, LRip -ęzt-, –eist-, –E-; Sieg-Bergh, Bo-Pützchen zEəštəl] [urkdl. zestris Ruhr 1372; van eyme seister Sieg 1395; siester 1442; zwein sester even (Hafer) Aach-Kornelimünster 1423] Sg. u. Pl. m. (n.): 1. Hohlmass. a. Trockenmass für Getreide (dies veralt.), Hülsenfrüchte, Obst, Kartoffeln (noch hier u. da gebräuchl.); der S. rundes Massgefäss aus Eichenholz, früher auch aus Nussbaumholz, 50 cm Durchmesser, 20—25 cm Höhe; es wird von eisernen Beschlägen zusammengehalten; 16 S. = 1 Malter = 340 Pfd., 1 S. = M.; 1 grosser S. = 25 Pfd. (1 M. = 13 S.); 1 kleiner S. = 20 Pfd. (1 M. = 16 S.) [doch oft nach der Fruchtart verschieden, z. B. 1 M. Roggen = 16 S. = 320 Pfd.; 1 M. Weizen = 16 S. = 380 Pfd.; 1 M. Hafer = 16 S. = 280 Pfd. Trier-Igel; WBitb unterschied den Echternacher, den Feijener (Viandener), den Bebaricher (Bitburger), den Bettijer (Bettinger) S.]; andere alte Gliederungen: 1 S. = ¼ (⅓) Quart (1 Qu. = 120 Pfd.; 1 S. = 30 Pfd.) Saarl-Bisten Wallerfang; 1 S. = 8 Qu. Trier-Schleidw; 1 S. = ¼ Simmer = Malter Hunsr; 1 Ächzel = 4 S. Zell-Enkirch; 1 S. = ½ Scheffel Wittl-Binsf, Rip; 1 Mäss-chen = ⅛ S. = ½ Bräder = Quart = 120—125 Pfd. Weizen Saarl; 1 S. = 14 Fass Bernk-Immert; 1 S. = 6, 0114 1 l uMos; 1 S. = 30 Pfd. Kartoffeln Eusk. RA.: Den hot Oge su gruss we e S. Daun-Tettschd. Den (Kleine) as esu heih (hoch) wie e S. Äschen (Asche) Saarbg, Bitb; e Kerch wie e S. Ä. scherzh. ein tüchtiger Kerl Bitb. Er es drei S. hoch sehr gross Birkf. De passt dozu wie en Klecker an (in) em S. Trier-Schleidw. Et get langk zo (währt lange), ih mer e S. Geld beiənen kregt Prüm-Mürlenb. Met em Wesfälsche muss mer sibbe S. Salz esse, eh mer in (ihn) kenne lehrt Köln-Stdt. Sech op em S. dut arbede zwar fleissig arbeiten, aber mit der Arbeit nicht vorankommen Neuw-Dattenbg. De Frucht get got an (in) de S. es gibt viel Getreide Bitb. Der kann sich och en enem halve S. möd danze er wird schnell müde, scheut die Arbeit Bo-Witterschlick. — In Goar-Mermuth beiern die Glocken: Drei Menkel, dr. S., mei Bruder, m. Schwester! — S. Behälter, aus dem der Bauer sät, Saatkorb Rheinb-Strassf. — b. Flüssigkeitsmass für Wein; 1 S. = 4 Mass = 4 (alte) Quart = 5 (6, 8) l; 1 M. = ⅙ Eimer; 1 Ohm = 5 E. = 30 S. Mos. — c. Landmass; 1 S. = 15 Ruten Bernk-Dhron; 1 S. Flass (Flachs) = ⅙ Morgen = 30 alte kölnische Ruten; vor dem Reffen (reəpen) des Flachses teilte man das Flachsfeld in S.; eine tüchtige Refferin konnte an einem Tage 1 S. reəpen (veralt.) Kemp, Geld. — 2. übertr. verächtl. dicker Kopf Westerw.
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DialektSester II
Rheinisches Wb.
Sester II das Wort, < lat. sextarius, ist veralt. im Rhfrk, Mosfrk, Rip bezeugt, u. zwar Rhfrk u. Saar bis zur št.- L. s…
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Wortbildung
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