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Seitensprung

nhd. bis spez. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Seitensprung

Seitensprung

Seite f. ‘Flanke, begrenzende Linie einer Fläche, Grenzfläche eines Körpers’, ahd. sīta (9. Jh.), mhd. sīt(e), asächs. sīda, mnd. sīde, sīt, mnl. sīde, nl. zijde, afries. aengl. sīde, engl. side, anord. sīða, schwed. sida (germ. *sīdōn) sind als Substantivierungen eines in ahd. sīto Adv. ‘schlaff’ (9. Jh.), asächs. sīd ‘weit’, mnd. sīt, mnl. sīde ‘niedrig, weit’, aengl. sīd ‘weit, breit, ausgedehnt, lang’, anord. sīðr ‘herabhängend, weit, groß’ belegten germ. Adjektivs anzusehen. Wenn dieses mit kymr. hyd ‘Länge, Fortdauer, Weile’, air. sīr ‘langdauernd, ewig’, mir. sith- ‘lang, andauernd’, lit. sietuvà ‘tiefe Stelle im Fluß’ und den unter seit (s. d.) genannten Formen verbunden und an die dort angeführte Wurzel in ihrer abgeleiteten Bedeutung angeschlossen werden kann, ist Seite als ‘das sich räumlich lang Hinziehende’ zu deuten, zuerst in bezug auf die menschliche (dann auch tierische) Körperseite, die sich vom Arm aus lang nach unten hinzieht. Danach übertragen ‘begrenzende Gerade einer geometrischen Figur’ (15. Jh.), ‘Buchseite’ (Anfang 16. Jh.), ‘entgegenstehende Gruppierung, Partei’ (16. Jh., bereits mhd. von gegeneinander kämpfenden Heeren). – -seits mit sekundärem, adverbiellem -s versehenes Grundwort in Komposita, denen akkusativische Verbindungen vorausgehen, vgl. andererseits ‘auf der anderen Seite’ (17. Jh.), mhd. andersīt; diesseits ‘auf dieser Seite’ (14. Jh.), mhd. dissīt; jenseits ‘auf der anderen Seite’ (16. Jh.), mhd. jensīt; abseits (s. d.). Danach produktiv als Ableitungssilbe für Adverbien, vgl. mütterlicherseits, väterlicherseits (18. Jh.). seitlich Adj. ‘auf der Seite gelegen’ (19. Jh.), danach auch Präp. mit Genitiv; vgl. älteres mhd. sītelīchen Adv. ‘nach der Seite hin’. beseitigen Vb. ‘(zur Seite) wegschaffen, entfernen, verschwinden lassen, töten’ (18. Jh.), zu frühnhd. beseit Adv. ‘zur Seite’, mhd. besīt, besīte (aus der Fügung mhd. bī sīt, bī sīte). seitens Präp. (19. Jh.) für älteres von seite(n) (18. Jh.) mit sekundärem, adverbiellem -s. Seitensprung m. ‘Sprung in seitlicher Richtung’, übertragen ‘Abweichung von einer festen Linie, von der Sache’ (18. Jh.), dann auch (zuerst öst.) in moralischer Hinsicht (19. Jh.).
2183 Zeichen · 87 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    SeitensprungDer

    Campe (1807–1813) · +3 Parallelbelege

    Der Seitensprung , — es, Mz. — sprünge , ein Sprung zur Seite, auf die Seite, zum Unterschiede von einem Vor = und Rücks…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Seitensprung

    Goethe-Wörterbuch

    Seitensprung a Hüpfer zur Seite, als Ausweichmanöver; im Bild Beyliegendes Gedicht gibt zu erkennen, daß es eines bedeut…

  3. modern
    Dialekt
    Seitensprungm.

    Pfälzisches Wb.

    Seiten-sprung m. : 1. 'Sprung zur Seite'. De Gaul hot en Seidesprung gemacht [ BZ-Dernb ]. — 2. übertr. 'Abweichung vom …

  4. Spezial
    Seitensprung

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Sei|ten|sprung m. (-[e]s, ...sprünge) 1 (Sprung auf die Seite) salt sön na pert m. 2 (in der Ehe) picia sciampada f. , a…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit seitensprung

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Zerlegung von seitensprung 2 Komponenten

seiten+sprung

seitensprung setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

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Cotta, M. (2026). „seitensprung". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/seitensprung/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „seitensprung". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/seitensprung/pfeifer_etym. Abgerufen 18. May 2026.
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Cotta, Marcel. „seitensprung". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/seitensprung/pfeifer_etym.
BibTeX
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