Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Serenade f.
Serenade f.
Serenade f. ‘Abendmusik, (am Abend dargebrachtes) Ständchen’, Übernahme (17. Jh.) von gleichbed. frz. sérénade, das seinerseits aus ital. serenata ‘Abendständchen (des Liebhabers vor dem Fenster der Geliebten), die dabei gesungene oder gespielte Musik’ entlehnt ist. Dies, der Form nach Fem. vom Part. Perf. des heute unüblichen Verbs ital. serenare ‘aufheitern, klar, heiter werden’, ist im Sinne von ‘heiteres Wetter, ruhige, klare Nacht’ zu ital. sereno ‘klar, hell, heiter, wolkenlos (von Wetter und Gemüt)’ gebildet (aus lat. serēnus ‘heiter, hell, klar, trocken’), nimmt aber (15. Jh.) in volksetymologischer Anlehnung an ital. sera ‘Abend’ (aus spätlat. sēra ‘Abend’, lat. sērus ‘spät’) die Bedeutung ‘am Abend dargebrachtes Konzert’ an. Seit dem 18. Jh. bezeichnet Serenade auch eine ‘am Abend unter freiem Himmel stattfindende musikalische Darbietung’.