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schweigen I

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

schweigen I

Bd. 7, Sp. 2036
schweigen I das Wort fehlt im Rhfrk, Mosfrk durchweg, dafür neist san, dat (de) Maul halle, still, ruhig sein; Saarbr, Kreuzn-Hahnenb, Goar-Weiler, Simm-Laub, Saarl-Berus, Zell-Briedel vermelden -aiə, Part. gəšwī(χ); Trier-Stdt, Kobl-Stdt -ęij-, Part. gəšwījən; meist still schw.; Siegld -ijə; -ēχ, gəšwējə, meist stell schw.; Rip, Nfrk ist das Wort voll lebendig, u. zwar Rip -ij-, Prät. -eχ, –ē:χ, Part. jəšwijə, –ej-, –ē:-; OBerg -īj- u. -īən, Prät. -ēx, Part. jəšwējən; NBerg -īj-, –iχs, hE –iχt, Prät. -ēχ-, –ō:-, Part. xəšwējən, –īj-, –i-; Eup -iə, du -iχs, hE –et; SNfrk -īj-, –iχs, hE iχ(t), Prät. -īəχ, –ē-, Part. jəšwīəjə, –ēj-; Klevld -īγ-, he –ixt, Prät. -ēx, Part. γəšwējə st.: 1.a. absolut, wie nhd., nicht sprechen über etwas, was nicht angebracht ist, meist in diesem verschärften Sinne, sonst auch wie Rhfrk, Mosfrk die o. genannten Umschreibungen; schwig; schw. mer (stell); stell schw. (on ewellige, zogevve); dovan (dorüvver) well ech schw. Rip, Nfrk; dat es ene Schwigstell der nicht spricht Rees; du hötts beəter geschwiəge; ech well liəver schw. SNfrk Allg.; kortstell (kurz-) schw. augenblicklich schw.; schwig met der Kall (Geschwätz)! Aach; de schwigt sich duət Geilk, Eup; schwig de Mull! schweige MGladb. RA.: Legge (leiden) on schw. ös de grüzte Kons Bo-Dransd; (zo richtiger Zitt) schw. es och en K. MüEif, Jül. Schw. on denke deht (ka) nömmes kränke Aach, LRip, Trier-Stdt. E gott Schw. es neit te verbetere (-bessern) lerne schw. zur rechten Zeit Eup. Beəter schw. als der Mongk (de Mull) verbrangkt MGladb, Erk, Aach. Schw. es och en Antwort! Kref, SNfrk. Met Schw. ka mer der Düvelbanne Köln-Stdt, — verred mer sich net NPrüm. De kann schw. wie enne Fösch (Fisch) Geilk-Gangelt, — en Papagei kann nicht schw. MGladb. Schwig, du Pockemanes, du has nüs ze saje! Aach-Stdt; schwig, et Hümme (Hemd) würd dich te kort (kurz)! Heinsb-Süsterseel; nou gangk on schwig, sös mott ech mech breəke! zu einem viel Redenden Kref. Rech häste, schw. mosste nicht überall kannst du deine Ansicht geltend machen Rip, Gummb, Mettm, Siegld; rechtig, mar schw. söj (sollst du), saij den Bur Rees-Haldern. Kinder un al Wiver künne nit schw. Köln. Kriht (kräht) et Hohn un schwig der Hahn, es em Hus mer üvvel dran wo die Frau das Haus regiert, ist der Mann übel dran Köln-Stdt. Wer (met) schwig, der met iss (isst) Dür, Köln. Höt dich för Lüggen (Leuten), de schw., un för Hung (Hunden), de nit lugge (lauten, bellen)! Köln-Stdt; Water, dat steht, on Mensche, die schw., soll me ömmer ut der Weg goəhn Kemp. Me mott schw., dat eine de Mull schümmt (schäumt) Eup. — dat mer schwess (schwitzt) MüEif, Bergh, Dür, Jül, Aach, Eup, Erk-Elmpt. A.: Kasse (kannst du) schw.! B.: Enjo! A.: Ek ok! Barm, Allg. Met Stellschw. verröt sech nömmes MGladb. Dorch Goddes Wedder on G. Well geht der Mensch dorch en schwig stell. Dür. Lang gehopt (gehofft) en stell geschwege, net gegönnt en doch gekrege Emmerich. — Im Kinderld. Heija, Kengche (Kindchen), schwig, di Motter geht nom Dich (Teich), se wisch dir all deng Pläggelcher (Windeln) us, dann küt se widder bei dich! Dür, Jül, Aach. — Scherzfr. Wuröm hant de Fraulü geine Bart? Se könne neit esu lang schw., bes dat se raseert sönd Eup, Dür. — b. mit Obj.; dat moss ech schw. (mehr ver- u. üvver dat m. ech schw.) Rip, Nfrk; of er et sät (sagt) udder mer et schwig, se donnt doch, wat se welle Bergh-Hüchelhv; der Namen moss ech schw. uWupp 1870; en Sach dut schw. Rip, Nfrk; ich moss schw., wat ich saje well es ist häufig klug, seine Gedanken nicht laut werden zu lassen Aach-Stdt. RA.: Si ēge Led net schw. könne sein Leid nicht für sich behalten Rip, Berg, MGladb. Et grösste L., dat es en Nut (Not), de krisch (weint) mer us on schwig mer dut Dür-Gürzenich. — Abl.: die Schwigerei, dat Geschwig(s).
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Cotta, M. (2026). „schweigeni". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schweigeni/rhwb?formid=S16025
MLA
Cotta, Marcel. „schweigeni". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schweigeni/rhwb?formid=S16025. Abgerufen 9. May 2026.
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Cotta, Marcel. „schweigeni". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schweigeni/rhwb?formid=S16025.
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